(Fachartikel): Aktuelle Anforderungen an Blower-Door-Messungen von Passivhäusern

Blower-Door-Messungen kann jeder ausführen – ohne Ausbildung und ohne Kenntnisnachweis. Der Messdienstleister haftet jedoch mit seiner Unterschrift; manche kennen allerdings nicht alle relevanten Normen. Bei Passivhäusern sind die Anforderungen zudem extrem hoch. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Normen und Vorschriften für Luftdichtheitsmessungen bei Passivhäusern zusammen und erläutert deren Zusammenhänge.

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Allgemeine Empfehlung: Um die Haupteingangstür mitzuprüfen, sollte man das Messystem in eine Terrassen- oder Fenstertür einbauen. Hier: Einbausituation von außen bei einem Passivhausbürogebäude.

Die Rechtslage
Rechtlich gesehen darf jeder Blower-Door-Messungen durchführen. Man kauft sich ein Gerät und zieht los. Allerdings werden die meisten Messungen nach der Energieeinsparverordnung EnEV durchgeführt, die bestimmte Anforderungen stellt. Wie für alles in Deutschland gibt es auch hier eine Norm, nämlich die DIN-EN 13829. Die ist inzwischen zurückgezogen und wurde durch die ISO 9972 ersetzt. Da die EnEV aber ein Gesetz ist und die 13829 dort Erwähnung findet, hat sie zumindest bis zur Novellierung der EnEV Gültigkeit. Mit der ISO 9972 ändert sich übrigens auch nicht besonders viel. Weiterlesen

Live von der Baustelle: Was tun bei Durchdringungen wie Kabeln in der Luftdichtung?

Verarbeiter der luftdichten Ebene werden auf Baustellen mit unterschiedlichen Durchdringungen konfrontiert. Wie können Kabel und Rohre luftdicht verklebt werden? Das beantwortet Holger Merkel, pro clima Außendienst Süd-West und Blower-Door-Messdienstleister, im pro clima TV Interview. Das pro clima TV Team hat eine Baustelle in Mannheim-Seckenheim besucht. Hier wird gerade ein Dachgeschoss modernisiert.

Weitere Informationen:

Brandschutz-Luftdichtung-BlowerDoor: Intensivschulung in Trier

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Hubert Müllers

Bildschirmfoto 2016-06-30 um 17.00.56 In der ältesten Stadt Deutschlands (Trier) haben wir am Mittwoch, 30.06.2016, unser Wissen zu den neusten Entwicklungen und dem technischen Stand bei Wärmedämmung, Luftdichtung und Blower-Door weitergeben.

Die Firma Hubert Müllers Dämmtechnik hatte Energieberater und Architekten zu sich nach Trier-Föhren eingeladen. Mehr als 30 kamen und diskutierten während und nach den Vorträgen über Wärmedämmsysteme und Qualitätsüberprüfung.

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Mein Kollege Holger Merkel und ich beraten neben den pro clima Produkten auch Einblasdämmungssyteme von isofloc im Gebiet Süd-West, mein Kollegen Bernd & Jürgen Kremer beraten im schönen Moselland pro clima Systeme (offiziell: Gebiet Mitte).

Jürgen Küllmer, Leiter Anwendungstechnik isofloc

Jürgen Küllmer, Leiter Anwendungstechnik isofloc

Nach der Begrüßung durch den Gastgeber Hubert Müllers, ging es gleich los mit Brandschutzanforderungen nach den Bauordnungen und Einsatzmöglichkeiten brennbarer Baustoffe. Referent war hier Jürgen Küllmer, Leiter der Anwendungstechnik von isofloc. Weiterlesen

Mission erfüllt: Über 250 Menschen mit Bauwissen begeistert und vernetzt

Afterworkparty mit Slambeiträgen: Der 2. Bauslam hat in Schwetzingen stattgefunden

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Bauthemen mit Humor und einfach erklärt: Das war die Mission der sechs Slammer, die am 2. Juni 2016 in Schwetzingen vor mehr als 250 Menschen ihre Fachthemen präsentiert haben. Der Beifall des Publikums zeigte: Mission erfüllt.
Die Slam-Themen reichten von Missverständnissen auf der Baustelle, über Baurecht bis zu Schallschutz und Akustik. Nach der erfolgreichen Bauslam-Premiere 2015 waren die Besucher aus ganz Deutschland angereist, um den 2. Bauslam live zu erleben. Im Publikum saßen Handwerker, Architekten, Energieberater, angehende Bauherren, Planer und Baustoffhändler. Weiterlesen

Ausbildung mit Luftdichtungs-Musterhaus für besseres energieeffizientes Bauen

Mehr energieeffiziente Häuser durch bessere Ausbildung – nach dieser These hat Minergie Schweiz ein Seminar entwickelt, das Handwerker und Planer für das luftdichte Bauen sensibilisieren soll. Dabei entstand auf dem Campus Sursee in der Schweiz ein Luftdichtungs-Musterhaus.

Architekt Mathias Hodel stellte das Projekt auf der Blower-Door-Tagung Schweiz vor und führt im pro clima TV Interview durch das Musterhaus. Ziel ist auch, dass die verschiedenen Gewerke besser miteinander kommunizieren und die Schnittstellen sehen.

Mathias Hodels Vortrag auf der Blower-Door-Tagung Schweiz zum Projekt des Luftdichtheits-Musterhauses:

https://www.youtube.com/watch?v=DYGP5Ub9Xh8

Alle Vorträge der Blower-Door-Tagung:

https://www.youtube.com/channel/UCGlz9R4F199apeBjlGeZLcQ

Seminare auf dem Campus Sursee:

http://www.campus-sursee.ch/de/

“Messung großer Objekte” – Ein Erfahrungsbericht von Holger Merkel auf der theCH Blower-Door-Tagung

pro clima Außendienst und Bionic3 Geschäftsführer Holger Merkel ist Fachkraft für Differenzdruckmesstechnik (HWK). Sein Wissen zu Blower-Door-Messungen vermittelt er als Referent der “Blower-Door Basisseminare” für das Energie- und Umweltzentrum e.u.z. In Süddeutschland finden die Seminare bei pro clima in Schwetzingen statt.

Holger Merkel (rechts) bei deinem Vortrag "Messung großer Objekte". Links im Bild: Michael Wehrli, der Organisator der Blower-Door-Tagung

Holger Merkel (rechts) bei deinem Vortrag “Messung großer Objekte”. Links im Bild: Michael Wehrli, der Organisator der Blower-Door-Tagung

Der Thermografie Verband Schweiz, theCH, hatte Holger Merkel zu seiner Blower-Door-Tagung am 11. September 2015 als Referent eingeladen. In seinem Vortrag spach er über die Messung großer Objekte. Einen Mitschnitt seines Vortrages finden Sie hier.

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Schweizer Blower-Door-Symposium am 11. September 2015

Anmeldungen zum 11. September 2015 auf dem Campus Sursee ab sofort möglich

Marthalen- Die luftdichte Ebene eines Gebäudes fachgerecht planen, ausführen und gezielt kontrollieren. Diese Kompetenzen sind heutzutage der Schlüssel des erfolgreichen Bauen und Sanierens. Der Thermografie- und Blower-Door-Verband Schweiz theCH hat daher speziell für die Schweiz ein Blower-Door-Symposium am Campus Sursee organisiert.
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Das Konferenzprogramm der Blower-Door-Tagung am 11. September 2015 ist auf die Bedürfnisse von Architekten, Energiefachleuten und Messdienstleistern abgestimmt, die in der Schweiz Bauprojekte planen, begleiten oder mit Blower-Door-Tests kontrollieren. Mehr als ein Dutzend Referenten werden ihren aktuellen Forschungsstand und ihre Erfahrungen weitergeben: „Ich freue mich, dass wir ein solch hochkarätiges Referententeam gewinnen konnten. Die Redner zeichnet aus, dass sie zum einen über tiefes Theoriewissen verfügen. Zum anderen, sind alle in aktuelle Bau- oder Sanierungsprojekte involviert und können daher ihre Erfahrungen aus der Praxis weitergeben“, sagt Ingenieur Michael Wehrli, der das Symposium initiiert und organisiert hat. Der Anwendungstechniker berät Planer und Verarbeiter für die Luftdichtungsmarke pro clima, leitet Seminare zu Luftdichheitskonzepten und Sanierungslösungen. Zudem führt er zur Qualitätskontrolle Blower-Door-Tests durch und engagiert sich als Vorstandsmitglied im theCH.

Tagungsprogramme speziell für Luftdichtungsprojekte in der Schweiz Weiterlesen

Bauslam 2015: Blower-Door-Manipulation

Blower-Door-Messungen nach der Energieeinsparverordung EnEV sind immer mehr gefordert. Über Manipulationen, also unzulässige Einflussnahmen auf eine Differenzdruckmessung, spricht jedoch kaum jemand. Holger Merkel führt seit mehr als 10 Jahren Luftdichtheitsmessungen durch. In seinem Slam-Beitrag greift der bionic3-Geschäftsführer das Thema Manipulationen auf und zeigt, wie man als Gutachter oder Auftraggeber erkennt, dass eine Messung korrekt durchgeführt wurde.

Als Blower-Door-Experte gibt Holger Merkel auch Seminare. Infos zum Blower-Door-Basisseminar des Energie- und Umweltzentrums E.U.Z. in Schwetzingen bei proclima: https://de.proclima.com/service/seminare/blowerdoor-messung

Weitere Infos zum bauslam: http://bauslam.de
Fotos zum ersten Bauslam finden Sie in unserem flickr Account:
https://www.flickr.com/photos/proclima/sets/72157652956887373

6 Bauvorträge an einem Abend: So fühlte sich der 1. Bauslam an

2015_06_Bauslam_Abend145Zum 1. Bauslam in Schwetzingen sind mehr als 60 Teilnehmer angereist. Das Ziel der Veranstaltung war es, Bauwissen unterhaltsam zu vermitteln. Ob das geklappt hat und wie es sich angefühlt hat, wollten die pro clima Kollegen Julia Metzger, Iris Leber und Lothar Leber wissen. Daher haben sie nach der Bauslam-Premiere Besucher und Referenten befragt. Hier ein paar der gesammelten Rückmeldungen.

Dem Händler Rainer Amos von der Baustoff + Metall Handels GmbH aus Neckarsulm hat der Bauslam gefallen. Er sagte: „Am interessantesten fand ich den Vortrag von Uwe Bartholomäi, da es für mich ein neues Thema war, was ich sehr ansprechend fand. Toll fand ich es auch, dass wir uns nach dem Bauslam in lockerer, legerer Atmosphäre außerhalb des stressigen Berufsalltags einmal in Ruhe mit uns bekannten pro clima Mitarbeitern unterhalten konnten. Es gefällt mir, dass pro clima mit solchen Aktionen sein Interesse an uns Kunden zeigt. Bei einem zweiten Bauslam wäre ich wieder dabei.“

Energieberater Jürgen Eichhorn aus Mannheim.

Energieberater Jürgen Eichhorn aus Mannheim.

Energieberater Jürgen Eichhorn aus Mannheim erzählte: „Die Veranstaltung fand ich sehr positiv, pro clima wirkt sehr offen, freundlich und entspannt. Für die Seminare interessiere ich mich sehr, da beispielsweise für „Sicher dichten“ auch acht dena Unterrichtseinheiten angerechnet werden können.“

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Schornsteinfegermeister Thomas Faller kannte vor diesem Abend pro clima noch gar nicht und war begeistert vom Bauslam. Julia Metzger von pro clima interviewte Teilnehmer und Referenten.

Auch der Schornsteinfegermeister Thomas Faller freute sich über den Abend: „Vor dem Bauslam kannte ich pro clima noch gar nicht. Ich habe mich auf der Webseite des FLIB e.V. – dem Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen – über andere Unternehmen im Netzwerk aus meiner Umgebung informiert und bin dabei auf pro clima gestoßen. Dort habe ich dann den Hinweis auf den Bauslam gesehen und mich spontan angemeldet. Die Themen fand ich ziemlich ausführlich und anschaulich erklärt – und das in nur zehn Minuten. Jens-Lüder Herms hat es mit seinen Spaghetti auf den Punkt getroffen und alle Themen haben sehr gut gepasst.“ Weiterlesen

BlowerDoor-Tests: „Messung großer Gebäude ist Herausforderung für Mensch und Maschine“

Die Spannweite der Luftdichtheit bei großen Gebäuden ist sehr groß und eine Messung mit mehreren Geräten funktioniert selten reibungslos. Auf der BUILDAIR 2015 in Kassel hat pro clima TV Reporter Holger Merkel Stefanie Rolfsmeier von der BlowerDoor GmbH getroffen. Die Ingenieurin ist eine der führenden Spezialistinnen für BlowerDoor-Messungen und Mehrgerätemessungen. Im pro clima TV Interview sagt sie: „Die Messung großer Gebäude ist Herausforderung für Mensch und Maschine“ und erklärt, auf was man bei Mehrgerätemessungen achten sollte. Sie erzählt auch von ihrer Beratungen und dass oft Fehler behoben werden können, indem man in Ruhe die aktuelle Messung analysiert.

Vergangenes Jahr hat Stefanie Rolfsmeier pro clima Bauradio ein Interview zu Großmessungen gegeben. Hier erzählt sie, was alles schief gehen kann.

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Innovationspreis 2015: Stecksystem für wämebrückenfreie Dämmung

Die Firma Hufer Holztechnik wurde auf der BAU in München mit dem Preis für Produktinnovation Praxis Altbau 2015 ausgezeichnet. Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zeichnete Hufer Holztechnik für ihr DämmRaum Stecksystem aus. pro clima TV Reporter Holger Merkel hat die Erfinder Jan und Peter Hufer in München getroffen und sie zu der modularen Systemlösung zur quasi wärmebrückenfreien Dämmung der obersten Geschossdecke mit nicht druckbelastbaren Dämmstoffen interviewt.

Peter und Jan Hufer (2. und 3. von links) freuen sich über den Preis  für Produktinnovation Praxis Altbau 2015. Mit auf dem Foto: Bertold Roth (links) und Holger Merkel (rechts9 von pro clima TV.

Peter und Jan Hufer (2. und 3. von links) freuen sich über den Preis für Produktinnovation Praxis Altbau 2015. Mit auf dem Foto: Bertold Roth (links) und Holger Merkel (rechts9 von pro clima TV.

Weitere Informationen zum Preis:
http://daemmraum.de/preis-fuer-produktinnovationen-2015.html

Website der Firma Hufer Holztechnik:
http://daemmraum.de/

Weitere Artikel zur BAU 2015:

Wohn- und Arbeitsraum ohne Möbel: Baustellenbesuch bei Projekt Mini-Max

Neun Quadratmeter. So groß wird der Boden des Arbeitszimmers von Henrike Gänß. Eng findet die 32-Jährige ihre künftige Arbeitsstätte trotzdem nicht. Denn sie hat diese so konstruiert, dass sie gleichzeitig auf 112 Kubikmeter großen Wohnraum blickt. In diesem Zuhause gibt es nämlich keine Wände. Die Grundfläche von 50 Quadratmeter ist auf verschieden hohen Ebenen –  Splitlevels – verteilt, in Arbeits- und Wohnzonen. Und die Möbel bilden sich aus der Konstruktion heraus: Auf der einen Seite bildet der Boden beispielsweise die Funktion eines Tisches, von der anderen Seite die eines Stauraums. Ein paar Meter weiter vorne können die künftigen Bewohner sich an der Rückseite einer Präsentationsfläche anlehnen und essen.

Die Architektin, Innenarchitektin und Tischlerin Henrike Gänß arbeitet seit zwei Jahren an dem Mini-Max Projekt. Unterstützt wird sie von ihrem Projektpartner, dem Wirtschaftsingenieur Marc Rother. Mit ihrem Büro für Konzeption und Gestaltung, HOCH5, wollen die beiden ihre Visionen aus dem Studium in der Realität umsetzen. „Zum einen wird Wohnraum immer knapper, zum Beispiel in den Großstädten. Andererseits wird Wohnraum auch immer aufgeblasener und minderwertiger. Das hat zur Folge, dass die Menschen auch immer mehr Wohngiften ausgesetzt sind. Wir wollen zeigen, dass es ein Ausweg gibt. Das Mini-Max-Projekt beweist, dass man Raum reduzieren kann, ohne dass man das Gefühl von Verzicht hat“, sagt Henrike Gänß. Mini-Max ist noch in der Bauphase – im Juli 2014 haben Gänß und Rother den Rohbau abgeschlossen. Hier sitzen die Ingenieure in dem künftigen Einraum bei einer Baubesprechung. Von der Fläche her umfasst diese Funktionszone neun Quadratmeter.

Die Architektin, Innenarchitektin und Tischlerin Henrike Gänß arbeitet seit zwei Jahren an dem Mini-Max Projekt. Unterstützt wird sie von ihrem Partner, dem Wirtschaftsingenieur Marc Rother. Ihre Motivation: „Zum einen wird Wohnraum immer knapper, zum Beispiel in den Großstädten. Andererseits wird Wohnraum auch immer aufgeblasener und minderwertiger. Das hat zur Folge, dass die Menschen auch immer mehr Wohngiften ausgesetzt sind. Wir wollen zeigen, dass es ein Ausweg gibt. Das Mini-Max-Projekt beweist, dass man Raum reduzieren kann, ohne dass man das Gefühl von Verzicht hat“, sagt Henrike Gänß. Mini-Max ist noch in der Bauphase – im Juli 2014 haben Gänß und Rother den Rohbau abgeschlossen. Hier sitzen die Ingenieure in dem künftigen Einraum bei einer Baubesprechung. Von der Fläche her umfasst diese Funktionszone neun Quadratmeter.

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