Das Känguru fragt: Wie funktioniert Feuchtevariabilität?

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Feuchtevariable Dampfbremsbahnen können ihren Diffusionswiderstand den Jahreszeiten entsprechend optimal einstellen. So sind sie im Winter diffusionsdichter und schützen die Bauteile vor eindringender Feuchte. Demgegenüber sind sie im Sommer diffusionsoffen und bietem somit bestmögliche Rücktrocknungsbedingungen.
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Feuchtevariable Bahnen reagieren auf die Umgebungsfeuchte
Die winterliche Umgebungsfeuchte einer im Bauteil verbauten Dampfbremse liegt bei wohnüblicher Raumnutzung im Mittel bei ca. 40 %. Das ist relativ trocken.
Dennoch richtet sich der Diffusionsstrom vom warmen Innenraum, durchs Bauteil, zur effektiv noch trockeneren und kalten Außenluft. Ein hoher Dampfwiderstand auf der Bauteilinnenseite bremst bzw. stoppt die Feuchtewanderung, die beim Weg zu den kalten Aussenschichten kondensieren würde und schützt somit die Konstruktion vor dem anderenfalls ausfallenden Tauwasser.
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Das Känguru fragt: Muss man Tackerklammern überhaupt abkleben?

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Christoph Böhringer, pro clima Anwendungstechniker:
“Hallo Känguru, schön, dass du fragst, denn ich bin der Meinung, dass es immer besser ist vorher zu fragen. Na ja, was soll ich Dir sagen, es ist wie so oft: Es kommt darauf an! Halt, noch einfacher: Grundsätzlich nein, aber…

Wenn wir uns zuerst die Norm anschauen (da müssen wir in die DIN 4108-7 reinschauen), dann sagt die folgendes dazu: „Die Perforation durch die Verbindungsmittel der Bahnenmontage sind für die Luftdichtheit unbedeutend.“ Da sagt uns also die Norm eindeutig, dass die Tackerklammern zwar da, aber unbedeutend sind. Im Weiteren wird dann über die Pressung und den Begriff „stiftförmig“ gesprochen – und da ist nun die Einschränkung: „Es-kommt-darauf-an“. Weiterlesen

Das Känguru fragt: Wie klebt ein Klebeband eigentlich?

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Beim Kleben in der Luft- und Winddichtung geht es darum, Fügepartner dauerhaft fest miteinander zu verbinden, die ohne Verklebungen keine Verbindungen eingehen können. Dabei sollen die Verklebungen ein Bauteilleben lang halten. Neben der hohen Klebkraft müssen diese Verbindungen entsprechend den Anforderungen der DIN 4108-7 »die bauüblichen Bewegungen aufnehmen können«. Sowohl die Oberflächenbeschaffenheit als auch die sogenannte Oberflächenspannung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Verklebung. Um diese Materialien miteinander zu verbinden, werden Klebstoffe eingesetzt, die sich fest mit dem Untergrund verbinden (Adhäsion) und gleichzeitig eine ausreichende innere Festigkeit aufweisen (Kohäsion).
3D Kleber

In der Klebefuge wirken verschiedene Kräfte: Zum einen die Kohäsion, die den Kleber in sich zusammenhält und zum anderen die Adhäsion, die den Kleber am Untergrund hält.

Endfestigkeit ist entscheidend

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Das Känguru fragt: Was ist Flankendiffusion?

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Kaenguru_flankendiffusionLuftdichtheit ist gut, aber noch nicht alles: Da ist noch die Diffusion. Wenn wir im Bau von Diffusion sprechen, meinen wir damit, dass Feuchtigkeit nach und nach durch ein Bauteil transportiert wird. Angetrieben wird der Transport durch den Druckunterschied zwischen innen und aussen. Da Wassermoleküle immer vom Warmen ins Kalte wollen, findet die Diffusion im Winter normalerweise von innen nach außen statt. Eine Dampfbremse behindert den Moleküldurchgang. Weiterlesen