Praktisch bei großen Holzbauprojekten: diffusionsoffener Witterungsschutz

Staatl. geprüfter Bautechniker und Tischler aus der pro clima Anwendungstechnik Markus Kilian

Markus Kilian (links) arbeitet in der Anwendungstechnik bei pro clima.

Schnell ausgerollt, selbstklebend, wasserdicht und diffusionsoffen für zügiges Austrocknen von baubedingter Feuchte – das sind einige Eigenschaften der Witterungsschutzbahn Solitex Adhero.

„Natürlich gibt es hier schon verschiedene Lösungen, aber die Diffusionsoffenheit macht die Bahn einzigartig in der Baubranche“,

erzählte mir mein Kollege Markus Kilian neulich bei einer Holzbauveranstaltung.

Solitex Adhero ist recht beliebt in der Holzbaubranche. Aber warum eigentlich? Das habe ich meine Kollegen aus der pro clima Anwendungstechnik und Forschung und Entwicklung gefragt. Techniker Markus Kilian sprach mit mir über seine Baustellen-Erfahrungen und echten Rückmeldungen von Planern und Handwerken. Ingenieur Jens Lüder Herms von pro clima hat die Bahn mit entwickelt und erläuterte, welche Gedanken sich das Forschungs- und Entwicklungsteam dabei gemacht hat. Weiterlesen

Holzbau wird immer beliebter – sind die Holzbauer dafür bereit?

Bauen mit Holz ist inzwischen mitten in der Gesellschaft angekommen. Immer mehr Bauprojekte werden mit Holz geplant und umgesetzt. Berichte und Bilder über neue, außergewöhnliche Konstruktionen, bei denen hauptsächlich der Werkstoff Holz verbaut wurde, häufen sich in den Medien. Das freut vor allem die Holzbauer, die bereits seit 30 Jahren dafür kämpfen, diesen Werkstoff salonfähig zu machen.

Auf dem Netzwerktreffen der 81fünf high-tech & holzbau AG in Freiburg trafen sich im September Holzbaubetriebe, Planer und Handwerker. Sie tauschten sich über die aktuelle Auftragslage – die bei jedem aufgrund der Niedrigzinspolitik fantastisch ist – aus und beschäftigten sich unter anderem mit neuen Trends, Werten und wie Firmen Mitarbeiter anziehen und halten können. Weiterlesen

Live, ortsunabhängig und kostenfrei: Praktisches Fachwissen zu Flachdach, Fensteranschluss und Dachsanierung

Anmeldungen zum Live-Nachmittag der pro clima Wissenswerkstatt am 22. Oktober 2019 sind ab sofort möglich.

Flachdach, Fensteranschluss und Dachsanierung: Damit diese Konstruktionen einwandfrei funktionieren, ist eine fachgerecht hergestellte Luftdichtung notwendig. Wie bei jedem Bauprojekt liegt hier meist die Tücke im Detail. Daher kontaktieren Planer, Energieberater und Handwerker oft die pro clima Technik-Hotline, um bauphysikalisch auf der sicheren Seite zu sein.

Warum lohnt es sich, dem Fensteranschluss besondere Aufmerksamkeit zu widmen? Was führt zu einem erhöhten Schadensrisiko und wie lässt sich das vermeiden? Das sind nur einige Fragen, die am pro clima WISSEN live! Nachmittag beantwortet werden.

Aufgrund hoher Nachfrage haben die Referenten der pro clima Wissenswerkstatt nun die häufigsten Fragen mit aktuellen und praktischen Lösungen zusammengestellt. Sie werden diese unter dem neuen Format pro clima WISSEN live! am Dienstagnachmittag des 22. Oktober 2019 präsentieren. Die Zuschauer können dabei direkt nachhaken und weitere Fragen stellen. Der Live-Nachmittag ist kostenfrei. Anmeldungen sind ab sofort hier möglich.

Die Schlüssel für gutes Bauen sollten für jeden zugänglich sein

Seit der Gründung der Marke pro clima vor 25 Jahren hat der Hersteller für Luft- und Winddichtungssysteme sein Fachwissen durch verschiedene Medien und Kanäle – u. a. in Handbüchern, Workshops, Internetplattformen – weitergegeben. Denn es geht pro clima nicht nur um den Verkauf von Produkten, sondern um die Veränderung der Baukultur. „Jeder sollte seinen Beitrag zur Verbesserung der Bauqualität leisten. Damit werden Ressourcen geschont, energieeffizient und ohne Bauschäden gebaut. Die Voraussetzung ist für alle Beteiligten Wissen und Weiterbildung“, sagt Uwe Bartholomäi, Geschäftsführer der MOLL bauökologische Produkte GmbH, „pro clima vermittelt das kompakte Fachwissen für die sichere Gebäudehülle jetzt live und ortsunabhängig digital im Internet.“ Weiterlesen

Rechtzeitig planen: Was Sie auf Winterbaustellen beachten sollten

“Winter is coming.”, so lautet das Motto der TV-Fantasyserie Game of Thrones. Obwohl das Wetter in Westeuropa nicht mit dem des fiktiven Kontinents Westeros vergleichbar ist, herrschen auf einer Winterbaustelle mitunter extreme klimatische Bedingungen.

Deshalb ist jeder Planer, Handwerker und Bauherr, der im Winter ein Bauwerk fertigstellen möchte, gut beraten, sich auf die speziellen Gegebenheiten der Winterbaustelle rechtzeitig vorzubereiten. Beispielsweise sollte eine erhöhte Feuchtebelastung einkalkuliert werden – auch wenn aktuell noch Sonnenschein und Hitze vorherrschend sind.

Erst planen, dann bauen

Wer Bauschäden durch Feuchteeinträge auf der Winterbaustelle nachhaltig verhindern will, muss verschiedene Aspekte in seine Planung mit einbeziehen. Hier spielt die Eignung und Beschaffenheit der Baumaterialien, die richtige Lagerung und Verarbeitung oder die korrekte Einhaltung der Bauabläufe und die Koordination der unterschiedlichen Gewerke eine entscheidende Rolle.

Was bei einer Winterbaustelle im Detail alles beachtet werden muss und warum es so wichtig ist, sich damit schon in der Planungsphase zu beschäftigen, erklärt Bauingenieur und Leiter der Anwendungstechnik bei pro clima, Michael Förster, in diesem Vortrag:

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Die Fuge: Von der Schnittstelle zur Nahtstelle

Lässt sich der Fensteranschluss analog zu Dach und Wand realisieren?

Auf die Abwehr von Wasser als Bauschadensfaktor Nr. 1 müssen Planer und Handwerker generell großes Augenmerk legen. Manch einer hat schmerzhaft erfahren müssen, dass die Mangel- und Bauschadensfreiheit an der Dichtheit der Gebäudehülle hängt. In der Praxis haben sich bei allen Bauteilen zwei Ebenen als sinnvoller Schutz erwiesen. Daher kann es sich auch beim Fensteranschluss lohnen, über eine mehrstufige Abdichtung nachzudenken. Gerade bei Sanierungen wird es kompliziert, da es oft keine Standardlösungen gibt. Mit genauem Blick auf die Gegebenheiten und detaillierter Planung lässt sich solch ein Bauvorhaben erfolgreich realisieren.

Die 1964 im Südharz erbaute Doppelhaushälfte vom DDR Eigenheim-Typ 58 D51 Mz sollte energetisch deutlich aufgewertet werden und gleichzeitig ihren ursprünglichen Charakter behalten. Damit standen für den Bauherrn Energieeffizienz und maximaler Schutz vor Feuchte mit gut geplanten Konstruktionsdetails ganz oben auf der Agenda. Für den Feuchteschutz muss eine Konstruktion sowohl von innen als auch von außen betrachtet werden: Schlagregenbelastung von außen sowie Diffusions- und Konvektionsströme durch die Konstruktion (überwiegend von innen). Die Sanierung packte der Bauherr selbst an. Als Holzbauingenieur mit eigenem Fensterbauunternehmen brachte er Fachwissen und handwerkliche Fähigkeiten für viele Bereiche der Maßnahme mit. Weiterlesen

Fensteranschluss mit Folien: Worauf achten und wie werden die Produkte geprüft?

Bauteilprüfungen am Institut für Fenstertechnik (ift) Rosenheim

ift in Rosenheim

Fensteranschlusssysteme werden am ift Rosenheim im Bauteilversuch auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Dazu werden die Luftdichtheit und die Schlagregendichtheit eines eingebauten Fensters im 1:1-Maßstab zusammen mit dem Abdichtungssystem im Prüflabor getestet.

pro clima Fensteranschlusssysteme wurden nach der Prüfrichtlinie MO-01/1:2007-01, Abs. 5 des ift Rosenheim sowohl im Neuzustand nach dem Einbau als auch nach einer beschleunigten Alterung geprüft. Dazu wird das Fenster in einen Prüfrahmen eingebaut. Zuerst wird dann raumseitig die Luftdichtheit und danach die Schlagregendichtheit der äußeren Anschlüsse getestet. Der Bauteilversuch von pro clima wurde ohne weitere Abdeckungen (Fensterbank, Putzsystem o. ä.) und ohne Dämmstoff in der Fuge durchgeführt – er ist dadurch besonders anspruchsvoll. Weiterlesen

Bauzeitenschutz mit selbstklebenden, diffusionsoffenen und emissionsarmen Witterungsschutzbahnen

Auf großen Holzbaustellen ist SOLITEX ADHERO in ihrem Element

Ob öffentliches Gebäude, Mehrfamilienhaus oder Gewerbeobjekt – allmählich nimmt der Holzelementbau in Deutschland auch bei großen Bauvorhaben an Fahrt auf. Das heißt gleichzeitig, dass immer häufiger Holzbauelemente über längere Bauphasen hinweg vor Witterungseinflüssen und besonders vor Nässe geschützt werden müssen.

Lösen lässt sich das mit SOLITEX ADHERO: Die selbstklebende Dichtbahn hält Fassaden- und Holzelementdecken trocken und kann ihre Vorzüge besonders bei Objekten ausspielen, für die Raumluftqualität zählt und provisorische Überdachungen oder Abplanungen als Bauzeitenschutz nicht infrage kommen.

Kein Durchnässen, keine Wasserflecken: Besonders vorgefertigte Holzrahmenbauelemente und Brettsperrholzdecken profitieren vom Witterungsschutz durch SOLITEX ADHERO.

Die Witterungsschutzbahn lässt sich zügig auf allen tragfähigen, standfesten Flächen verlegen und haftet vollflächig auf dem Untergrund. Daher kann Nässe sich unter der Bahn nicht weiter ausbreiten, sollte diese im Bauablauf beschädigt werden. Und wenn die Holzfeuchte doch einmal ansteigt, trocknet sie innerhalb kurzer Zeit wieder aus. Dafür sorgen die Diffusionsfähigkeit der SOLITEX ADHERO sowie eine spezielle Funktionsmembran, die Feuchtigkeit aktiv abtransportiert. Die Konstruktion bleibt geschützt. Weiterlesen

Fachkonferenz MY FUTURE OFFICE – Gesündere Bürogebäude sicher planen und bauen

„Motivierter und rentabler arbeiten in gesünderen Büros“ lautet das Motto der Fachkonferenz am 21.11.2019 in Berlin, die die Ergebnisse des Forschungsprojektes MY FUTURE OFFICE präsentiert.

Geprüft gesündere Baustoffe und Büroausstattungen wurden hier einem einzigartigen Testprogramm unterzogen. Bauverantwortliche privater und öffentlicher Investoren, Architekten, Gutachter und Fachplaner erhalten auf der Tagesveranstaltung zudem aktuelle Informationen zu den gesundheitlichen Risiken, zur verschärften Haftungssituation nach dem neuen Bauordnungsrecht und zu den Aktivitäten des Umweltbundesamtes, der für die Innenraumhygiene zuständigen obersten Bundesbehörde. Weiterlesen

AEROSANA VISCONN-System: Dampfbremse und Luftdichtung einfach aufsprühen

Verwinkelte, schwer zugängliche Details, Durchdringungen oder Bauteilübergänge mit zahlreichen Ecken und Kanten sind auf Baustellen keine Seltenheit. Da kann die Luftdichtung rasch zur zeitraubenden Herausforderung werden.

In der sprühbaren Luftdichtung AEROSANA VISCONN finden Verarbeiter jetzt eine Alternative, mit der sie komplizierte Baustellensituationen genauso einfach und schnell abdichten können wie große Flächen.

Unzählige Anwendungsmöglichkeiten

Treffpunkt Baustelle: Hier lassen sich die Vorteile der Sprühdichtung am besten erklären. pro clima Techniker oder der Außendienst schulen Unternehmen auch vor Ort.

Das System eignet sich für sämtliche bauüblichen Oberflächen wie zum Beispiel verputztes oder auch unverputztes Mauerwerk, poröse Plattenwerkstoffe oder Bahnen. AEROSANA VISCONN lässt sich auch als Haftgrundierung auf rauen oder staubigen Untergründen verwenden und überdeckt Risse und Fugen bis 3 mm Breite. Fugen bis 20 mm überstreicht man mit der faserarmierten Systemergänzung AEROSANA VISCONN FIBRE. Beim luftdichten Verschließen noch größerer Löcher oder auch beim Abdichten von Durchdringungen – etwa durch Rohre oder Zangen – hilft ein Stück AEROSANA FLEECE weiter. Das legt man vor dem Überstreichen oder Übersprühen ein. Die Sprühfolie ist wasserbasiert und hat im Emissionstest beste Werte erzielt. Weiterlesen

(Serie) Winddichtung außen: Zusatzmaßnahmen mit pro clima Bahnen nach ZVDH

Regensichernde Zusatzmaßnahmen bei Dacheindeckungen

Zuordnung von regensichernden Zusatzmaßnahmen bei Dacheindeckungen aus Dachziegeln oder Dachsteinen mit pro clima Winddichtungsbahnen nach ZVDH

Durch die Fugen von Dacheindeckungen kann Wasser in die Dachkonstruktion eindringen. Das kann z. B. Regen unter Winddruck oder Schmelzwasser sein oder kurz­fristig nach Bruch einzelner Dachziegel/-­steine passieren. Um dieses Wasser sicher abzuleiten, brauchen schuppenförmige Dachdeckungen eine zweite wasser­führende Ebene.

Als allgemein anerkannte Regel der Technik, formuliert das Regelwerk des Zentralverbandes des deutschen Dach­deckerhandwerks (ZVDH) sogenannte regensichernde Zusatzmaßnahmen die in Abhängigkeit der jeweils bestehenden Anforderungen erforderlich werden können.

Welche regensichernde Zusatzmaßnahme erforderlich wird, ergibt sich

  • aus dem Unterschied zwischen der tatsächlichen Neigung des Daches und der sogenannten Regeldachneigung (RDN) der jeweiligen Dacheindeckung
  • sowie der Anzahl der sogenannten zusätzlichen erhöhten Anforderungen.

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(Serie) Winddichtung außen: Behelfsdeckung richtig planen

Eine Behelfsdeckung dient dem temporären Witterungsschutz der Dachkonstruktion während der Bauzeit. Behelfs­deckungen können bei besonders schützenswerten Konstruktionen (z. B. ausgebautes Dachgeschoss) erforderlich sein. Behelfsdeckungen können durch Abplanen, Einhausen oder durch regensichernde Zusatzmaßnahmen (Unterspannungen, Unterdeckungen oder Unterdächer) geschaffen werden.

Zu beachten ist, dass ganz allgemein eine Behelfsdeckung nicht die Regensicherheit bieten kann, wie ein fertig eingedecktes Dach in Einheit mit einer regensichernden Zusatzmaßnahme darunter. Das hängt z. B. damit zusammen, dass Anschlüsse nur behelfsmäßig hergestellt werden können und Nageldurchdringungen in der wasserführenden Ebene vorhanden sind. Die Regenbelastung der Behelfsdeckung ist ungleich höher, als später die der regensichernden Zusatzmaßnahme im eingedeckten Zustand. Die Behelfsdeckung stellt also bestimmungsgemäß eine behelfsmäßige Maßnahme während der Bauzeit dar. Weiterlesen

(Serie) Winddichtung außen: Was ist bei Schieferdeckungen zu beachten?

Kompliziertes Schieferdach mit zwei Giegelgauben

Unterhalb von Schieferdeckungen ist eine sogenannte Vordeckung vorzusehen. Eine Vordeckung ist eine regen­sichernde Zusatzmaßnahme, die auf einer Schalung verlegt wird, auf der später direkt eine Dachdeckung befestigt wird.

Per Definition endet die regensichernde Funktion der Vordeckung mit dem Zeitpunkt der Dacheindeckung, da die Vordeckung hierbei durch Befestigungsmittel perforiert wird.

Wurden in der Vergangenheit oft bituminöse Vordeckbahnen verwendet, so kommen heutzutage verstärkt diffusionsoffene Unterdeckbahnen als Vordeckung zum Einsatz. Großer Vorteil dieser Bahnen ist die Dampfdurchlässigkeit im Gegensatz zu stark dampfbremsenden Bitumenbahnen, was hinsichtlich des Tauwasserschutzes deutlich mehr Sicherheit bietet. Weiterhin gestaltet sich die Verarbeitung von Kunststoff-­Unterdeckbahnen aufgrund besseren Handlings und größerer Rollenbreite deutlich einfacher, als bei der Verwendung von schweren und steifen Bitumen­bahnen.

Entsprechend ZVDH­-Fachregeln für Dachdeckungen mit Schiefer, gelten bei den jeweiligen Deckungsarten folgende Regeldachneigungen: Weiterlesen