Wozu ist eine Blower-Door-Messung gut?

Eine Blower-Door-Messung zeigt, wie dicht ein Gebäude ist oder anders gesagt: wo und wie sehr es zieht. Sie wird auch als Luftdichtheits- oder Differenzdruckmessung bezeichnet. Eine Blower-Door-Messung zeigt die Qualität der Dichtheit einer Gebäudehülle. Es gibt mehrere Gründe, warum es für den Auftraggeber, Handwerker und Nutzer eines Gebäudes Sinn macht zu wissen, wie luftdicht ein Haus, ein Büro oder eine Halle ist.

Hier zieht´s deutlich durch fehlende Abklebung der Balkendurchdringung: Das Anemometer zeigt 3,34 m/s an. Ein korrekter Anschluss zwischen Wand und Balken, bestehend aus Glattstrich des Mauerwerks und Vorbehandlung der Balken (Primer), ist hier sinnvoll.

Bei luftundichten Häusern – also mit Löchern in der Gebäudehülle – strömt Wärme nach außen. Das kann zu hohen Heizkosten führen. Im Winter zieht´s vor allem unangenehm und es ist unbehaglich. Die ausströmende warme und feuchte Luft kann Schäden in der Konstruktion verursachen. Zudem wird Schall über die Luft übertragen, was dazu führt, dass man in undichten Häusern den Straßenlärm mehr hört.

Mit Blower-Door-Tests kann ein Handwerker nach dem Abschluss seines Gewerkes nachweisen, dass er ordentlich gearbeitet hat. Denn manchmal sind es die nachfolgenden Gewerke, die aus Versehen die luftdichte Ebene durchlöchern. Weiterlesen

Blower-Door-Tagung 2017: Vorträge aus Deutschland

Im September hat die Blower-Door-Tagung Schweiz in Sursee stattgefunden. Auch Referenten aus Deutschland waren eingeladen. Die Informationen sind auch relevant für unsere Blower-Door-Messdienstleister.

pro clima TV hat alle Vorträge aufgezeichnet. Hier die, die interessant für deutsche Planer und Messdienstleister sein könnten:

Normgerechte Luftfdichtheits-Prüfung nach der neuen ISO 9972

Ergebnisse des Forschungsprojekts “Leckagen”

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(Fachartikel): Aktuelle Anforderungen an Blower-Door-Messungen von Passivhäusern

Blower-Door-Messungen kann jeder ausführen – ohne Ausbildung und ohne Kenntnisnachweis. Der Messdienstleister haftet jedoch mit seiner Unterschrift; manche kennen allerdings nicht alle relevanten Normen. Bei Passivhäusern sind die Anforderungen zudem extrem hoch. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Normen und Vorschriften für Luftdichtheitsmessungen bei Passivhäusern zusammen und erläutert deren Zusammenhänge.

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Allgemeine Empfehlung: Um die Haupteingangstür mitzuprüfen, sollte man das Messystem in eine Terrassen- oder Fenstertür einbauen. Hier: Einbausituation von außen bei einem Passivhausbürogebäude.

Die Rechtslage
Rechtlich gesehen darf jeder Blower-Door-Messungen durchführen. Man kauft sich ein Gerät und zieht los. Allerdings werden die meisten Messungen nach der Energieeinsparverordnung EnEV durchgeführt, die bestimmte Anforderungen stellt. Wie für alles in Deutschland gibt es auch hier eine Norm, nämlich die DIN-EN 13829. Die ist inzwischen zurückgezogen und wurde durch die ISO 9972 ersetzt. Da die EnEV aber ein Gesetz ist und die 13829 dort Erwähnung findet, hat sie zumindest bis zur Novellierung der EnEV Gültigkeit. Mit der ISO 9972 ändert sich übrigens auch nicht besonders viel. Weiterlesen

Kompaktseminar: Blower-Door-Messung von Großen Gebäuden: Neuer Termin: 25. November in Schwetzingen

https://www.kaenguru.me/seminare/blower-door-messung-grosse-gebaeude/

https://www.kaenguru.me/seminare/blower-door-messung-grosse-gebaeude/

Gerade im Bereich von Gewerbe- und Nichtwohngebäuden wird die Messung schon bei der Planung berücksichtigt. Doch was ist anders als bei Einfamilienhäuser? Was ist überhaupt ein großes Gebäude? Welches Equipment wird benötigt, wie sieht meine Kalkulation aus? Referent Holger Merkel führt seit acht Jahren Mehrgerätemessungen durch. Anhand von vielen Beispielen erläutert er spezielle Anforderungen an die Messung und zeigt bei einer Live-Messung die Besonderheiten von Geräteausstattung und Software. Die gemeinsame Protokollerstellung rundet das neue Känguru- Seminar ab:

BlowerDoor-Messung von großen Gebäuden

Am 25. November 2016 findet das Tagesseminar von 9 bis 17 Uhr in Schwetzingen statt. Es kostet 300 Euro plus MwSt. GIH-Mitglieder zahlen 250 Euro plus MwST. Weitere Infos und Anmeldung:https://www.kaenguru.me/seminare/blower-door-messung-grosse-gebaeude/

Netzwerk Wissen: Gemeinsam einen Schritt voraus

Qualität am Bau und technische Weiterentwicklungen basieren auf Wissensaustausch
und -verbreitung: Im digitalen und persönlichen Dialog miteinander Erfahrungen und
Know-How zu teilen, eröffnet spannende, neue Sichtweisen. pro clima hat für die
Vermittlung von Fachkompetenzen verschiedene Methoden und Plattformen entwickelt.
»Mit je mehr Begeisterung ich lerne, desto mehr bleibt im Gedächtnis und lässt sich
in der Praxis anwenden.« Hier setzen die verschiedenen Wissensvermittlungs-Formate
von pro clima an.
Kompakt, kompetent, kreativ:
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»Wenn ein Bauherr bauphysikalische Zusammenhänge, wie z. B. den Taupunkt, ganz  genau erklärt haben will, ist das sicher eine Herausforderung«, sagt Zimmerermeister Carsten Aulhorn von der Zimmerei Donath aus Glashütte. »Im beruflichen Alltag ist es
nicht einfach, nebenbei Fachwissen zu vertiefen und immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.«
Sicher dichten

Bei “Sicher dichten” wird die Ausführung der Luftdichtung an 1:1 Modellen im pro clima Schulungshaus geübt.

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Wo liegt das Problem bei der Bewertung von Leckagen bei Blower-Door-Messungen?

Wann ist ein Loch in der Gebäudehülle unkritisch, wann ist es eine Leckage, die zu Bauschäden führen kann? Der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen beschäftigt sich mit dieser Frage seit Jahren und hat sowohl eine Arbeitsgruppe, also auch eine Forschungsprojekt initiiert. Blower-Door-Messdienstleister und Energieberater Thomas Kretzschmar spricht im pro clima TV Interview über die Schwierigkeit, Leckagen zu bewerten und erklärt, warum dieses jedoch wichtig für Messdienstleister und für die Gesamtkonstruktion eines Hauses ist.

Mehr über Thomas Kretzschmar: http://www.ek-kretzschmar.de/
Mehr über den FLiB: www.flib.de

Keine Angst vor Luftdichtung und Qualitätskontrolle

Blower-Door-Messdienstleister diskutieren aktuelle Anforderungen bei der FliB Mitgliederverammlung

Blower-Door-Messdienstleister aus ganz Deutschland sind am 12. Mai nach München gereist, um sich über Normen, Praxistipps und Anforderungen rund um die Gebäudedichtheit auszutauschen. Anlass war die Mitgliederversammlung des Fachverbandes Luftdichtheit im Bauwesen e.V. FLiB

FLiB-Vorstand Wilfried Walther

FLiB-Vorstand Wilfried Walther

Um den aktuellen Stand zu vermitteln und Fragen aus dem Alltag der Luftdichtheisprüfer zu beantworten, hatte der FLiB neben Vorträgen auch Workshops organisiert. So diskutierten Sachverständige, Ingenieure, Zimmerermeister und Messdienstleister unter anderem über die Herausforderungen bei der Gebäudepräparation und erörterten die Interpretationen der Anforderungen an die Gebäudedichtheit.

Im Interview mit pro clima TV sprach FLiB Geschäftsführer Oliver Solcher über das Infoportal Luftdichtes Bauen und über Neuerungen für Blower-Door-Messdienstleister. Dabei erklärte er, dass mit der aktuellen Ausgabe der ISO 9972 eine DIN-Norm für Blower-Door-Messungen herausgegeben wurde, diese aber noch keinen Einfluss auf die Messdienstleister habe. Hintergrund: Das Deutsche Institut für Normung habe die Vorgängernorm DIN EN 13829 zurückgezogen, aber in der aktuellen Energieeinsparverordung EnEV ist diese noch enthalten. So lange diese EnEV gilt, messen die Luftdichtheitsprüfer nach der DIN EN 13 829. Das ganze Interview mit Oliver Solcher: https://youtu.be/yLED6_zhbvk

Auswirkung der Bewertung von Leckagen auf Gebäudekonstruktionen

FLiB-Geschäftsführer Oliver Solcher bei der Mitgliederversammlung in München.

FLiB-Geschäftsführer Oliver Solcher bei der Mitgliederversammlung in München.

Wann ist ein Loch in der Gebäudehülle unkritisch, wann ist es eine Leckage, die zu Bauschäden führen kann? Der FliB beschäftigt sich mit dieser Frage seit Jahren und hat sowohl eine Arbeitsgruppe, also auch ein Forschungsprojekt initiiert. Blower-Door-Messdienstleister und Energieberater Thomas Kretzschmar spricht im pro clima TV Interview über die Schwierigkeit, Leckagen zu bewerten und erklärt, warum dies jedoch wichtig für Messdienstleister und für die Gesamtkonstruktion eines Hauses ist: https://youtu.be/VrBtlV2r5P4

Trotz EnEV und KfW-Fördermitteln: Vorbehalte gegenüber Luftdichtheit

Warum es immer noch Vorbehalte gegenüber Luftdichtheit gibt und wie Handwerker die Angst vor der Verarbeitung verlieren können, darüber hat pro clima TV mit dem Sachverständigen und Zimmerermeister Rainer Glemser gesprochen: https://youtu.be/lf81AgYcLzA
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Warum gibt es eigentlich Vorbehalte gegenüber Luftdichtheit?

Als Zimmerermeister, Sachverständiger und Luftdichtheitsprüfer ist Rainer Glemser regelmäßig mit der Gebäudehülle in Kontakt. Im pro clima TV Interview sprechen wir darüber, warum es immer noch Vorbehalte gegenüber Luftdichtheit gibt und wie Handwerker die Angst vor der Verarbeitung verlieren können. Außerdem erklärt Rainer Glemser, warum er zur Mitgliederversammlung des FLiB – Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen – gereist ist und warum es wichtig ist, die Luftdichtheit von verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

Mehr über Rainer Glemser: www.holzbau-glemser.de
Mehr zum FLiB: www.flib.de und www.luftdicht.info

Beratung
Falls Sie Fragen zur Luftdichheit allgemein haben oder bei einem konkreten Projekt – unsere Technik-Hotline hilft gerne weiter. Entweder telefonisch (Mo-Fr 8-12 Uhr; 13-17 Uhr) oder per E-Mail: technik@proclima.de
Außerhalb dieser Zeiten steht Ihnen auch das pro clima Außendiensetteam zur Verfügung. Hier sehen Sie, wer in Ihrer Nähe erreichbar ist: https://de.proclima.com/service/aussendienst

Neuerungen für Blower-Door-Messdienstleister

Jedes Jahr treffen sich die Mitglieder des Fachverbandes Luftdichtheit im Bauwesen FLiB, um in Workshops und Vorträgen den aktuellen Stand bei Blower-Door-Messungen zu diskutieren. Es geht dabei u.a. um die Umsetzung von Normen, Bewertung von Leckagen, Gebäudepräparation und Praxistipps.

pro clima TV hat Oliver Solcher, Geschäftsführer des FliB, auf der Mitgliederversammlung im Mai in München interviewt. Oliver Solcher spricht über die drei Neuerungen für BlowerDoor-Messdienstleister: Die ISO 9972, das zweite Buch des Fachverbandes und Fortschritte beim Luftdichtheitskonzept.

Links:
www.flib.de
www.luftdichtinfo.de

 

Gefährliche Leckagen: Bewertung von Fehlstellen in Luftdichtheitsebenen

Wann eine Leckage ungefährlich ist und wann sie unbedingt ausgebessert werden muss – dazu gibt es bisher keine Richtlinien. Dr. Klaus Vogel hat vor einem Jahr mit dem Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen FliB ein Forschungsprojekt initiiert. Das pro clima TV Team hat ihn auf der Blower-Door-Tagung Schweiz getroffen und zum aktuellen Stand befragt.

Das pro clima TV Team beim Interview mit Dr. Klaus Vogel. Links: Heide Gentner.

Das pro clima TV Team beim Interview mit Dr. Klaus Vogel (Mitte).

Dr. Vogel erklärt im Interview, woran man erkennen kann, ob eine Leckage gefährlich ist. Außerdem spricht er darüber, welche Schwierigkeiten Messdienstleister heutzutage bei der Leckagenbeurteilung haben. Dabei weist Vogel drauf hin, dass Messdienstleister aufpassen müssen, in welchem Auftrag sie unterwegs sind und sich nicht haftbar machen.

Bei dem Forschungsprojekt arbeiten der FLiB, das Fraunhofer Institut für Bauphysik und das Aachener Institut für Bauschadensforschung zusammen. Unterstützt wird es unter anderem auch von MOLL pro clima. Weiterlesen

Vorträge der Blower-Door-Tagung Schweiz als Video

Bildschirmfoto 2015-09-15 um 12.33.23Das pro clima TV-Team hat die Vorträge der Blower-Door-Tagung mitgefilmt. Sie sind ab sofort auf dem Youtube-Kanal des Thermografieverbands Schweiz abrufbar:
https://www.youtube.com/channel/UCGlz9R4F199apeBjlGeZLcQ
Der Thermografiverband Schweiz hatte die Konferenz für den 11. September 2015 am Campus Sursee organisiert.

Fotos zur Tagung: https://www.flickr.com/photos/134355404@N05/sets/72157658474741031