Die Luftdichtung bei der Dachsanierung von außen – Die Qual der Variantenwahl

Die Dachsanierung stellt viele Herausforderungen an den Verarbeiter. Der Traufanschluss wäre hier bei vorübergehender Demontage der Aufschliebinge sowohl mit der Sub-and-Top-Variante als auch mit flächigen Verlegung möglich gewesen. Letztendlich wurde die flächige Verlegung gewählt, da es sich um ein Walmdach handelt und die Bahn über die spitz zulaufenden Gefache an den Graten hinweg verlegt werden konnte.

Die Dachsanierung stellt viele Herausforderungen an den Verarbeiter. Der Traufanschluss wäre hier bei vorübergehender Demontage der Aufschliebinge sowohl mit der Sub-and-Top-Variante als auch mit flächigen Verlegung möglich gewesen. Letztendlich wurde die flächige Verlegung gewählt, da es sich um ein Walmdach handelt und die Bahn über die spitz zulaufenden Gefache an den Graten hinweg verlegt werden konnte.

Die Dachsanierung von außen ist neben der nachträglichen Wärmedämmung der Wände und dem Austausch der Fenster eine der häufigsten und effizientesten Maßnahmen zur energetischen Ertüchtigung von Bestandsgebäuden. Durch unterschiedlichste Alter und Bauweisen der Bestandsbauten sind hier oft stark variierende Ausgangssituationen (z.B. Aufbauten und Anschlüsse) anzutreffen. Daher ist grundsätzlich eine gewissenhafte Bestandsaufnahme empfehlenswert. Nur so kann die lückenlose Luftdichtung des Gebäudes bzw. Bauteils (siehe dazu z.B. EnEV und DIN 4108-7 – Luftdichtheit von Gebäuden) wie gefordert sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Außerdem bietet eine detaillierte Bestandsaufnahme Sicherheit für Planer, Verarbeiter und Bauherren. Unvorhergesehene „böse Überraschungen“, die Mehraufwand und damit -kosten bzw. Schwierigkeiten bei der Verarbeitung verursachen, können so weitestgehend ausgeschlossen werden. Der Aufwand einer sorgfältigen Bestandsaufnahme relativiert sich durch das Plus an Planungs- und Verarbeitungssicherheit, das minimierte Risiko von Mehraufwand und eine schnellere und sichere Ausführung – was gerade bei Arbeiten, die der Witterung ausgesetzt sind, eine große Rolle spielt.

Neben der Bestandsaufnahme, werden sichere Lösungen zur Herstellung von Luftdichtheit und Tauwasserschutz mit zusätzlichen Reserven für unvorhergesehene Unwegbarkeiten gefordert. Darüber hinaus sind natürlich gewisse Kenntnisse von Planern und/oder Handwerkern über Einsatzbereiche, Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten entscheidende Faktoren für die Planung und Durchführung von wirtschaftlichen, rentablen und zugleich sicheren Sanierungen.

Im folgenden Artikel werden die beiden mittlerweile meist verbreiteten Varianten zur Herstellung der Luftdichtheit bei der Dachsanierung von außen mit Zwischensparrendämmung genauer beleuchtet: die sog. Sub-and-Top-Verlegung und die flächige Verlegung einer Bahn auf der Sparrenoberseite mitten in der Dämmebene.

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Das Känguru fragt: Was ist Flankendiffusion?

Das Känguru fragt nach und pro clima Techniker stehen Rede und Antwort zu kniffligen Bauphysik-Themen:

Kaenguru_flankendiffusionLuftdichtheit ist gut, aber noch nicht alles: Da ist noch die Diffusion. Wenn wir im Bau von Diffusion sprechen, meinen wir damit, dass Feuchtigkeit nach und nach durch ein Bauteil transportiert wird. Angetrieben wird der Transport durch den Druckunterschied zwischen innen und aussen. Da Wassermoleküle immer vom Warmen ins Kalte wollen, findet die Diffusion im Winter normalerweise von innen nach außen statt. Eine Dampfbremse behindert den Moleküldurchgang. Weiterlesen

Keine Angst vor Luftdichtung und Qualitätskontrolle

Blower-Door-Messdienstleister diskutieren aktuelle Anforderungen bei der FliB Mitgliederverammlung

Blower-Door-Messdienstleister aus ganz Deutschland sind am 12. Mai nach München gereist, um sich über Normen, Praxistipps und Anforderungen rund um die Gebäudedichtheit auszutauschen. Anlass war die Mitgliederversammlung des Fachverbandes Luftdichtheit im Bauwesen e.V. FLiB

FLiB-Vorstand Wilfried Walther

FLiB-Vorstand Wilfried Walther

Um den aktuellen Stand zu vermitteln und Fragen aus dem Alltag der Luftdichtheisprüfer zu beantworten, hatte der FLiB neben Vorträgen auch Workshops organisiert. So diskutierten Sachverständige, Ingenieure, Zimmerermeister und Messdienstleister unter anderem über die Herausforderungen bei der Gebäudepräparation und erörterten die Interpretationen der Anforderungen an die Gebäudedichtheit.

Im Interview mit pro clima TV sprach FLiB Geschäftsführer Oliver Solcher über das Infoportal Luftdichtes Bauen und über Neuerungen für Blower-Door-Messdienstleister. Dabei erklärte er, dass mit der aktuellen Ausgabe der ISO 9972 eine DIN-Norm für Blower-Door-Messungen herausgegeben wurde, diese aber noch keinen Einfluss auf die Messdienstleister habe. Hintergrund: Das Deutsche Institut für Normung habe die Vorgängernorm DIN EN 13829 zurückgezogen, aber in der aktuellen Energieeinsparverordung EnEV ist diese noch enthalten. So lange diese EnEV gilt, messen die Luftdichtheitsprüfer nach der DIN EN 13 829. Das ganze Interview mit Oliver Solcher: https://youtu.be/yLED6_zhbvk

Auswirkung der Bewertung von Leckagen auf Gebäudekonstruktionen

FLiB-Geschäftsführer Oliver Solcher bei der Mitgliederversammlung in München.

FLiB-Geschäftsführer Oliver Solcher bei der Mitgliederversammlung in München.

Wann ist ein Loch in der Gebäudehülle unkritisch, wann ist es eine Leckage, die zu Bauschäden führen kann? Der FliB beschäftigt sich mit dieser Frage seit Jahren und hat sowohl eine Arbeitsgruppe, also auch ein Forschungsprojekt initiiert. Blower-Door-Messdienstleister und Energieberater Thomas Kretzschmar spricht im pro clima TV Interview über die Schwierigkeit, Leckagen zu bewerten und erklärt, warum dies jedoch wichtig für Messdienstleister und für die Gesamtkonstruktion eines Hauses ist: https://youtu.be/VrBtlV2r5P4

Trotz EnEV und KfW-Fördermitteln: Vorbehalte gegenüber Luftdichtheit

Warum es immer noch Vorbehalte gegenüber Luftdichtheit gibt und wie Handwerker die Angst vor der Verarbeitung verlieren können, darüber hat pro clima TV mit dem Sachverständigen und Zimmerermeister Rainer Glemser gesprochen: https://youtu.be/lf81AgYcLzA
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Warum gibt es eigentlich Vorbehalte gegenüber Luftdichtheit?

Als Zimmerermeister, Sachverständiger und Luftdichtheitsprüfer ist Rainer Glemser regelmäßig mit der Gebäudehülle in Kontakt. Im pro clima TV Interview sprechen wir darüber, warum es immer noch Vorbehalte gegenüber Luftdichtheit gibt und wie Handwerker die Angst vor der Verarbeitung verlieren können. Außerdem erklärt Rainer Glemser, warum er zur Mitgliederversammlung des FLiB – Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen – gereist ist und warum es wichtig ist, die Luftdichtheit von verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

Mehr über Rainer Glemser: www.holzbau-glemser.de
Mehr zum FLiB: www.flib.de und www.luftdicht.info

Beratung
Falls Sie Fragen zur Luftdichheit allgemein haben oder bei einem konkreten Projekt – unsere Technik-Hotline hilft gerne weiter. Entweder telefonisch (Mo-Fr 8-12 Uhr; 13-17 Uhr) oder per E-Mail: technik@proclima.de
Außerhalb dieser Zeiten steht Ihnen auch das pro clima Außendiensetteam zur Verfügung. Hier sehen Sie, wer in Ihrer Nähe erreichbar ist: https://de.proclima.com/service/aussendienst

Neuerungen für Blower-Door-Messdienstleister

Jedes Jahr treffen sich die Mitglieder des Fachverbandes Luftdichtheit im Bauwesen FLiB, um in Workshops und Vorträgen den aktuellen Stand bei Blower-Door-Messungen zu diskutieren. Es geht dabei u.a. um die Umsetzung von Normen, Bewertung von Leckagen, Gebäudepräparation und Praxistipps.

pro clima TV hat Oliver Solcher, Geschäftsführer des FliB, auf der Mitgliederversammlung im Mai in München interviewt. Oliver Solcher spricht über die drei Neuerungen für BlowerDoor-Messdienstleister: Die ISO 9972, das zweite Buch des Fachverbandes und Fortschritte beim Luftdichtheitskonzept.

Links:
www.flib.de
www.luftdichtinfo.de

 

Kompaktseminar mit Dachdecker-Meisterschülern: Durch gute Produkte schnelle und sichere Ergebnisse

IMG_7289.JPGDie angehenden Meister der Meisterschule für Dachdecker in Karlsruhe wollten es wissen: Was ist der aktuelle Stand bei Wärmedämmsystemen, welche Kniffe gibt es, um die Arbeit sicherer, leichter und schneller zu machen und wie wird die Qualität ihrer Arbeit überprüft.

Daher habe ich an zwei Tagen die Meisterklasse besucht und habe mit den Jungs Theorie und Praxis zu Luft-, Winddichtung und Detailpunkte durchgenommen. Dabei haben wir auch an 1:1 Modellen gearbeitet. Das Feedback war gut, weil sich oft Theorie und Praxis etwas unterscheiden. Beispielsweise ist jede Sanierung anders, als Handwerker stößt man auf Übergänge, für die es keine Standard-Lösung gibt. Typische Herausforderungen sind die Trauf- und Ortganganschlüsse.

Hier habe ich den Meisterschülern gezeigt, welche vorgefertigten Lösungen es dafür gibt: Beispielsweise mit der vorgefertigten Winkelleiste TESCON FIX. Die Winkelleiste erleichtert den sauberen Anschluss zwischen den Sparren. Weiterlesen

Dauerhaft luftdicht mit pro clima: 100 Jahre Klebekraft bestätigt – pro clima TESCON VANA, UNI TAPE und TESCON No.1 von unabhängigem Institut geprüft

V3_100Jahre-neuWärmedämmung und Luftdichtung eines Gebäudes sollten ein Bauteilleben lang, also mindestens 50 Jahre lang, zuverlässig funktionieren. Nach einem unabhängigen Test gewährleisten pro clima Klebebänder die sichere Luftdichtung auch noch nach 100 Jahren. Das zeigt eine Prüfung der Gesamthochschule Kassel.

Die GH Kassel hat mit dem Projekt „Qualitätssicherung klebebasierter Verbindungstechnik für Luftdichtheitsschichten“ ein Verfahren entwickelt, in dem Klebebandverbindungen 120 Tage lang einer künstlichen Alterung durch extreme Klimabedingungen unterzogen werden. Anschließend müssen die Verklebungen noch bestimmte Mindestzugfestigkeiten aufweisen. 120 Tage unter künstlicher Alterung entsprechen einem Zeitraum von 17 Jahren unter normalen Klimabedingungen.

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Klebebänder TESCON VANA, UNI TAPE und TESCON NO.1

pro clima hat den Test für die Klebebänder TESCON VANA, UNI TAPE und TESCON No.1 von 120 auf 700 Tage verlängern lassen und auch diese Prüfung sicher bestanden. 700 Tage künstliche Alterung entsprechen 100 Jahren normaler Alterung. „Damit haben wir die Erwartungen des Forschungsprojekts deutlich übertroffen“, so Michael Förster, Leiter der pro clima Anwendungstechnik.

Das Fazit: Mit den pro clima Klebebändern können Dampfbrems- und Luftdichtungsbahnen, sowie Holzwerkstoffplatten gemäß der normativ geforderten dauerhaften Luftdichtheit (DIN 4108-7, SIA 180 und OENORM B8110-2 ) besonders sicher verklebt werden.

Die Bestätigung steht zum Download auf der pro clima Internetseite zur Verfügung https://de.proclima.com/media/downloads/pro_clima_100_Jahre_Klebkraft_bestaetigt.pdf

Die Pressemitteilung als PDF:
PM-16-04-100 Jahre Klebkraft

Bilder zur Pressemitteilung:
https://picasso.moll-group.eu/gallary/main.php/v/pub/presse/2016/PM4+-+100+Jahre+Klebkraft/

 

 

DACH+HOLZ 2016: Neuheiten für die sichere Dichtung der Gebäudehülle und druckfrisches Planungs- und Sanierungshandbuch WISSEN 2016/17

Fachkompetenz, neue Lösungen, Verarbeitungstipps und das neue Planungs- und Sanierungshandbuch WISSEN: Das finden Verarbeiter, Planer und Architekten auf der DACH+HOLZ in Halle 3, Stand 3.200 bei pro clima. Hier steht auch eine Aktionsfläche parat, auf der viele Produktneuheiten praktisch im Maßstab 1:1 ausprobiert werden können.

„Als Entwickler und Hersteller von Systemen zur sicheren Luftdichtung innen und Winddichtung außen sind uns gerade auch die praxisgerechten Detaillösungen zur Unterstützung von Planern und Verarbeitern auf der Baustelle wichtig“, so Architekt und Marketingleiter Oliver Goldau. „Energie sparen, Bauschäden vermeiden und Wohngesund leben sind seit jeher pro clima Themen. Schon vor 22 Jahren, als die Marke pro clima entwickelt wurde, war das Ziel, die Baukultur voran zu bringen. Im neuen Planungs- und Sanierungshandbuch pro clima WISSEN haben wir unser aktuelles Knowhow zusammengeführt. Dieses Wissen wollen wir teilen.“

Das WISSEN bereitet Neubau- und Sanierungsthemen fundiert und verständlich auf.

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Das neue WISSEN 2016/17: Erhältlich auf der Dach+Holz in Halle 3, Stand 3.200 oder per Post kostenfrei zusenden lassen

„Das neue 448 Seiten umfassende Handbuch enthält alle elementaren Punkte zur Luftdichtung innen und Winddichtung außen: Eindeutige Verarbeitungshinweise zur sicheren Ausführung, Planungs- und Konstruktionshinweise für alle Systeme sowie Produkte mit technischen Daten und Lieferformen im Überblick. Ein umfangreiches Kapitel liefert Studien und Hintergrundwissen zur Bauphysik – auch für Nichtbauphysiker verständlich formuliert. Zudem zeigt das WISSEN 2016/17 mehr als 100 Konstruktionszeichnungen zu allen relevanten Details in der Gebäudehülle in Neubau und Sanierung.

Das Planungs- und Sanierungshandbuch kann ab sofort kostenfrei bestellt werden:

Auf der DACH+HOLZ kann das WISSEN in Halle 3, Stand 3.200 mitgenommen werden.

Pressemitteilung als PDF:
PM_2016_02_DACH+HOLZ2016_WISSEN2016-17

Bilder zur Pressemitteilung finden Sie hier:
https://picasso.moll-group.eu/gallary/main.php/v/pub/presse/2016/DACHHOLZ2016_WISSEN/

 

Luftdichtungsseminar im Bildungszentrum Biberach

Bildschirmfoto 2016-01-13 um 19.49.19Das Bildungszentrum Holzbaz Baden-Württemberg, auch bekannt als Zimmererzentrum Biberach, bietet regelmäßig Seminare zur dichten Gebäudehülle an.

 

 

Die nächsten Termine:

  • 11.01.2016
    Fachkraft Luftdichte Gebäudehülle für Zimmerer Theorie & Praxis
  • 14.-16.01.2016
    Energieeffiziente Dachsanierung (Schlaufen durch Dach über den Sparren) für Zimmerer, Planer, Energieberater
  • 22.01.2016
    Fachkraft Luftdichtheit für Heizung-Sanitär-Elektro-Lüftungsbauer
  • 16.03. 2016
    Lehrer +Dozentenfortbildung

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Ausbildung im Bildungszentrum Holzbau in Biberach

Das Schmetterlingsmodell von der anderen Seite. Es simuliert ein bewohntes Gebäude, bei dem der Dachstuhl saniert werden sollen. Vor allem kritisch sind hier die Lehrrohre und Durchdringen. „Wir empfehlen zudem den Folienstoß auf dem Sparren zu machen und nicht quer. Wichtig sind auch die Randanschlüsse rechts an der OSB platte. Und unten links wird mit Primer und Flüssigkleber die Luftdichtungsebene an den Putz angeschlossen.

Das Schmetterlingsmodell von einer Seite. Es simuliert ein bewohntes Gebäude, bei dem der Dachstuhl saniert werden soll. Kritisch sind hier vor allem die Leerrohre und Durchdringen. „Wir empfehlen zudem den Folienstoß auf dem Sparren zu machen und nicht quer. Wichtig sind auch die Randanschlüsse rechts an der OSB-Platte. Und unten links wird mit Primer und Flüssigkleber die Luftdichtungsebene an den Putz angeschlossen, erläutert Helmut Schuler, Zimmerermeister und Ausbilder am Bildungszentrum Biberach.

Aufklären, damit Know-how der Zimmerer auf hohem Niveau bleibt

In Systemen, statt nur in Produkten, denken, auf Anschlussdetails achten und immer vorher wissen, was man tut – diesen Anspruch und diese Denkweise möchte das Bildungszentrum Holzbau Biberach seinen Seminarteilnehmern näher bringen.

Wie lässt sich diese Folie falten und einschneiden, wo liegen die Vor- und Nachteile? Wer während seiner Zimmererausbildung im Bildungszentrum Holzbau in Biberach an Kursen teilnimmt, muss genau erklären können, wie seine Verarbeitungsentscheidungen zustande kommen. „Auf der Baustelle muss der Lehrling später als Geselle oder Meister Auftraggeber und Planer überzeugen. Daher wollen wir, dass sich die Auszubildenden genau mit Systemen der verschiedenen Hersteller auseinandersetzen“, erklärt Helmut Schuler. Der Zimmerermeister bildet seit 21 Jahren Lehrlinge aus und legt als Spezialist für Gebäudesanierung, modernen Holzhausbau und luftdichte Gebäudehülle die Seminarinhalte fest.

Die Bedeutung der Luftdichtung haben noch nicht alle erkannt
Ein Schwerpunkt der Ausbildung in Biberach ist die Planung und Verarbeitung der luftdichten Ebene bei Neubau und Sanierung. „Das ist nicht bei allen Ausbildungszentren Bestandteil, weil noch nicht überall erkannt wurde, wie wichtig die luft- und winddichte Gebäudehülle für die Energieeffizienz und die Bauschadensfreiheit einer Konstruktion ist“, erklärt Helmut Schuler. Mehr als 500 Lehrlinge besuchen jährlich die Kurse bei Schuler und seinen Kollegen:„Das Schöne am Feedback der Betriebe ist, dass sie die Azubis gern zu uns schicken. Manche sagen zudem, dass sie von dem neu gelernten Wissen ihrer Lehrlinge dann auf der Baustelle profitieren. Schließlich vermitteln wir hier immer den aktuellen Stand der Technik und wir konzentrieren uns darauf, wie man schwierige und wichtige Details löst.“ Weiterlesen

Die Rolle der Luftdichtung bei Zimmererausbildung + Broschüre zur Lösung von Luftdichtungsdetails

Zimmerermeister Helmut Schuler bildet seit mehr als 20 Jahren im Bildungszentrum Holzbau Baden-Württemberg  in Biberach aus. Auf der BUILDAIR 2015 in Kassel hat er über die Entwicklung und Herausforderungen bei der Ausbildung gesprochen und die Broschüre „Richtlinie Ausführung luftdichter Anschlüsse“ vorgestellt.

Im pro clima TV Interview spricht Helmut Schuler über das Ausbildungsniveau in Biberach, die Rolle der Luftdichtung und über den gewerkeübergreifenden Leitfaden, der die wichtigsten Anschlussdetails der Luftdichtungsebene zeigt und Lösungen vorschlägt.
Links:

Das pro clima TV Team- Bertold Roth, Heide Gentner und Holger Merkel- hat auf dem Symposium Kassel verschiedene Referenten nach ihren Vorträgen interviewt:

19. Internationale Passivhaustagung 2015: Weiterentwicklung von Trends

Bildschirmfoto 2015-05-05 um 19.11.59Der Neubau von Passivhäusern ist technisch inzwischen leicht zu
realisieren. Spannender und die Aufgabe für die Zukunft ist:
Bestandsgebäude energieeffizienter zu machen. Bisher setzte dies eine
komplette Entkernung voraus, was recht kostspielig ist. Ein neuer Trend
wurde nun auf der Passivhaustagung 2015 in Leipzig vorgestellt: Die
schrittweise Sanierung zum Passivhaus – auch über ein Jahrzehnt hinweg.
Die internationale Passivhaustagung war wie immer sehr spannend und hat
großen Spaß gemacht. 1200 Besucher kamen zur Konferenz angereist und
zwar aus der ganzen Welt: Ich selbst war zum sechsten Mal dabei. Ich
durfte Vorträge auf der Fachausstellung halten – hier habe ich Auswirkungen von mangelnder Luftdichtung vorgestellt.

Es macht großen Spaß, jedes Jahr die Passivhaus-Community zu treffen. Es
sind engagierte Menschen mit großen Vision. Auch Planer aus Ländern wie
Griechenland und Rumänien waren da und wollen die Passivhausbauweise in
ihrer Heimat etablieren. Es ist schön zu sehen, dass Menschen, die
gerade von eine Krise gebeutelt werden, trotzdem nach vorne schauen.
Hier wollen wir mit unserem Know-How helfen. Als Exportmanager finde ich es interessant, die unterschiedlichen internationalen Bauweisen kennenzulernen. Schön zu sehen ist, dass bei vielen Projekten pro clima Systeme eingesetzt werden. Weiterlesen