pro clima bei Internationaler Passivhaustagung 2020: rundum digital

Ungewöhnliche Umstände erfordern neues Handeln: In diesem Jahr findet die internationale Tagung komplett im Netz statt. Dazu gehören Vorträge, eine Fachausstellung, Exkursionen und Netzwerken.

Vom 20. September bis zum 8. Oktober 2020 erhalten alle Passivhaus-Interessierte unter https://passivehouseconference.org/de/ neues Wissen, Diskussionen und Besichtigungen rund um das Thema Passivhaus.

Denn – Krise hin oder her – Klimaschutz und energieeffizientes Bauen ist ein Thema, was die Bauwelt beschäftigt. Auf der Online-Plattform werden etwa 1000 Besucher aus über 50 Ländern erwartet.

Virtueller Stand – menschliche Beratung – Ausstellung ist kostenfrei

Wir von pro clima sind mit einem Techniker-Team auch virtuell dabei. Schauen Sie doch vorbei, Sie können uns via Live-Chat angsprechen. Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei. Natürlich können Sie auch so uns immer ansprechen, unser Team der pro clima Technik-Hotline ist von montags bis freitags zwischen 8 und 12 unr 13 und 17 Uhr für Sie da: technik@proclima.de oder Tel: 06202/2782-56

Virtueller pro clima Messestand: Chatten Sie live mit dem pro clima Technikerteam.

Internationale Begrüßung

Da viele Besucher*innen aus dem englischsprachigen Raum die Passivhaustagung besuchen, hat unser Kollege Jens Lüder Herms die Begrüßung auf Englisch eingesprochen

Luftdichter Anschluss von Bauelementen

Anschlüsse der luftdichten Ebene zwischen Bauelementen: Wenn zwei Bauelemente aufeinander stoßen, entsteht im Regelfall eine Fuge. Für fachgerecht ausgeführte und bauschadensfreie Bauwerke ist es bekanntermaßen wichtig, dass die komplette Gebäudehülle nahtlos dicht ist.

Daher kommt es auf die Details an, genauer gesagt auf die Anschlüsse und Übergänge. Vor allem am Fenster zieht es schnell und oft. Hier eine Lösung: Mit einem geeigneten Klebeband den Anschluss abdichten. Dabei ist es wichtig, dass das Klebeband richtig angerieben bzw. in die Ecke gedrückt wird.

Aber was ist eigentlich ein geeignetes Klebeband? Hier auf dieser Baustelle seht ihr beispielsweise den Übergang zwischen Holzfaserplatte und Konstruktionsvollholz (KVH). Diesen Anschlüsse kann man mit perfekt mit pro clima Klebebändern abdichten. Auf den Fotos seht ihr:

1. das pro clima Allroundklebeband TESCON VANA. Hier hat Zimmerermeister Alexander Erny den Übergang zwischen OSB-Platte und KVH mit dem beliebten TESCON VANA luftdicht angeschlossen. Dabei hat er den praktischen Pressfix verwendet, damit es sofort fest haftet und durchgehend luftdicht ist.
2. das vorgefertigte Winkelanschlussband TESCON PROFECT. Dieses hat den Vorteil, dass es vorgefaltet ist, ein Teil der Trennfolie bereits abgezogen ist und ihr das Band sofort ankleben könnt. Eignet sich vor allem, wenn ihr schnell arbeiten möchtet. Wie TESCON VANA könnt ihr TESCON PROFECT innen und außen einsetzen.

Alexander Erny ist Zimmermeister und Bauingenieur, er beschäftigt sich mit Planung und Ausführung von Luftdichtheit. Er sagt:

„Wenn ich mit pro clima Klebebändern arbeite, dann weiß ich, dass sie gut zu verarbeiten, dauerhaft luftdicht und schadstoffarm sind. Wir haben uns mit unserem Holzbauunternehmen auf nachhaltiges, qualitatives Bauen spezialisiert. Daher ist uns wichtig, dass wir mit Produkten arbeiten, die einfach gut sind: Für das Gebäude, für die Konstruktion und für den Menschen.“

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Aus der Technik-Hotline (2) – Was sind die Vorteile einer Sub-and-Top-Dachsanierung?

Unser Team aus Ingenieuren mit Praxiserfahrung beantwortet täglich Fragen per E-Mail und am Telefon. In der Serie „aus der Technik-Hotline“ greifen wir gängige Themen auf und schreiben diese verständlich auf.

Wer nicht sein ganzes Haus sanieren möchte, aber dennoch Energie sparen will, der entscheidet sich meist für eine Dachsanierung. Bei der Dachsanierung gibt es mehrere Möglichkeiten. Diese haben wir in diesem Artikel erläutert.

Eine häufige Frage in der Technik-Hotline ist „Was sind überhaupt die Vorteile einer Sub-and-Top-Verlegung“? Schließlich ist es zeit- und materialaufwändig, da die Bahn in jedes Gefach geschlauft werden muss.

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Aus der Technik-Hotline (1) – Luftdichtung bei der Dachsanierung: Wann eignet sich was?

Unser Team aus Ingenieuren mit Praxiserfahrung beantwortet täglich Fragen per E-Mail und am Telefon. In der Serie „aus der Technik-Hotline“ greifen wir gängige Themen auf und schreiben diese verständlich auf.

Frage 1: Luftdichtung bei der Dachsanierung: Wann eignet sich was?

Für die Dachsanierung von außen eignen sich die Sub-and-Top- und die flächige Verlegung der Luftdichtungsbahn auf den Sparren. Beide Vorgehensweisen bieten Vor- und Nachteile. Bei der Entscheidung für ein System spielen unterschiedlichste Faktoren eine Rolle.

Bei der Sub-and-Top-Verlegung verläuft die Bahn im Gefach unterhalb der Wärmedämmung. Das ist bauphysikalisch optimal auf der raumbeheizten Seite.

Bei der Sub-and-Top-Verlegung verläuft die Luftdichtungsbahn zum Einen unterhalb der Gefachdämmung auf der verhandenen Innenbekleidung oder auf Sparschalung und zum Anderen über den Sparren. Die Bahn muss daher die Funktion einer Dampfbremse erfüllen und sollte, da sie auf dem Sparren an der Kaltseite der Konstruktion verläuft und dort Kondensatbildung droht, ebenfalls feuchtevariable Eigenschaften haben. Werden in dieser Anwendung Dampfbremsen mit konstanten sd-Werten eingesetzt, erfordern diese im Regelfall eine zusätzliche Überdämmung des Sparrens, damit bauteilschädigender Tauwasserausfall vermieden wird. Alternativ sind Bahnen erhältlich, bei denen sich die Dampfbremssicht teilweise ablösbaren lässt.

Einer der Vorteile von Sub-and-Top liegt darin, dass die Luftdichtungs- und Dampfbremsebene warmseitig der Dämmung verläuft und so die Wärmedämmung vor Durchfeuchtung geschützt wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei der Sub-and-Top-Variante mit feuchtevariablen Dampfbremsen meistens auf eine zusätzliche Überdämmung verzichtet werden kann – Anschlüsse an Schornsteine oder andere Dacheinbauten müssen also nicht aufwendig geändert werden.

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Unabhängig, bauaufsichtlich anerkannt, europäisch: 
Feuchtevariables Dampfbremssystem INTELLO hat ETA-Zulassung erhalten

Europäische Technische Bewertung bestätigt hohe Haltbarkeit auch bei verschärfter Beanspruchung und Kompatibilität mit DIN 68000-2

Lange haltbar, auch bei extremer Hitze und Kälte: Die pro clima Luftdichtungsbahnen INTELLO und INTELLO PLUS sind feuchtevariabel und stark belastbar. Das hat nun auch die unabhängige bauaufsichtliche Prüfung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) bestätigt.

„Unsere feuchtevariablen Dampfbremsen INTELLO und INTELLO PLUS waren mit der DB+ die ersten feuchtevariablen Luftdichtungsbahnen, die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen worden sind. Jetzt verfügen sie zudem über eine Europäisch Technische Bewertung (ETA) und damit auch über den nach DIN 68000-2 für Dampfbremsen mit feuchtevariablem Diffusionswiderstand geforderten Nachweis des Alterungsverhaltens“,

sagt Zimmerer und Bauingenieur Michael Förster, der die pro clima Anwendungstechnik leitet.
Sicherheit in der Konstruktion Luftdichtungssystem INTELLO
Feuchtevariable Hydrosafe-Dampfbrems- und Luftdichtungsbahn INTELLO. Das Hochleistungs-System für maximale Sicherheit – auch in bauphysikalisch anspruchsvollen Konstruktionen.

Vorteile von feuchtevariablen Dampfbremsen: maximale Sicherheit für die Konstruktion

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Warum polarisieren Passivhäuser?

Gesprächsteilnehmer*innen

avatar Heide Merkel
avatar Roland Matzig
Interview Passivhaus Roland Matzig mit Heide Merkel

Sie sind großartig, das Beste überhaupt. Sagen die einen. Was für ein Quatsch, braucht keiner. Sagen die anderen. Und zwar, wenn es um Passivhäuser geht.

Auf der Pro Passivhaus Mitgliederversammlung habe ich den Architekten Roland Matzig getroffen und mit ihm diskutiert. Da ich gemerkt habe, wie emotional und polarisierend das Thema ist, habe ich ihn gebeten, mit mir im Bauradio-Podcast weiter zu diskutieren.

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Sprüh- und streichbare Luftdichtung für schwierige Details

Neu: pro clima AEROSANA VISCONN jetzt auch beim Fensteranschluss einsetzbar

Schwierige und schwer zugängliche Details: Mit der streich- und sprühbaren Luftdichtung AEROSONA VISCONN sind herausfordernde Anschlüsse kein Problem mehr. Handwerker können sie auf bauüblichen Oberflächen entweder aufstreichen oder aufsprühen. Das Besondere: Die Sprühfolie hat bei Emissionsprüfungen beste Werte, das schützt Verarbeiter und später die Bewohner des Gebäudes.

Neu: pro clima AEROSANA VISCONN jetzt auch beim Fensteranschluss einsetzbar
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Feuchtevariabel und vollflächig klebend: Das neue Fensteranschlussband von pro clima

Einfache Fenstermontage mit CONTEGA SOLIDO IQ

Es ist innen und außen einsetzbar, transportiert ungewollte Feuchtigkeit aus der Fensteranschlussfuge und ist vollflächig klebend: Das neue Anschlussklebeband von pro clima – CONTEGA SOLIDO IQ – wird künftig die Montage von Fenstern erleichtern und vor Bauschäden schützen. Innen eingebaut ist es dampfbremsend und luftdicht. Außen montiert ist es schlagregensicher, diffusionsoffen und winddicht.

Fensteranschlussband Contega Solido IQ
Vereinfacht die Lagerhaltung und beugt Montagefehlern vor: CONTEGA SOLIDO IQ. Das Intelligente Fensteranschlussband für den Einsatz innen und außen.
Verabeitung Fensteranschlussband Contega Solido IQ
Vollflächiges, intelligentes Fensteranschlussband für den Einsatz innen und außen.
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Kompaktes Update Sanierungswissen bei der Dach-Praxis-Tour 2019

An einem Schulungstag einen breiten Überblick über aktuelle Lösungen für die Dachsanierung von außen gewinnen: Diese Chance nutzten die Teilnehmer der diesjährigen Dach-Praxis-Tour, die am 14. November 2019 in Blaubeuren zu Ende ging. Im Zentrum standen praktische Fragen rund um Luftdichtung, Dämmung, Dachflächenfenster und die Ziegeleindeckung.

Viele davon stellen sich immer wieder neu – denn jede Dachsanierung ist anders. Als Zugabe ging’s dann in die Luft, aus der man bekanntlich den besten Überblick hat: Im Gastvortrag „Der fliegende Meterstab“ lernten die Tour-Besucher ein neues Verfahren kennen, bei dem Dächer per Überflug mit einer Kamera-Drohne aufgemessen werden.

Hier kommen Details groß raus: Aufgrund der Live-Übertragung konnten Teilnehmer der Dach-Praxis-Schulungen jeden Schritt der Praxisvorführungen entspannt und ganz ohne Gedrängel eins zu eins mitverfolgen.
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100 % Luftdichtung – macht das Sinn? Ist das im Altbau überhaupt möglich?

Wer anfängt, sich mit Luftdichtung zu beschäftigen, landet in unterschiedlichen, z. T. heftigen Diskussionen. Beispielsweise, ob eine 100-prozentige Luftdichtung überhaupt sinnvoll sei. Oder, dass im Altbau eine absolut dichte Gebäudehülle nicht möglich sei.

Ja, Luftdichtung macht Sinn. Sie ist die Basis dafür, dass eine Wärmedämmung überhaupt funktioniert. Gäbe es keine dichte Gebäudehülle, würde aufwendig erzeugte Wärme einfach verpuffen. So als würden wir im Winter mit dicken Pullover, aber ohne winddichte Jacke Ski fahren. Wer fachgerecht und mit den richtigen Produkten luftdicht plant und verarbeitet, wird nicht von Feuchteschäden in der Konstruktion überrascht .

Aber ist 100% Luftdichtung im Bestand, also bei der Sanierung von Altbauen überhaupt möglich? Hier streiten sich die Experten. Jeder, der ein Sanierungsprojekt hat, wägt zuerst gemeinsam mit dem Auftraggeber ab, was finanziell und konstruktiv Sinn macht.

„Wer ein altes Gebäude komplett luftdicht haben will, muss

Zimmermeister Jochen Götz

Zimmermeister Jochen Götz

sich klar sein, dass der Aufwand sehr hoch ist“, sagt mein Kollege Jochen Götz, der als Zimmermeister 20 Jahre lang Häuser saniert hat. „So gibt es beispielsweise Decken, die luftdurchströmt sind, die man nicht so einfach erreicht. Hier müsste man sehr viel zurückbauen – beispielsweise die Wand freilegen oder den Boden öffnen. Da stellt sich dann die Frage, wann sich diese Investition wieder ausgleicht. Die meisten wollen ihr Dach oder Haus saniert haben, dass es weniger zieht und schön warm ist. Und Energiekosten drastisch reduzieren.“

Mein Kollege Philipp Küchler aus der Schweiz sagt: „Früher habe ich auch gedacht, dass ein Altbau nicht nachträglich komplett luftdicht saniert werden kann. Ich denke jedoch, dass mit der neuen sprühbaren Luftdichtung Aerosana Visconn auch das möglich ist.“

Welche Erfahrung habt ihr? Erstellt ihr selbst das Luftdichtheitskonzept? Was macht euch Spaß bei der Sanierung, wo sind die Schwierigkeiten? Ich freue mich auf eure Kommentare. Weiterlesen

Praktisch bei großen Holzbauprojekten: diffusionsoffener Witterungsschutz

Staatl. geprüfter Bautechniker und Tischler aus der pro clima Anwendungstechnik Markus Kilian

Markus Kilian (links) arbeitet in der Anwendungstechnik bei pro clima.

Schnell ausgerollt, selbstklebend, wasserdicht und diffusionsoffen für zügiges Austrocknen von baubedingter Feuchte – das sind einige Eigenschaften der Witterungsschutzbahn Solitex Adhero.

„Natürlich gibt es hier schon verschiedene Lösungen, aber die Diffusionsoffenheit macht die Bahn einzigartig in der Baubranche“,

erzählte mir mein Kollege Markus Kilian neulich bei einer Holzbauveranstaltung.

Solitex Adhero ist recht beliebt in der Holzbaubranche. Aber warum eigentlich? Das habe ich meine Kollegen aus der pro clima Anwendungstechnik und Forschung und Entwicklung gefragt. Techniker Markus Kilian sprach mit mir über seine Baustellen-Erfahrungen und echten Rückmeldungen von Planern und Handwerken. Ingenieur Jens Lüder Herms von pro clima hat die Bahn mit entwickelt und erläuterte, welche Gedanken sich das Forschungs- und Entwicklungsteam dabei gemacht hat. Weiterlesen

Die Fuge: Von der Schnittstelle zur Nahtstelle

Lässt sich der Fensteranschluss analog zu Dach und Wand realisieren?

Auf die Abwehr von Wasser als Bauschadensfaktor Nr. 1 müssen Planer und Handwerker generell großes Augenmerk legen. Manch einer hat schmerzhaft erfahren müssen, dass die Mangel- und Bauschadensfreiheit an der Dichtheit der Gebäudehülle hängt. In der Praxis haben sich bei allen Bauteilen zwei Ebenen als sinnvoller Schutz erwiesen. Daher kann es sich auch beim Fensteranschluss lohnen, über eine mehrstufige Abdichtung nachzudenken. Gerade bei Sanierungen wird es kompliziert, da es oft keine Standardlösungen gibt. Mit genauem Blick auf die Gegebenheiten und detaillierter Planung lässt sich solch ein Bauvorhaben erfolgreich realisieren.

Die 1964 im Südharz erbaute Doppelhaushälfte vom DDR Eigenheim-Typ 58 D51 Mz sollte energetisch deutlich aufgewertet werden und gleichzeitig ihren ursprünglichen Charakter behalten. Damit standen für den Bauherrn Energieeffizienz und maximaler Schutz vor Feuchte mit gut geplanten Konstruktionsdetails ganz oben auf der Agenda. Für den Feuchteschutz muss eine Konstruktion sowohl von innen als auch von außen betrachtet werden: Schlagregenbelastung von außen sowie Diffusions- und Konvektionsströme durch die Konstruktion (überwiegend von innen). Die Sanierung packte der Bauherr selbst an. Als Holzbauingenieur mit eigenem Fensterbauunternehmen brachte er Fachwissen und handwerkliche Fähigkeiten für viele Bereiche der Maßnahme mit. Weiterlesen