Das Känguru fragt: Muss man Tackerklammern überhaupt abkleben?

Das Känguru fragt nach und pro clima Techniker stehen Rede und Antwort zu kniffligen Bauphysik-Themen:
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Christoph Böhringer, pro clima Anwendungstechniker:
“Hallo Känguru, schön, dass du fragst, denn ich bin der Meinung, dass es immer besser ist vorher zu fragen. Na ja, was soll ich Dir sagen, es ist wie so oft: Es kommt darauf an! Halt, noch einfacher: Grundsätzlich nein, aber…

Wenn wir uns zuerst die Norm anschauen (da müssen wir in die DIN 4108-7 reinschauen), dann sagt die folgendes dazu: „Die Perforation durch die Verbindungsmittel der Bahnenmontage sind für die Luftdichtheit unbedeutend.“ Da sagt uns also die Norm eindeutig, dass die Tackerklammern zwar da, aber unbedeutend sind. Im Weiteren wird dann über die Pressung und den Begriff „stiftförmig“ gesprochen – und da ist nun die Einschränkung: „Es-kommt-darauf-an“. Weiterlesen

Sichere Innendämmung mit Faserdämmstoffen – Was ist zu beachten?

Aufhänger

Innendämmung einer Riegelwand mit feuchtevariabler Dampfbremse

Die Sparziele, die mit dem Klimaver­trag von Paris vereinbart wurden, sind ehrgeizig. Die globale Erwärmung des Klimas soll auf maximal zwei Grad begrenzt bleiben. Deswegen sollen in der EU alle Neubauten ab spätestens 2020 energieneutral beheizbar sein. Zur Sanierung der Altbauten bestehen vielfältige Förderprogramme. Leider werden in Deutschland aber nur ca. 1 % der Altbauten pro Jahr ener­getisch erneuert. Der durchschnitt liche Heizenergiebedarf der noch nicht renovierten Altbauten liegt bei 160 KWh, was umgerechnet 16 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr entspricht. Dämmtechnisch wäre ohne weiteres eine Verbesserung um denFaktor 10, auf nur noch 15 KWh bzw. 1,5 Liter möglich. Der verbleibende Verbrauch kann durch Eigenproduktion, zum Beispiel mit Photovoltaik und einer thermischen Solaranlage, ausgeglichen werden. Als Resultat ergibt sich so ein Null­energie haus. Diese Sparziele scheitern jedoch häufig an Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung im Bestand. Altbauten schränken oft schon durch ihre Baukonstruktion die Sanierungs­möglichkeiten ein. So werden beispielsweise Wände am effektivsten von außen gedämmt. Das ist aber nicht möglich, wenn die Fas­sade erhalten bleiben muss oder ein Sichtfachwerk erhalten bleiben soll. Im Sanierungsfall kommt dann eine Innendämmung zum Zug.

Welche Innendämm-Systeme gibt es überhaupt?

Es sind verschiedenste Systeme für Innendämmungen auf dem Markt. So gibt es beispielsweise kapillaraktive Systeme mit Mineralschaum oder Holzfaserplatten. Diese werden raum­seitig verputzt und mit der bestehen den Wand mineralisch verklebt und
verdübelt. Die Feuchteregulierung er­folgt bei diesen Systemen durch einen kapillaren Feuchtetransport nach in­nen. Leider sind dadurch die maximal erzielbaren Dämmstärken auf 100 mm beschränkt. Hinzu kommt, dass die meisten dort eingesetzten Dämmstoffe aufgrund der notwendigen erhöhten Festigkeit als Putzträger keine so opti­male Dämmwirkung erzielen können. Als effektiver in Dämmwirkung und

Aufbau haben sich Konstruktionen mit Holz­ oder Metallständern und dazwischen eingebauten faserförmigen Dämmstoffen erwiesen, weshalb es in der Folge hauptsächlich um diese Konstruktionen geht.

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Allroundklebeband für innen und außen: TESCON VANA

Hohe innere Festigkeit, wasserfester SOLID-Kleber, beste Werte im Schadstofftest: Anwendungstechniker Jens-Lüder Herms stellt in dieser pro clima TV Folge das beliebte Allround-Klebeband TESCON VANA vor.

Jens-Lüder Herms von der pro clima Forschung und Entwicklung demonstriert, wie TESCON VANA auf Dampfbrems- und Luftdichtungsbahnen klebt –  auch bei nassen Oberflächen.

Das Datenblatt mit Anwendungsbereich und Lieferformen finden Sie hier:

Bildschirmfoto 2016-07-11 um 11.16.19 Weiterlesen

Bauradio: Interview mit Geschäftsführer des Fachverbands Luftdichtheit im Bauwesen FliB

Oliver Solcher (rechts), Geschäftsführer FLiB beim bauradio Interview mit Heide Gentner.

Oliver Solcher (rechts), Geschäftsführer FLiB beim bauradio Interview mit Heide Gentner.

Auf der Mitgliederversammlung 2014 des Fachverbands für Luftdichtheit im Bauwesen – kurz:  FliB –  hat pro clima Bauradio dessen Geschäftsführer Oliver Solcher getroffen. Solcher plädiert dafür, dass bei jedem Bauprojekt ein Konzept zur Luftdichtung detailliert vorbereitet werden muss. Er hat dazu eine Arbeitsgruppe innerhalb des FliB initiiert, die die Planung unterstützen soll.

Im Interview spricht er über die Schwierigkeiten und Knackpunkte bei der Planung der Luftdichtungsebene. Zudem spricht er über den aktuellen Stand und Ziel der Arbeitsgruppe Luftdichtheitskonzept und darüber, welche Rolle die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW bei der Qualitätssicherung spielt.

Hier geht´s zum Interview:

http://blog.proclima.com/de/2014/05/bauradio-004/

Luftdichtungsebene richtig planen und ausführen

Oliver Solcher (rechts), Geschäftsführer FLiB beim bauradio Interview mit Heide Gentner.

Oliver Solcher (rechts), Geschäftsführer FLiB beim bauradio Interview mit Heide Gentner.

Auf der Mitgliederversammlung 2014 des Fachverbands für Luftdichtheit im Bauwesen – kurz:  FliB –  hat pro clima Bauradio dessen Geschäftsführer Oliver Solcher getroffen. Solcher plädiert dafür, dass bei jedem Bauprojekt ein Konzept zur Luftdichtung detailliert vorbereitet werden muss. Er hat dazu eine Arbeitsgruppe innerhalb des FliB initiiert, die die Planung unterstützen soll.

Im Interview spricht er über die Schwierigkeiten und Knackpunkte bei der Planung der Luftdichtungsebene. Zudem spricht er über den aktuellen Stand und Ziel der Arbeitsgruppe Luftdichtheitskonzept und darüber, welche Rolle die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW bei der Qualitätssicherung spielt.

Hier eine Übersicht der Fragen:

  • Laut DIN 4108-7 wird ein Luftdichtheitskonzept so erstellt, indem man einen Stift nimmt und eine durchgehende Linie ohne abzusetzen zeichnet. Das hört sich einfach an, trotzdem gibt es jetzt sogar eine Arbeitsgruppe des FliB zum Luftdichtheitskonzept. Was ist daran so kompliziert?
  • Inwiefern unterstützt der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e.V. FliB seine Mitglieder bei der Planung der Luftdichtheitsebene?
  • Architekten brauchen vermutlich die FliB-Checkliste nicht. Werden Architekten eventuell klagen, dass der FliB ihnen die Arbeit wegnimmt?Wer die Luftdichtungsebene bis ins Detail plant und dies so in einer Ausschreibung vermerkt, filtert automatisch Dienstleister heraus, die die Ausführung nicht fachgerecht können?
  • Wie detailliert wird die Checkliste sein? Enthält sie auch Materialvorschläge?
  • Wer ist alles in der FliB Arbeitsgruppe Luftdichtheitskonzept?
  • Warum ist es wichtig, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW auch in der Arbeitsgruppe engagiert ist?
  • Auf der QUBE-Tagung wurde festgestellt: Jeder will Qualität, trotzdem wird überall gespart und kaum jemand will so richtig Geld für Qualität ausgeben. Welche Rolle spielt hier die KfW?
  • Wann werden Sie die Checkliste der Arbeitsgruppe Luftdichtheitskonzept herausgeben?

Links:

Weitere Bauradio-Interviews

 

Sommerworkshop zur Luftdichtheit – „Leckagen vorher ausschließen“

Logo Schnittstelle Baustelle

Logo Schnittstelle Baustelle

In der pro clima Zentrale in Schwetzingen hat ein Luftdichtheits-Sommerworkshop von Schnittstelle Baustelle stattgefunden. Die Referenten Paul Simons, Geschäftsführer Blower Door GmbH, und Leonhard Morche, pro clima Anwendungstechniker sind mit den Teilnehmer Praxisbeispiele durchgegangen und sich mit Konzept, Detail und Messung der Luftdichtheit beschäftigt.

Der Bericht zum Sommerworkshop steht im Schnittstelle Baustelle Blog:
Sommerworkshop: Luftdichtheit planen, kritische Stellen erkennen und Qualität überprüfen

Seminar in Springe am 9. September 2013: Luftdichtheit im Bestand

http://www.e-u-z.eu/euz-akademie/seminare/details/171-luftdichte-gebaeudehuelle--handw-korrekt-ausfuehren-u-pruefen.htmlWeitsichtige Planung, bauphysikalisch sicher abgestimmtes Material, die korrekte Ausführung und  Überprüfung der Luftdichtheitsebene für bauschadensfreie Gebäude: Damit befasst sich das Seminar „Luftdichheit im Bestand“, das am Montag, 9. September 2013 im Energie- und Umweltzentrum (EUZ) in 31832 Springe-Eldagsen stattfinden wird.  Anmeldungen zu dem Seminar sind hier noch möglich.

Neben Wilfried Walther, Geschäftsführer des EUZ, wird auch der Luftdichtheitsxperte und Referent Joachim Groß das Seminar gestalten. Groß übernimmt den Praxisteil: Weiterlesen

Pressemitteilung FLiB: Wo schwächelt die luftdichte Gebäudehülle?

Presseinfo des Fachverbands Luftdichtheit im Bauwesen e.V. (FLiB):

Verbreitete Problemstellen im Überblick

Häufige Problemstellen der Gebäude-Luftdichtheit nach räumlicher Zuordnung: Bauteilflächen (1), Übergänge zwischen Bauteilen bzw. Bauteilanschlüssen (2), Durchdringungen (3) und Funktionsfugen (4). Die Grafik steht beispielhaft für eine Serie bildlicher Darstellungen rund um das Thema Luftdichtheit, um die der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V. seinen Internetauftritt kürzlich erweitert hat. Auch Antworten auf weitere FAQs sind hinzugekommen (www.flib.de, „Zum Thema“ oder Direktlink www.faqs.flib.de).

Häufige Problemstellen der Gebäude-Luftdichtheit nach räumlicher Zuordnung: Bauteilflächen (1), Übergänge zwischen Bauteilen bzw. Bauteilanschlüssen (2), Durchdringungen (3) und Funktionsfugen (4). Die Grafik steht beispielhaft für eine Serie bildlicher Darstellungen rund um das Thema Luftdichtheit, um die der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V. seinen Internetauftritt kürzlich erweitert hat. Auch Antworten auf weitere FAQs sind hinzugekommen (www.flib.de, „Zum Thema“ oder Direktlink www.faqs.flib.de).

Beim Überprüfen der Gebäude-Luftdichtheit stoßen Experten auf die immer wieder gleichen Schwachpunkte. Teils entstehen diese bereits aufgrund mangelnder Planung oder beim Erstellen der luftdichtenden Ebene. Teils sind sie Folge von Unachtsamkeiten beim anschließenden Innenausbau. Der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB e. V.), Berlin, gibt einen Überblick über verbreitete Problemstellen, auf die man sowohl beim Planen und in der Bauphase als auch bei Luftdichtheitstests besonders achten sollte. Eine Kurzfassung findet man auf der FLiB-Internetseite in der Rubrik „Zum Thema“ (www.flib.de), die aktuell um weitere FAQs ergänzt wurde. Weiterlesen

8. Internationales BUILDAIR Symposium 2013 in Hannover

screenshotDas 8. Internationale BUILDAIR Symposium findet diese Woche in Hannover statt. Es ist eine der wichtigsten Konferenz zum Thema Luftdichtheit der Gebäudehülle, Lüftung und Qualitätssicherung. Das Besondere dieses Jahr: Das Symposium feiert sein 20-jähriges Bestehen.  Diesjährig werden Vorträge zu den folgenden Themen präsentiert: „Planungs-, Ausführungs- und Messpraxis, Qualitätssicherung, Thermografie und zu den in diesem Kontext stehenden Themen der Lüftungssysteme.“

pro clima Gründer Lothar Moll

pro clima Gründer Lothar Moll

Auch der pro clima Gründer und Geschäftsführer Lothar Moll wird nach Hannover reisen. Moll gilt als einer der Pioniere der Luftdichtheit – er hat bereits 1985 erste Konvektionsschutzbahnen und Dampfbremsen entwickelt.
2004 brachte pro clima das Hochleistungs-System INTELLO auf den Markt und setzte damit neue Maßstäbe für den Schutz vor Bauschäden und Schimmel.

Mit Lothar Moll reist auch ein Technik-Beratungsteam zum BUILDAIR-Symposium. Ingenieur Stefan Hückstädt wird zudem einen Impulsvortrag halten, mit dem Titel: „Dachsanierung von außen: Details sind hier die Herausforderung.“ Weiterlesen

Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen: FLiB-Tagung in Fulda

FLIBWie bewerte ich Leckagen? Wie sieht eine normgerechte Luftdichtheitsmessung aus? Wo gibt es neue Lösungsansätze? Das sind einige der Fragen, mit denen sich die Mitglieder der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e.V. (FLiB) am 18. April 2013 in Fulda auseinandersetzen werden. Kommenden Donnerstag findet dort die jährliche Mitgliederversammlung mit Workshop statt.

Auch Mitarbeiter und Gebietsvertreter von pro clima werden mit diskutieren. Viele Gebietsvertreter bieten zusätzlich auch die Qualitätsüberprüfung der verlegten Luftdichtheitsebene mit BlowerDoor-Messungen an. So auch der Ingenieur Michael Wehrli: Weiterlesen

Neuauflage von „Mit Sicherheit gesund bauen“: kompaktes Wissen für Planer, Architekten und Verarbeiter

https://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=9783834814500Wissenschaftliche Forschungsergebnisse, aktuelle Anforderungen und neue Schwerpunkte: Das Fachbuch „Mit Sicherheit gesund bauen“ wird im Dezember 2012 neu gedruckt: „Wir freuen uns sehr, dass die 2000 Exemplare der ersten Auflage innerhalb eines Jahres fast komplett vergriffen sind. In der zweiten Auflage werden wir Inhalte aktualisieren und ergänzen“,  sagt Matthias Lange, Marketingleiter des Sentinel-Haus-Instituts (SHI), das sich für die Verbreitung von gesundem Bauen und Wohnen einsetzt. Gemeinsam mit dem SHI-Gründer Peter Bachmann hat Matthias Lange Autoren aus Wissenschaft, Industrie und Politik aufgefordert, Beiträge zu Aspekten des gesunden Wohnens einzureichen. Weiterlesen