Rechtzeitig planen: Was Sie auf Winterbaustellen beachten sollten

“Winter is coming.”, so lautet das Motto der TV-Fantasyserie Game of Thrones. Obwohl das Wetter in Westeuropa nicht mit dem des fiktiven Kontinents Westeros vergleichbar ist, herrschen auf einer Winterbaustelle mitunter extreme klimatische Bedingungen.

Deshalb ist jeder Planer, Handwerker und Bauherr, der im Winter ein Bauwerk fertigstellen möchte, gut beraten, sich auf die speziellen Gegebenheiten der Winterbaustelle rechtzeitig vorzubereiten. Beispielsweise sollte eine erhöhte Feuchtebelastung einkalkuliert werden – auch wenn aktuell noch Sonnenschein und Hitze vorherrschend sind.

Erst planen, dann bauen

Wer Bauschäden durch Feuchteeinträge auf der Winterbaustelle nachhaltig verhindern will, muss verschiedene Aspekte in seine Planung mit einbeziehen. Hier spielt die Eignung und Beschaffenheit der Baumaterialien, die richtige Lagerung und Verarbeitung oder die korrekte Einhaltung der Bauabläufe und die Koordination der unterschiedlichen Gewerke eine entscheidende Rolle.

Was bei einer Winterbaustelle im Detail alles beachtet werden muss und warum es so wichtig ist, sich damit schon in der Planungsphase zu beschäftigen, erklärt Bauingenieur und Leiter der Anwendungstechnik bei pro clima, Michael Förster, in diesem Vortrag:

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Wozu ist eine Blower-Door-Messung gut?

Eine Blower-Door-Messung zeigt, wie dicht ein Gebäude ist oder anders gesagt: wo und wie sehr es zieht. Sie wird auch als Luftdichtheits- oder Differenzdruckmessung bezeichnet. Eine Blower-Door-Messung zeigt die Qualität der Dichtheit einer Gebäudehülle. Es gibt mehrere Gründe, warum es für den Auftraggeber, Handwerker und Nutzer eines Gebäudes Sinn macht zu wissen, wie luftdicht ein Haus, ein Büro oder eine Halle ist.

Hier zieht´s deutlich durch fehlende Abklebung der Balkendurchdringung: Das Anemometer zeigt 3,34 m/s an. Ein korrekter Anschluss zwischen Wand und Balken, bestehend aus Glattstrich des Mauerwerks und Vorbehandlung der Balken (Primer), ist hier sinnvoll.

Bei luftundichten Häusern – also mit Löchern in der Gebäudehülle – strömt Wärme nach außen. Das kann zu hohen Heizkosten führen. Im Winter zieht´s vor allem unangenehm und es ist unbehaglich. Die ausströmende warme und feuchte Luft kann Schäden in der Konstruktion verursachen. Zudem wird Schall über die Luft übertragen, was dazu führt, dass man in undichten Häusern den Straßenlärm mehr hört.

Mit Blower-Door-Tests kann ein Handwerker nach dem Abschluss seines Gewerkes nachweisen, dass er ordentlich gearbeitet hat. Denn manchmal sind es die nachfolgenden Gewerke, die aus Versehen die luftdichte Ebene durchlöchern. Weiterlesen

(Fachartikel): Praxisgerechte Lösungen für Durchdringungen

Der wichtigste Grundsatz bei der Planung von Durchdringungen lautet: vermeiden. Jede Durchdringung birgt die Gefahr, dass Leckagen entstehen oder bleiben. Somit bietet sich an, Installationen (Kabel, Rohre etc.) raumseitig der Luftdichtheitsebene zu verlegen. Sind Durchdringungen nicht zu vermeiden, gibt es vorgefertigte Detaillösungen und praktische Verarbeitungstipps mit denen die Luftdichtheit einfach, effizient und sicher herzustellen ist.

Die DIN 4108-7 schreibt dazu: „Die Luftdichtheitsschicht ist sorgfältig zu planen, auszuschreiben und auszuführen.“ Das beinhaltet auch die gewissenhafte Planung und Ausführung jedes einzelnen Details wie z.B. Durchdringungen der Luftdichtheitsebene. Und wer vorher plant, hat es auch später auf der Baustelle einfacher. Denn für viele schwierige Anschlusssituationen gibt es auch vorgefertigte Lösungen.

Kabel- und Rohrdurchdringungen

Manschetten für Kabel oder Rohre sind einfach und schnell montiert, sofern die Kabel bzw. Rohre noch nicht angeschlossen sind und eine Manschette über sie geschoben werden kann. Ein dehnbares Material dichtet zum Kabel bzw. Rohr hin ab und muss in der Regel nicht mit diesen verklebt werden. Somit ist ein nachträgliches Schieben der Installationen möglich. Zur luftdichten Ebene hin wird die Manschette fest verklebt.

Sicherer Anschluss, schnelle und einfache Dichtung innen und außen mit vorgefertigter Rohrmanschette

Sicherer Anschluss, schnelle und einfache Dichtung innen und außen mit vorgefertigter Rohrmanschette. Verarbeitungshinweise: http://www.wissenwiki.de/Verarbeitung_(ROFLEX_30-300)

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„Aufgedacht“ – Luftdichtung bei Dachaufbauten mit Aufdachdämmung

Die Details sind die Herausforderung!

Gerade bei energetischen Dachsanierungen aber auch im Neubau wird gerne mit Aufdachdämmung gearbeitet. Die einfache Verarbeitung in der Fläche täuscht jedoch oftmals über die anspruchsvollen Anschlussdetails hinweg. Hier gilt es einiges zu beachten und vorab zu planen!

Neben dem Austausch von Fenstern und der nachträglichen Wärmedämmung der Außenwände, ist die Dachsanierung samt Austausch / Erneuerung der Dämmebene eine verbreitete und effiziente Maßnahme zur energetischen Ertüchtigung von Bestandsgebäuden. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, die Wärmedämmebene anzuordnen – zwischen den Sparren, auf dem Dach oder als Kombination beider Varianten. Relativ häufig wird eine Dämmung vorgesehen, die ausschließlich oder zumindest zum größten Teil im Aufdachbereich aufgebracht wird. Auch in Neubauten wird mit Aufdachdämmung gearbeitet, z.B. dann wenn die Tragkonstruktion des Daches später sichtbar bleiben soll. Ein Faktor für die Entscheidung zur Aufdachdämmung, ist die einfache Verarbeitung des Dämmstoffes, da großformatige Platten vollflächig, schnell und damit wirtschaftlich verlegt werden können. Weiterlesen

Warum brauche ich eigentlich eine Luftdichtung?

Das Känguru fragt nach und pro clima Techniker stehen Rede und Antwort zu kniffligen Bauphysik-Themen:

Die Luftdichtung hat große und vielfältige Einflüsse auf Gebäude. Denn: Bei schlechter Luftdichtung strömt ungewollt Luft durch die Gebäudehülle. Dabei können Stoffe oder Energie transportiert werden – man spricht von Konvektion. Das bedeutet, dass Wärme ungewollt während des Winters das Gebäude verlässt oder während des Sommers eintritt.

Leckagen verschlechtern die Dämmleistung

Fuge in der Luftdichtung

Eine Fuge von 1mm Breite und 1 m Läge in der Konstruktion sieht zwar klein aus, hat aber eine große Wirkung. Wärmeverluste steigen auf das 4,8- fache. Zudem kann bis zu 0,8 Liter an Feuchtigkeit innerhalb eines Tages in die Konstruktion eindringen.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass bei starker Luftdurchströmung (also durch Leckagen), sich die Wärmedämmleistung auf bis zu 20 Prozent reduzieren kann. Neben Wärme kann auch Wasser, das als Luftfeuchte im Innenraum vorliegt, über Leckagen in der Luftdichtung in die Bauteile gelangen. Im Winter fällt dort die Temperatur ab. Es droht flüssiges Kondensat, was wiederum Folgeschäden wie z.B. Schimmel verursachen kann.

Ebenso können sich natürlich auch Geruchs- oder Schadstoffe unerwünscht ausbreiten; und wer will schon riechen, was der Nachbar gerade kocht. Weiterlesen

Das Känguru fragt: Muss man Tackerklammern überhaupt abkleben?

Das Känguru fragt nach und pro clima Techniker stehen Rede und Antwort zu kniffligen Bauphysik-Themen:
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Christoph Böhringer, pro clima Anwendungstechniker:
“Hallo Känguru, schön, dass du fragst, denn ich bin der Meinung, dass es immer besser ist vorher zu fragen. Na ja, was soll ich Dir sagen, es ist wie so oft: Es kommt darauf an! Halt, noch einfacher: Grundsätzlich nein, aber…

Wenn wir uns zuerst die Norm anschauen (da müssen wir in die DIN 4108-7 reinschauen), dann sagt die folgendes dazu: „Die Perforation durch die Verbindungsmittel der Bahnenmontage sind für die Luftdichtheit unbedeutend.“ Da sagt uns also die Norm eindeutig, dass die Tackerklammern zwar da, aber unbedeutend sind. Im Weiteren wird dann über die Pressung und den Begriff „stiftförmig“ gesprochen – und da ist nun die Einschränkung: „Es-kommt-darauf-an“. Weiterlesen

Allroundklebeband für innen und außen: TESCON VANA

Hohe innere Festigkeit, wasserfester SOLID-Kleber, beste Werte im Schadstofftest: Anwendungstechniker Jens-Lüder Herms stellt in dieser pro clima TV Folge das beliebte Allround-Klebeband TESCON VANA vor.

Jens-Lüder Herms von der pro clima Forschung und Entwicklung demonstriert, wie TESCON VANA auf Dampfbrems- und Luftdichtungsbahnen klebt –  auch bei nassen Oberflächen.

Das Datenblatt mit Anwendungsbereich und Lieferformen finden Sie hier:

Bildschirmfoto 2016-07-11 um 11.16.19 Weiterlesen

Bauradio: Interview mit Geschäftsführer des Fachverbands Luftdichtheit im Bauwesen FliB

Oliver Solcher (rechts), Geschäftsführer FLiB beim bauradio Interview mit Heide Gentner.

Oliver Solcher (rechts), Geschäftsführer FLiB beim bauradio Interview mit Heide Gentner.

Auf der Mitgliederversammlung 2014 des Fachverbands für Luftdichtheit im Bauwesen – kurz:  FliB –  hat pro clima Bauradio dessen Geschäftsführer Oliver Solcher getroffen. Solcher plädiert dafür, dass bei jedem Bauprojekt ein Konzept zur Luftdichtung detailliert vorbereitet werden muss. Er hat dazu eine Arbeitsgruppe innerhalb des FliB initiiert, die die Planung unterstützen soll.

Im Interview spricht er über die Schwierigkeiten und Knackpunkte bei der Planung der Luftdichtungsebene. Zudem spricht er über den aktuellen Stand und Ziel der Arbeitsgruppe Luftdichtheitskonzept und darüber, welche Rolle die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW bei der Qualitätssicherung spielt.

Hier geht´s zum Interview:

http://blog.proclima.com/de/2014/05/bauradio-004/

Luftdichtungsebene richtig planen und ausführen

Oliver Solcher (rechts), Geschäftsführer FLiB beim bauradio Interview mit Heide Gentner.

Oliver Solcher (rechts), Geschäftsführer FLiB beim bauradio Interview mit Heide Gentner.

Auf der Mitgliederversammlung 2014 des Fachverbands für Luftdichtheit im Bauwesen – kurz:  FliB –  hat pro clima Bauradio dessen Geschäftsführer Oliver Solcher getroffen. Solcher plädiert dafür, dass bei jedem Bauprojekt ein Konzept zur Luftdichtung detailliert vorbereitet werden muss. Er hat dazu eine Arbeitsgruppe innerhalb des FliB initiiert, die die Planung unterstützen soll.

Im Interview spricht er über die Schwierigkeiten und Knackpunkte bei der Planung der Luftdichtungsebene. Zudem spricht er über den aktuellen Stand und Ziel der Arbeitsgruppe Luftdichtheitskonzept und darüber, welche Rolle die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW bei der Qualitätssicherung spielt.

Hier eine Übersicht der Fragen:

  • Laut DIN 4108-7 wird ein Luftdichtheitskonzept so erstellt, indem man einen Stift nimmt und eine durchgehende Linie ohne abzusetzen zeichnet. Das hört sich einfach an, trotzdem gibt es jetzt sogar eine Arbeitsgruppe des FliB zum Luftdichtheitskonzept. Was ist daran so kompliziert?
  • Inwiefern unterstützt der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e.V. FliB seine Mitglieder bei der Planung der Luftdichtheitsebene?
  • Architekten brauchen vermutlich die FliB-Checkliste nicht. Werden Architekten eventuell klagen, dass der FliB ihnen die Arbeit wegnimmt?Wer die Luftdichtungsebene bis ins Detail plant und dies so in einer Ausschreibung vermerkt, filtert automatisch Dienstleister heraus, die die Ausführung nicht fachgerecht können?
  • Wie detailliert wird die Checkliste sein? Enthält sie auch Materialvorschläge?
  • Wer ist alles in der FliB Arbeitsgruppe Luftdichtheitskonzept?
  • Warum ist es wichtig, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW auch in der Arbeitsgruppe engagiert ist?
  • Auf der QUBE-Tagung wurde festgestellt: Jeder will Qualität, trotzdem wird überall gespart und kaum jemand will so richtig Geld für Qualität ausgeben. Welche Rolle spielt hier die KfW?
  • Wann werden Sie die Checkliste der Arbeitsgruppe Luftdichtheitskonzept herausgeben?

Links:

Weitere Bauradio-Interviews

 

Sommerworkshop zur Luftdichtheit – „Leckagen vorher ausschließen“

Logo Schnittstelle Baustelle

Logo Schnittstelle Baustelle

In der pro clima Zentrale in Schwetzingen hat ein Luftdichtheits-Sommerworkshop von Schnittstelle Baustelle stattgefunden. Die Referenten Paul Simons, Geschäftsführer Blower Door GmbH, und Leonhard Morche, pro clima Anwendungstechniker sind mit den Teilnehmer Praxisbeispiele durchgegangen und sich mit Konzept, Detail und Messung der Luftdichtheit beschäftigt.

Der Bericht zum Sommerworkshop steht im Schnittstelle Baustelle Blog:
Sommerworkshop: Luftdichtheit planen, kritische Stellen erkennen und Qualität überprüfen

Seminar in Springe am 9. September 2013: Luftdichtheit im Bestand

http://www.e-u-z.eu/euz-akademie/seminare/details/171-luftdichte-gebaeudehuelle--handw-korrekt-ausfuehren-u-pruefen.htmlWeitsichtige Planung, bauphysikalisch sicher abgestimmtes Material, die korrekte Ausführung und  Überprüfung der Luftdichtheitsebene für bauschadensfreie Gebäude: Damit befasst sich das Seminar „Luftdichheit im Bestand“, das am Montag, 9. September 2013 im Energie- und Umweltzentrum (EUZ) in 31832 Springe-Eldagsen stattfinden wird.  Anmeldungen zu dem Seminar sind hier noch möglich.

Neben Wilfried Walther, Geschäftsführer des EUZ, wird auch der Luftdichtheitsxperte und Referent Joachim Groß das Seminar gestalten. Groß übernimmt den Praxisteil: Weiterlesen

Pressemitteilung FLiB: Wo schwächelt die luftdichte Gebäudehülle?

Presseinfo des Fachverbands Luftdichtheit im Bauwesen e.V. (FLiB):

Verbreitete Problemstellen im Überblick

Häufige Problemstellen der Gebäude-Luftdichtheit nach räumlicher Zuordnung: Bauteilflächen (1), Übergänge zwischen Bauteilen bzw. Bauteilanschlüssen (2), Durchdringungen (3) und Funktionsfugen (4). Die Grafik steht beispielhaft für eine Serie bildlicher Darstellungen rund um das Thema Luftdichtheit, um die der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V. seinen Internetauftritt kürzlich erweitert hat. Auch Antworten auf weitere FAQs sind hinzugekommen (www.flib.de, „Zum Thema“ oder Direktlink www.faqs.flib.de).

Häufige Problemstellen der Gebäude-Luftdichtheit nach räumlicher Zuordnung: Bauteilflächen (1), Übergänge zwischen Bauteilen bzw. Bauteilanschlüssen (2), Durchdringungen (3) und Funktionsfugen (4). Die Grafik steht beispielhaft für eine Serie bildlicher Darstellungen rund um das Thema Luftdichtheit, um die der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V. seinen Internetauftritt kürzlich erweitert hat. Auch Antworten auf weitere FAQs sind hinzugekommen (www.flib.de, „Zum Thema“ oder Direktlink www.faqs.flib.de).

Beim Überprüfen der Gebäude-Luftdichtheit stoßen Experten auf die immer wieder gleichen Schwachpunkte. Teils entstehen diese bereits aufgrund mangelnder Planung oder beim Erstellen der luftdichtenden Ebene. Teils sind sie Folge von Unachtsamkeiten beim anschließenden Innenausbau. Der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB e. V.), Berlin, gibt einen Überblick über verbreitete Problemstellen, auf die man sowohl beim Planen und in der Bauphase als auch bei Luftdichtheitstests besonders achten sollte. Eine Kurzfassung findet man auf der FLiB-Internetseite in der Rubrik „Zum Thema“ (www.flib.de), die aktuell um weitere FAQs ergänzt wurde. Weiterlesen