Rechtzeitig planen: Was Sie auf Winterbaustellen beachten sollten

“Winter is coming.”, so lautet das Motto der TV-Fantasyserie Game of Thrones. Obwohl das Wetter in Westeuropa nicht mit dem des fiktiven Kontinents Westeros vergleichbar ist, herrschen auf einer Winterbaustelle mitunter extreme klimatische Bedingungen.

Deshalb ist jeder Planer, Handwerker und Bauherr, der im Winter ein Bauwerk fertigstellen möchte, gut beraten, sich auf die speziellen Gegebenheiten der Winterbaustelle rechtzeitig vorzubereiten. Beispielsweise sollte eine erhöhte Feuchtebelastung einkalkuliert werden – auch wenn aktuell noch Sonnenschein und Hitze vorherrschend sind.

Erst planen, dann bauen

Wer Bauschäden durch Feuchteeinträge auf der Winterbaustelle nachhaltig verhindern will, muss verschiedene Aspekte in seine Planung mit einbeziehen. Hier spielt die Eignung und Beschaffenheit der Baumaterialien, die richtige Lagerung und Verarbeitung oder die korrekte Einhaltung der Bauabläufe und die Koordination der unterschiedlichen Gewerke eine entscheidende Rolle.

Was bei einer Winterbaustelle im Detail alles beachtet werden muss und warum es so wichtig ist, sich damit schon in der Planungsphase zu beschäftigen, erklärt Bauingenieur und Leiter der Anwendungstechnik bei pro clima, Michael Förster, in diesem Vortrag:

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Bauen neu denken – Zukunft aktiv gestalten

»Ceci n’est pas un hôpital« – »Dies ist kein Krankenhaus« – unter diesem Motto
entsteht im belgischen Küstenort Knokke ein 324-Betten-Haus, das in Bild und Wirkung in keiner Weise einem konventionellen Krankenhausbau gleicht.

 

Knokke
Der organisch geformte Baukörper scheint wie eine Wolke über der weitläufigen Polderlandschaft zu schweben. Lichtdurchflutete Innenhöfe und ein verglastes Sockelgeschoss leiten Licht bis in die unteren Stockwerke. Das fünfgeschossige Gebäude vereint Krankenhaus, Reha, Pflegezentrum und Polyklinik mit Auditorien und öffentlichen Veranstaltungsräumen. Der fließende Übergang zwischen Innen und Außen, zwischen öffentlichen und medizinischen Funktionen, schafft eine einladende und inspirierende Atmosphäre, in der sich Patienten, Personal und Besucher wohlfühlen und austauschen sollen.

»Wohngesundheit und zukunftsfähiges Bauen sind auch für uns zentrale
Themen«
… erklärt Oliver Goldau, Marketingleiter bei pro clima. »Wie kann ich eine
Umgebung schaffen, die das Wohlbefinden des Menschen fördert? Durch enge Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern weltweit können wir nachhaltige, innovative Konzepte entwickeln und die Umsetzung von mutigen Vorreiterprojekten wie das
AZ Zeno unterstützen.« Bei der Umsetzung stand ein gemeinsames Ziel
stets im Mittelpunkt: Eine »lebendige Architektur« zu schaffen, Funktionalität mit Nachhaltigkeit zu verbinden und den Charakter des Ortes und der Landschaft zu respektieren.

Bewusst bauen und wohnen – Wie viel Energie sparen wir wirklich?

Energie einsparen, Bauschäden vermeiden und wohngesund leben – dieses Ziel verfolgt Uwe Bartholomäi, Geschäftsführer von pro clima, seit über 30 Jahren. Im Gespräch erklärt er, wo wir heute stehen und wie sich ökologische und wirtschaftliche Interessen vereinbaren lassen.
UWE
Öko-Visionär seit über 30 Jahren: pro clima Geschäftsführer Uwe Bartholomäi

Für viele bedeutet ökologisch gleich teuer. Widersprechen sich Ökologie und Ökonomie?

Uwe Bartholomäi: Beide Begriffe sind von dem altgriechischen Wort »Oikos« abgeleitet. Es steht für die Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft, und kann demnach nicht getrennt voneinander, sondern nur zusammen betrachtet werden. Auf lange Sicht können wir ökonomisch nur dann erfolgreich sein, wenn wir ökologisch handeln.

Ökologisches Bewusstsein ist in der Gesellschaft und in der Wirtschaft angekommen. Betrachten wir aber die Zahlen in Bezug auf Wohnraum, spiegelt sich das nicht wider. Warum?

Uwe Bartholomäi: 1950 hatte eine Person in Deutschland im Durchschnitt 14 qm Wohnfläche zur Verfügung. Im Jahr 2004 waren es dann 42 qm. Das hat mit mehr Wohlstand und gestiegenen Ansprüchen zu tun – entsprechend viel wurde gebaut. 2014, also innerhalb von nur 10 Jahren, ist die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf auf 46 qm gestiegen. Die Prognose für das Jahr 2030 liegt bei 56 qm. Diese Zahlen müssen wir auch kritisch betrachten: In 50% aller Haushalte in Deutschland lebt nur eine Person. Im Zuge des demografischen Wandels sind darunter viele ältere Menschen, die nach dem Auszug der Kinder Eigenheime von über 100 qm zu zweit oder alleine bewohnen.

Wie sieht es dabei mit dem Energieverbrauch aus?

Uwe Bartholomäi: Der Raumwärmebedarf pro Quadratmeter Wohnfläche sinkt seit Jahren stetig. Spätestens mit dem Ölschock Anfang der 1970er Jahren kam die Erkenntnis: Wir müssen Gebäude wärmedämmen, um Energie einzusparen. Im Vergleich zu 1970 wird der Energiebedarf pro Quadratmeter im Jahr 2030 um zwei Drittel gesunken sein. Das ist im Grunde ein gutes Ergebnis. Auf der anderen Seite aber haben wir nun den riesigen Zuwachs an Wohnfläche pro Person. Betrachten wir die Steigerung bis 2030 bedeutet das in der Summe den gleichen Energieverbrauch wie 1970. Wir haben effektiv pro Person kein besseres Ergebnis. Wenn wir über Ökologie sprechen, müssen wir darüber nachdenken: Wie viel Wohnraum braucht ein Mensch überhaupt? Erst wenn wir einen Durchschnitt von rund 40 statt 56 qm pro Person erreichen, haben wir tatsächlich Energie eingespart.Darüber hinaus stellt sich die Frage: Wie können wir in der Zukunft Häuser bauen, die Energie erzeugen, statt zu verbrauchen? Wir müssen innovative Technologien entwickeln, neue Möglichkeiten entdecken und letztendlich vollkommen neu denken.

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Bauradio: Sanierung mit einer Holzfassade – Audiointerview mit Tischler und pro clima Anwendungstechniker

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Der pro clima Anwendungstechniker und Tischler Martin Großekathöfer saniert gerade in seiner Freizeit sein Einfamilien-Steinhaus mit zwei Holzfassaden. Im Audiointerview erzählt der Ingenieur, warum er ein Steinhaus in ein Holzhaus umwandeln will, welchen energetischen Effekt dies erzeugt und welchen Herausforderungen er bei der Sanierung bisher begegnet ist.

Auszug der Fragen:

  • Wie ist das Einfamilienhaus ursprünglich konstruiert und wie wird es saniert?  Weiterlesen

Schnittstelle Baustelle in Ober-Ramstadt: 100 Verarbeiter, Planer und Architekten vertieften ihr Wissen und entdeckten neue Lösungen

pro clima Praxisschulungsleiter Thomas Gärtner mit Zimmerer Ulrich Kühnel beim Praxisworkshop „Dachsanierung von außen“

pro clima Praxisschulungsleiter Thomas Gärtner mit Zimmerer Ulrich Kühnel beim Praxisworkshop „Dachsanierung von außen“

Service, Kompetenz und Sicherheit: 100 Verarbeiter, Planer und Architekten sind am Mittwoch, 20. Februar 2013, nach Ober-Ramstadt gereist, um künftig noch mehr Qualität anzubieten:
Die gewerkeübergreifende Fachschulung Schnittstelle Baustelle erklärt, zeigt und erarbeitet mit den Teilnehmern Lösungen, wie Bauschäden vermieden werden können.

Schnittstelle Baustelle bietet an einem Tag 14 Seminare und Workshops. Der Schwerpunkt liegt auf dem Erkennen und Lösen von Schnittstellen. Sechs Praxisworkshops werden parallel angeboten: „Jeder Teilnehmer hat die Chance, auch richtig mit anzupacken und die diskutierten Lösungen gleich an unseren Praxismodellen auszuprobieren“, sagt Praxisschulungsleiter Thomas Gärtner von pro clima; „denn erst wenn man die Lösungen selbst erarbeitet, kann man diese auch langfristig und in schwierigen Baustellen-Situationen umsetzen.“ Die Seminarzeiten sind so gelegt, dass jeder jedes Praxisseminar mindestens einmal erleben kann. Weiterlesen

Fachforum BAU 2013: Bester Schutz vor Bauschäden und Schimmel durch intelligente Luftdichtung

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Referent Jens Lüder Herms

Bauphysik verständlich in 15 Minuten erklärt: pro clima Anwendungstechniker Jens Lüder Herms nutzt beim Fachforum BAU 2013 anschauliche Grafiken und unkomplizierte Sprache, um zu zeigen was hinter Begriffen wie Konvektion und Diffusion steckt und welche bauphysikalischen Zusammenhänge bei sicheren Wärme-Dämmkonstruktionen beachtet werden müssen.

Denn Wärme-Dämmkonstruktionen können nie 100 prozentig sicher sein vor Feuchteeintrag. Zum einen wegen natürlicher Diffusionsvorgänge und zum anderen wegen unvorgesehener Feuchteinträgen. „Die bauphysikalischen Regeln für sichere Konstruktionen sind sehr einfach: Man muss so bauen, dass Bauteile einerseits vor eindringender Feuchte geschützt werden und das andererseits die eingedrungene Feuchtigkeit sicher und schnell das Bauteil wieder verlassen kann – hier können wir die natürliche sommerliche Rückdiffusion optimal nutzen“, sagt der Ingenieur. Weiterlesen

Serie Grenzen der Innendämmung (7) – Dämmstärken nicht unbegrenzt möglich

Dämmstärken sind nicht unbegrenzt möglich, bei mehr als 120 mm steigt das Risiko von Bauschäden: Die Dämmstärke sollte im Allgemeinen, bei diffusionsoffenen Dämmungen mit raumseitig verlegter feuchtevariabler Dampfbremse, auf maximal 120 mm beschränkt werden. So besteht auch Sicherheit bei Wänden, beispielsweise mit Nordorientierung ohne direkte Besonnung, aber Streulicht. Weiterlesen