Bau-Fachkonferenz in Norddeutschland – 4. und 5. Mai 2017

Eröffnung Seminarzentrum im NZNB am 4. und 5. Mai in Verden

(c) Norddeutschen Zentrum für Nachhaltiges Bauen

Wissen, das begeistert: Am 4. und 5. Mai 2017 finden die ersten Fachtage Verden im Norddeutschen Zentrum für Nachhaltiges Bauen, NZNB, statt. Auf dem Gelände des ersten fünfgeschossigen Strohballenhauses Europas wird pro clima gleichzeitig sein neues Seminarzentrum eröffnen.

Das NZNB präsentiert Besuchern Ökologie auf hohem Level. Das Team zeigt, dass umweltbewusst Bauen sinnvoll, bezahlbar, gemütlich und innovativ sein kann. Das können hier Planer, Handwerker und Energieberater schauen, anfassen und erleben. Die hellen Seminarräume laden dazu ein, theoretisches Wissen aufzusaugen. In der Praxisausstellung und Workshops kann Gelerntes ausgetestet werden.

16 aktuelle Bauthemen Themen stellt das Referenten-Team bei den ersten Fachtagen in Verden vor. Die Teilnehmen erfahren am 4. und 5. Mai theoretische Hintergründe und können an Praxismodellen Gelerntes ausprobieren.

Bei den 1. Fachtagen in Verden geben Fachreferenten ihr geballtes Wissen weiter: von Bauphysik über moderne Planungsmethoden, von nachhaltigen Baustoffe bis hin zu Baukonstruktionen und Qualitätssicherung. Beim Bauen sollte der Mensch immer im Mittelpunkt stehen: Deshalb gibt es bei den Fachtagen in Verden auch frisches Wissen zur Wohngesundheit und Kommunikation. Weiterlesen

Sichere Innendämmung mit Faserdämmstoffen – Was ist zu beachten?

Die Sparziele die mit dem Klimavertrag von Paris vereinbart wurden sind ehrgeizig.
Die globale Erwärmung des Klimas soll auf maximal zwei Grad begrenzt bleiben.
Deswegen sollen in der EU alle Neubauten ab spätestens 2020 energieneutral
beheizbar sein. Zur Sanierung der Altbauten bestehen vielfältige Förderprogramme.
Leider werden in Deutschland aber nur ca. 1 % der Altbauten pro Jahr energetisch
erneuert. Der durchschnittliche Heizenergiebedarf der noch nicht renovierten
Altbauten liegt bei 160 KWh, was umgerechnet 16 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr.
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Thermografie einer Fachwerkwand vor der Sanierung

Dämmtechnisch wäre ohne weiteres eine Verbesserung um den Faktor 10, auf nur
noch 15 KWh bzw. 1,5 l möglich. Der verbleibende Verbrauch kann durch
Eigenproduktion zum Beispiel mit Photovoltaik und eine thermische Solaranlage
ausgeglichen werden. Als Resultat ergibt sich so ein Nullenergiehaus.
Diese Sparziele scheitern jedoch häufig an Schwierigkeiten bei der praktischen
Umsetzung im Bestand. Altbauten schränken oft schon durch ihre Baukonstruktion
die Sanierungsmöglichkeiten ein.
So werden beispielsweise Wände am effektivsten von außen gedämmt. Das ist aber

nicht möglich, wenn die Fassade erhalten bleiben muss oder ein Sichtfachwerk erhalten bleiben soll. Im Sanierungsfall kommt dann eine Innendämmung zum Zug.

Welche Innendämm-Systeme gibt es überhaupt?
Es sind verschiedenste Systeme für Innendämmungen auf dem Markt. So gibt es
beispielsweise kapillaraktive Systeme mit Mineralschaum oder Holzfaserplatten.
Diese werden raumseitig verputzt und mit der bestehenden Wand mineralisch
verklebt und verdübelt. Die Feuchteregulierung erfolgt bei diesen Systemen durch
einen kapillaren Feuchtetransport nach innen. Leider sind dadurch die maximal
erzielbaren Dämmstärken auf 100 mm beschränkt. Hinzukommt, dass die meisten
dort eingesetzten Dämmstoffe aufgrund der notwendigen erhöhten Festigkeit als
Putzträger keine so optimale Dämmwirkung erzielen können.
Als effektiver in Dämmwirkung und Aufbau haben sich Konstruktionen mit Holz- oder

Metallständern und dazwischen eingebauten faserförmigen Dämmstoffen erwiesen, weshalb es in der Folge hauptsächlich um diese Konstruktionen geht.

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Fachartikel: Wie bekomme ich den Fensteranschluss dicht?

Wie bekomme ich den Fensteranschluss dicht?
Die Kunst der Fuge – Plädoyer für ein scheinbar kostenloses und ungeliebtes Thema

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Die dauerhafte Abdichtung der Fuge ist eine der größten Herausforderungen beim Fenstereinbau. Gut wenn man weiss, was zu tun ist und wie manLösungen für den Bauherrn findet.

 Von der Dichtheit der Gebäudehülle hängt die Mangel- und Bauschadensfreiheit ab. Gerade kleine Fehlstellen im Anschlussbereich der Fenster können über kapillare Kräfte viel Feuchtigkeit ins Bauteil eintragen. Zu hohe Feuchte kann zur Schädigung des Bauteils oder zur Schimmelbildung auf der Raumseite führen.

Passivhaus, KFW40, Plusenergiehaus und wie sie alle heißen. Gerne werden große Themen wie Energieeinsparung und intelligente Gebäudetechnik behandelt, Groß geschrieben und geplant. Vom Großen hin zum Kleinen bedarf es jedoch einiger Schritte und Brücken. In den Schluchten zwischen verschiedenen Bauteilen liegt die handwerkliche Herausforderung. Die Kunst der Fuge ist und bleibt in ihrem Kern etwas praktisches und augenblickliches. Die Fugen, gerade von Johann Sebastian Bach, in der Musik, sind ein Sinnbild unserer Fuge beim Fenstereinbau, denn hier spielt die Musik. Das Thema, z.B. Fugendichtung mit Anschlussfolien, muss bis ins Detail gespielt werden.

Die Fuge: Brücke zum Baukörper

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Contega IQ, das Fensteranschlussband mit RAL-Zertifizierung, ist einfach zu montieren. Seine feuchtevariablen Eigenschaften halten die Fuge zwischen Baukörper und Fenster dauerhaft trocken.

In den letzten Jahre sind Fenster in sämtliche Richtungen hin optimiert worden: Schall-, Brand-, Einbruchs-, Wärmeschutz, solare Gewinnbringer, Lüftungskünstler und Überhitzungsschützer. Fenstereinbau und Abdichten der Fuge ist aber kein fertiges Element sondern zu erstellendes Handwerk. „Fuge“ kommt vom Lateinischen „fuga“ und bedeutet “Flucht” oder “Weglaufen”. Ist das vielleicht bezeichnend für die Art und Weise wie man mit dem Thema die Fuge umgeht? Schnell soll es gehen, ohne Schmutz, einfach, nichts kosten, länger Bestand haben als das Fenster selbst und das natürlich wartungsfrei. Eine wahrhaft eierlegende Wollmilchsau, spannend.

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Auf allen Kanälen gut informiert

bauradio-pl-logoInteressante Fragestellungen, spannende Gesprächspartner, relevante Themen: pro clima bietet mit seinen Wissenskanälen zum Hören, Sehen oder live dabei sein für jeden das passende Medium.
 
Bauradio: Experten hören

»Auf den ersten Blick sah das Gebäude gut aus, aber bei der Voruntersuchung und Freilegung haben wir extreme Schäden festgestellt.« Sebastian Schmäh, Zimmerermeister in der sechsten Generation, berichtet im Bauradio von einem barocken denkmalgeschützten Fachwerkhaus,das er in seiner Heimatstadt Meersburg am Bodensee saniert. In den Interviews vom pro clima Podcast Bauradio geht es um Themen wie energieeffizientes Bauen, Architektur, Sanierung und Luftdichtheit. Im Gespräch mit dem erfahrenen Holzbauer Sebastian Schmäh wird schnell deutlich worauf es ankommt: »Wichtig ist das Gebäude als Ganzes zu sehen und auf sensible Details zu achten, z. B. bei der Durchdringung der Innendämmung.«

Ob Erfahrungsbericht oder Expertengespräch – jede Bauradio-Folge bringt die
Fragestellungen auf den Punkt
Ein optimales Format für alle, die viel unterwegs sind, wenig Zeit haben und trotzdem gut informiert sein wollen. Egal ob auf dem Sofa oder im Auto: Unüberhörbar ist Sebastian Schmähs Leidenschaft für historische Fachwerkbauten und altes traditionelles Handwerk, wie er sagt, eine absolute »Herzensangelegenheit«.
Bauradio

Sebastian Schmäh im pro clima BAURADIO Interview mit Heide Gentner

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BAU 2017: Superkleber ORCON MULTIBOND überzeugt Verarbeiter und Planer

Großes Interesse an den praktischen Anschlusslösungen und Produktneuheiten am pro clima Stand

Der Anschlusskleber mit extremer Klebkraft ORCON MULTIBOND hat viele Handwerker und Planer auf der BAU 2017 überzeugt. Am pro clima Stand haben die Besucher den neuen Superkleber auf verschiedenen Untergründen überzeugt: „Der starke Anfangstack hat vor allem die Verarbeiter begeistert. Außerdem, dass sie den Kleber von der Rolle sowohl außen als auch innen einsetzen können“, sagt Hans-Jürgen Kremer, pro clima Gebietsleiter Mitte.

ORCON MULTIBOND und weitere pro clima Produktneuheiten sind ab 1. Februar 2017 verfügbar. Weiterlesen

Schnittstelle Baustelle 2017: Antworten für fachgerechtes Bauen: Dachterrasse mit barrierefreiem Zugang

Schnittstelle Baustelle löst heiß diskutiertes Anschlussdetail am 15. März in Süddeutschland

Die fachgerechte Planung und Ausführung von bestimmten Details ist schwierig, weil Normen, Gesetze, Bauphysik und Kundenwünsche manchmal kollidieren. Die gewerkeübergreifende Kompaktschulung Schnittstelle Baustelle löst dieses Jahr ein Detail, das aktuell in der Baubranche stark diskutiert wird: Den barrierefreien Zugang auf eine Dachterrasse über einem Flachdach in Holzbauweise. Schnittstelle Baustelle wird am 15. März 2017 in Blaubeuren stattfinden. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Die beliebte gewerkeübergreifende Schulung Schnittstelle Baustelle beschäftigt sich dieses Jahr mit dem barrierefreien Zugang auf eine Dachterrasse. Alle Details werden live mitgefilmt und auf eine Leinwand übertragen. Bildquelle: MOLL pro clima

Der barrierefreie Zugang ist eine Herausforderung, weil es zum einen den stufenlosen Übergang erfordert. Zum anderen muss der Schutz von Konstruktion und Wohnraum gewährleistet sein. Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die bereits in der Planung im Detail gelöst werden sollte“, sagt MOLL pro clima Geschäftsführer Uwe Bartholomäi: „Barrierefreies Bauen ist nicht nur in der Zukunft, sondern auch schon in der Gegenwart Realität. Schließlich werden im Jahr 2030 mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland älter als 60 Jahre sein.“ Weiterlesen

BauSlam 2017: 5 Ingenieure erklären Bauphysik kurz, amüsant und einprägsam

Die pro clima Wissenswerkstatt präsentiert den 3. BauSlam und die Fachtage in Schwetzingen

Ein komplexes bauphysikalisches Thema in zehn Minuten so zu erklären, dass der Inhalt in den Köpfen des Publikums hängen bleibt. Diese Herausforderung nehmen beim BauSlam am 22. Juni 2017 fünf Ingenieure aus der pro clima Wissenswerkstatt an. Aufgrund der großen Nachfrage organisiert pro clima dieses Jahr zusätzlich Fachtage für Handwerker, Ingenieure, Architekten, Planer und Energieberater. Diese werden am 22. und 23. Juni 2017 stattfinden.

Wer Freude hat, lernt auch mehr – das ist eine Philosophie der pro clima Wissenswerkstatt, die Geschäftsführer Uwe Bartholomäi seit Jahren propagiert: „Bauphysik ist nicht einfach. Daher ist es wichtig, dass die Referenten zeigen, dass sich jeder dieses Wissen aneignen kann – natürlich sofern er auch will.“ Weiterlesen

Das Känguru fragt: Wie funktioniert Feuchtevariabilität?

Das Känguru fragt nach und pro clima Techniker stehen Rede und Antwort zu kniffligen Bauphysik-Themen:header_kaenguru_blog_feuchtevariabilitaet

Feuchtevariable Dampfbremsbahnen können ihren Diffusionswiderstand den Jahreszeiten entsprechend optimal einstellen. So sind sie im Winter diffusionsdichter und schützen die Bauteile vor eindringender Feuchte. Demgegenüber sind sie im Sommer diffusionsoffen und bietem somit bestmögliche Rücktrocknungsbedingungen.
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Feuchtevariable Bahnen reagieren auf die Umgebungsfeuchte
Die winterliche Umgebungsfeuchte einer im Bauteil verbauten Dampfbremse liegt bei wohnüblicher Raumnutzung im Mittel bei ca. 40 %. Das ist relativ trocken.
Dennoch richtet sich der Diffusionsstrom vom warmen Innenraum, durchs Bauteil, zur effektiv noch trockeneren und kalten Außenluft. Ein hoher Dampfwiderstand auf der Bauteilinnenseite bremst bzw. stoppt die Feuchtewanderung, die beim Weg zu den kalten Aussenschichten kondensieren würde und schützt somit die Konstruktion vor dem anderenfalls ausfallendem Tauwasser.
feuchtevariabilitaet-bild2 Weiterlesen

(Fachartikel): Aktuelle Anforderungen an Blower-Door-Messungen von Passivhäusern

Blower-Door-Messungen kann jeder ausführen – ohne Ausbildung und ohne Kenntnisnachweis. Der Messdienstleister haftet jedoch mit seiner Unterschrift; manche kennen allerdings nicht alle relevanten Normen. Bei Passivhäusern sind die Anforderungen zudem extrem hoch. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Normen und Vorschriften für Luftdichtheitsmessungen bei Passivhäusern zusammen und erläutert deren Zusammenhänge.

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Allgemeine Empfehlung: Um die Haupteingangstür mitzuprüfen, sollte man das Messystem in eine Terrassen- oder Fenstertür einbauen. Hier: Einbausituation von außen bei einem Passivhausbürogebäude.

Die Rechtslage
Rechtlich gesehen darf jeder Blower-Door-Messungen durchführen. Man kauft sich ein Gerät und zieht los. Allerdings werden die meisten Messungen nach der Energieeinsparverordnung EnEV durchgeführt, die bestimmte Anforderungen stellt. Wie für alles in Deutschland gibt es auch hier eine Norm, nämlich die DIN-EN 13829. Die ist inzwischen zurückgezogen und wurde durch die ISO 9972 ersetzt. Da die EnEV aber ein Gesetz ist und die 13829 dort Erwähnung findet, hat sie zumindest bis zur Novellierung der EnEV Gültigkeit. Mit der ISO 9972 ändert sich übrigens auch nicht besonders viel. Weiterlesen

Mit neuer Energie in die Zukunft – pro clima vor Ort

»Als kompetente Partner vor Ort leistet pro clima einen Beitrag, um die energetische
und wirtschaftliche Optimierung von Gebäudehülle und Haustechnik zusammen-
zuführen.«
Dachaufstockung, Sanierung Maerkische Scholle

Die Siedlung aus den 1930er Jahren ist in die Jahre gekommen. Die Gebäude werden energetisch grundlegend überarbeitet. Durch Aufstockung der ehemaligen Dachspeicher wird zusätzlicher Wohnraum geschaffen.

Im Berliner Süden passiert gerade Außergewöhnliches. Im vielfach ausgezeichneten Leuchtturmprojekt Wohnsiedlung Lichterfelde kombinieren die Planer hochinnovative Energietechnologien und berücksichtigen im besonderen Maße die Sozialverträglichkeit der Maßnahmen für die Bewohner.

Das Känguru fragt: Muss man Tackerklammern überhaupt abkleben?

Das Känguru fragt nach und pro clima Techniker stehen Rede und Antwort zu kniffligen Bauphysik-Themen:
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Christoph Böhringer, pro clima Anwendungstechniker:
“Hallo Känguru, schön, dass du fragst, denn ich bin der Meinung, dass es immer besser ist vorher zu fragen. Na ja, was soll ich Dir sagen, es ist wie so oft: Es kommt darauf an! Halt, noch einfacher: Grundsätzlich nein, aber…

Wenn wir uns zuerst die Norm anschauen (da müssen wir in die DIN 4108-7 reinschauen), dann sagt die folgendes dazu: „Die Perforation durch die Verbindungsmittel der Bahnenmontage sind für die Luftdichtheit unbedeutend.“ Da sagt uns also die Norm eindeutig, dass die Tackerklammern zwar da, aber unbedeutend sind. Es wird dann im Weiteren über die Pressung und „stiftförmig“ gesprochen und da kommt dann das „Es-kommt-drauf-an“. Weiterlesen

pro clima TV: Vorteile von Zimmerei & Schreinerei unter einem Dach

Zimmermeister Patrick Pressel von Holzbau Muny spricht über die Vorteile der engen Zusammenarbeit, wenn Zimmerei und Schreinerei unter einem Dach sind.
Patrick Pressel hat zudem den kompletten Bau von acht Studenten- und Flüchtlingswohnheimen in Ludwigsburg mit sechs Kameras dokumentiert. Er erzählt, was ihn überrascht hat, als er das Material gesichtet hatte.

Mehr über Muny Holzbau:
www.muny.de