Anschlüsse clever und gut lösen (8/8) – Alte Decken­balken in der Sanierung

Fortsetzung von Teil 7: Besondere Tücken bei der Sanierung

Alte Deckenbalken in der Sanierung/Mauerwerk/Balkendurchdringungen

Typische Leckagen finden sich bei den Balkenauflagern der Holzbalkendecken im Mauerwerk. Die Mauersteine zwischen den Balken sind in der Regel unverputzt. Bei der Sanierung sind es die Fugen des alten Mauerwerks; im Neubau die nicht vermörtelten Stoßfugen der Steine, die hier zu Undichtheiten führen. Selbst wenn eine Putzschicht aufgebracht wurde, wird der luftdichte Anschluss zu den Balken meist vernachlässigt. Erkennbar ist dies während des Blower-Door-Tests an Luftströmungen durch die Fugen alter Fußbodendielen.

Diese Serie fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können. Zudem gibt sie einen Überblick, für welche Details vorgefertigte Lösungen existieren, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

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Anschlüsse clever und gut lösen (7/8) – Besondere Tücken bei der Sanierung

Fortsetzung von Teil 6: Problem bei Dachflächenfenstern: Eckverklebungen

Besonders herausfordernd ist die Luftdichtung bei der Sanierung, denn schiefe Wände und unebene Untergründe sind üblich. Gerne wird mit einer vorgestellten Leichtbauwand aus Gipskarton in Sanierungssituationen eine saubere neue Oberfläche geschaffen. Meist ohne sich vorher um Undichtigkeiten, wie unverputztes Mauerwerk in der Gebäudehülle zu kümmern.
Solche Konstruktionen können hinterströmt sein und Nachbesserung erfordern. Die Parole muss lauten: Schmieren vor Verkleiden. Es genügt, einen Glattstrich auf unverputzte oder poröse Mauerwerksbereiche aufzubringen, um Luftströmungen zu verhindern. Alternativ kann z.B. auch ein sprühbarer Kunststoffdichtstoff vollflächig aufgebracht werden. Für mehr Sicherheit: ein baubegleitender Blowerdoor-Test zeigt hier frühzeitig vorhandene Fehlstellen.

Diese Serie fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können. Zudem gibt sie einen Überblick, für welche Details vorgefertigte Lösungen existieren, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

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Anschlüsse clever und gut lösen (6/8) – Problem bei Dach­flächen­fenstern: Eck­ver­klebungen

Fortsetzung von Teil 5: Vorsicht bei Ecken von Kunststofffenstern

Eine schwierige Eckverklebung ensteht beim Anschluss von Dachflächenfenstern. Die Bahn wird an die umlaufende Nut geführt und muss dort sicher und dicht verklebt werden, auch um die Ecken herum. Besondere Sorgfalt ist auf die Eckpunkte zu legen. Hier kann ein geübter Handwerker mit vorgefalteten Klebebändern einen durchgehenden luftdichten Anschluss schaffen. Vorgefertigte Ecken, die je nach Bedarf auf die vorliegende Nutbreite angepasst werden, bieten eine sichere Alternative.

Beim Blower-Door-Test fallen immer zuerst die Ecken der Dachflächenfenster auf. Wichtig ist, mit der Eckverklebung zu beginnen und erst dann die umlaufende Nut zu verkleben. Handwerklich kann das gelöst werden, indem ein vorgefaltetes Klebeband zum Eckenelement geformt wird.

Diese Serie fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können. Zudem gibt sie einen Überblick, für welche Details vorgefertigte Lösungen existieren, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

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Anschlüsse clever und gut lösen (4/8) – Heraus­forderung: Rohr­durch­dringungen

Fortsetzung von Teil 3: Herausforderung: Kabel über Unterzug

Die Anzahl der Rohrdurchdringungen durch die luftdichte Ebene steigt stetig. Das altbekannte Dunstrohr für den Sanitärabfluss bleibt schon lange nicht mehr alleine. Die Installateure von Brauchwassererwärmung, Photovoltaik und Lüftungsanlagen nehmen hier oftmals keine Rücksicht. Durch konkrete Planung und frühzeitiges Eingreifen können hier Schäden vermieden werden. Hier gibt es inzwischen auch viele vorgefertige Lösungen, die schnell und kostengünstig umsetzbar sind.

Diese Serie fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können. Zudem gibt sie einen Überblick, für welche Details vorgefertigte Lösungen existieren, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

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Anschlüsse clever und gut lösen (3/8) – Heraus­forderung: Kabel über Unterzug

Fortsetzung von Teil 2: Herausforderung: Abdichten von Kabelbäumen

Kabelbaum über Unterzug abdichten
Bei Unterzügen und Mittelpfetten, bei denen die Kabel auf der anderen Seite wieder herauskommen, empfiehlt sich einen Kabeltunnel anzufertigen.

Werden Kabelbündel über Innenwände, Mittelpfetten oder Unterzüge geführt und damit die luftdichte Ebene zwei Mal durchbrochen, müssen die Kabel auf beiden Seiten luftdicht verklebt werden. Alternativ bietet sich an, durch vorgefertigte Formteile oder durch eine Box aus luftdichten Holzwerkstoffplatten einen Kabeltunnel anzufertigen. Der Arbeitsaufwand ist hierbei deutlich geringer und das Ergebnis besser.

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Anschlüsse clever und gut lösen (2/8) – Heraus­forderung: Abdichten von Kabelbäumen

Fortsetzung von Teil 1: Typische Leckage: Kabeldurchdringungen bei Elektroinstallationen

Die Durchdringung durch einzelne Kabel und Rohre ist relativ leicht zu lösen. Wird mit Klebeband gearbeitet, haben sich folgende Schritte bewährt: das Klebeband erst auf das Kabel, dann auf die Luftdichtungsbahn verkleben, sodass eine beidseitig L-förmige Verklebung entsteht. Je mehr Leerrohre oder Kabel die luftdichte Ebene durchdringen, desto aufwändiger wird die handwerkliche Verklebung mittels Klebeband und Kartuschenkleber. Weiterer Nachteil: Sobald man daran zieht, reißt die Verklebung ab.

Diese Serie fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können. Zudem gibt sie einen Überblick, für welche Details vorgefertigte Lösungen existieren, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

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Anschlüsse clever und gut lösen (1/8) – Typische Leckage: Kabel­durch­dringungen bei Elektro­installationen

Eine korrekt ausgeführte Luftdichtung ist die Basis für ein energieeffizientes und bauschadensfreies Gebäude. Zudem haften Planer und Handwerker auch für eventuell später auftretende Schäden bei fehlerhafter Planung und Verarbeitung. Blower-Door-Tests während der Bauphase und nach Fertigstellung zeigen, ob die in den Regelwerken (EnEV; DIN) geforderten Werte eingehalten werden. Sie zeigen zusätzlich, wo Leckagen in der Gebäudehülle vorhanden sind.

Diese Serie fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können. Zudem gibt sie einen Überblick, für welche Details vorgefertigte Lösungen existieren, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

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Warum brauche ich eigentlich eine Luftdichtung?

Das Känguru fragt nach und pro clima Techniker stehen Rede und Antwort zu kniffligen Bauphysik-Themen:

Die Luftdichtung hat große und vielfältige Einflüsse auf Gebäude. Denn: Bei schlechter Luftdichtung strömt ungewollt Luft durch die Gebäudehülle. Dabei können Stoffe oder Energie transportiert werden – man spricht von Konvektion. Das bedeutet, dass Wärme ungewollt während des Winters das Gebäude verlässt oder während des Sommers eintritt.

Leckagen verschlechtern die Dämmleistung

Fuge in der Luftdichtung

Eine Fuge von 1mm Breite und 1 m Läge in der Konstruktion sieht zwar klein aus, hat aber eine große Wirkung. Wärmeverluste steigen auf das 4,8- fache. Zudem kann bis zu 0,8 Liter an Feuchtigkeit innerhalb eines Tages in die Konstruktion eindringen.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass bei starker Luftdurchströmung (also durch Leckagen), sich die Wärmedämmleistung auf bis zu 20 Prozent reduzieren kann. Neben Wärme kann auch Wasser, das als Luftfeuchte im Innenraum vorliegt, über Leckagen in der Luftdichtung in die Bauteile gelangen. Im Winter fällt dort die Temperatur ab. Es droht flüssiges Kondensat, was wiederum Folgeschäden wie z.B. Schimmel verursachen kann.

Ebenso können sich natürlich auch Geruchs- oder Schadstoffe unerwünscht ausbreiten; und wer will schon riechen, was der Nachbar gerade kocht. Weiterlesen