Anwendertipps für die sichere Verklebung

Anwendertipps für die sichere Verklebung

• Gut ist, wenn ein sauberer Untergrund vorliegt, der tragfähig, trocken,
staub-, fett- und silikonfrei ist und eine möglichst glatte Oberfläche hat.

• Es empfiehlt sich, staubige Untergründe abzufegen und abzuwischen.

• Falls die Oberfläche nicht tragfähig ist, muss sie mit einem Primer vorbe-
handelt werden. Dies ist zum Beispiel bei Holzfaserunterdeckplatten,
abkreidenden, absandenden Putzen oder Althölzern der Fall.

Viele Meter und verschiedene Klebebänder kommen bei der Gebäudedichtung zum Einsatz. Hier verklebt ein Zimmerermeister die Fensterinnenecken bei einem Innenausbau eines Feuerwehrhauses. Für die Herstellung einer luftdichten Gebäudehülle werden in vielfältigen Anwendungen Klebebänder als Verbindungsmittel eingesetzt ‒ oft mehrere 100 Meter pro Gebäude. Klebebänder haben sich in dieser Anwendung als Verbindungsmittel etabliert (wie der Nagel im Holzbau). Sie müssen mehrere Jahrzehnte ihre Aufgabe erfüllen, damit das Gebäude den Standard erfüllt, der geplant und vom Bauherren erwartet wird.

• Das Mauerwerk wird erst luftdicht durch einen Glattstrich beziehungsweise
Putz. Der Anschluss dort kann mit pastösen Klebern oder einputzbaren Luft-
dichtungsbändern erfolgen.

• Bei Nässe muss darauf geachtet werden, ob nach den Verarbeitungshinweisen
das Klebeband auch auf feuchtem Untergrund verarbeitet werden kann.

• Wenn Zweifel bestehen, ob eine Oberfläche geeignet ist, empfiehlt es sich,
vorher Testverklebungen durchzuführen.

• Auf überfrorenen Untergründen ist die Verklebung nicht möglich.

• Luftdichtungsbahnen sollen möglichst faltenfrei verlegt werden.

• Klebebänder müssen gut angerieben werden, damit sie ihre Klebkraft
voll entfalten können.

• Die Endfestigkeit von Verklebungen wird je nach Untergrund und Temperatur
innerhalb von 24 Stunden erreicht.

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Klebebänder: Der Mythos vom Fingertack oder Daumentest vs. Baustellenrealität

Ein detaillierter Fachartikel erscheint am Freitag, 13. Oktober hier auf diesem Blog: Klebebänder: Wie funktionieren sie, was müssen sie können und was können sie?

Bauradio: Schluss mit den Klebeband-Mythen: So funktionieren sie und daran erkennt man die Richtigen

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Über Heide Merkel

Fachjournalistin, Referentin, Steuerung Presse & Digitale Medien bei Moll bauökologische Produkte GmbH (pro clima). Als Japanologin und ausgebildete Redakteurin ist Heide eher zufällig in der Baubranche gelandet. Seit 2011 arbeitet sie für pro clima. Ihr Wissen zu effektiver Kommunikation gibt sie in Seminaren, Artikeln und Vorträgen weiter. Für den pro clima Blog, proclima.tv und das pro clima Bauradio interviewt sie interessante Menschen aus der Baubranche. Auf www.airtight-junkies.de und www.zieht-wie-hechtsupp.de bloggt Heide über Leckagen, Luftdichtung und Qualitätsüberprüfung mit Blower-Door-Tests. Ihre Freizeit verbringt sie u.a. in den Vogesen, wo sie seit mehr als fünf Jahren ein altes Bauernhaus saniert. Ihr neuestes Projekt:  www.besser-als-marketing.de Hier gibt es Tipps, wie Unternehmen in der Baubranche ihre Sichtbarkeit erhöhen können. Und zwar ohne Geld in Werbung zu investieren. Das Motto: Einfach, unkompliziert und kostenfrei. Die ersten Videos sind bereits online im Youtube Channel Wer mehr über Heide Merkel erfahren möchte, findet sie auf den gängigen Social Media Plattformen und auf www.heide-hakt-nach.de

Ein Gedanke zu „Anwendertipps für die sichere Verklebung

  1. Hallo! Gute Tipps, sind hilfreich, wenn man sich noch nicht mit der Thematik auseinander gesetzt hat. Für Projekte, die allerdings in dieser Größenordnung spielen, würde ich zuerst immer eine Energieberatung machen lassen. Auch als Privathaushalt, sowie als Unternehmen. Das macht Sinn, wenn man heutzutage ohnehin renoviert.
    Unsere Firma hat großflächig erneuert und eine umfangreiche Beratung machen lassen. Nun hat sie eine Zertifizierung nach ISO 50001 erhalten, das sorgt für eine positive Außenwirkung.

    nur als kleiner Tipp am Rande.
    Liebe Grüße!

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