Über Heide Merkel

Fachjournalistin, Referentin, Steuerung Presse & Digitale Medien bei Moll bauökologische Produkte GmbH (pro clima). Als Japanologin und ausgebildete Redakteurin ist Heide eher zufällig in der Baubranche gelandet. Seit 2011 arbeitet sie für pro clima. Ihr Wissen zu effektiver Kommunikation gibt sie in Seminaren, Artikeln und Vorträgen weiter. Für den pro clima Blog, proclima.tv und das pro clima Bauradio interviewt sie interessante Menschen aus der Baubranche. Auf www.airtight-junkies.de und www.zieht-wie-hechtsupp.de bloggt Heide über Leckagen, Luftdichtung und Qualitätsüberprüfung mit Blower-Door-Tests. Ihre Freizeit verbringt sie u.a. in den Vogesen, wo sie seit mehr als fünf Jahren ein altes Bauernhaus saniert. Ihr neuestes Projekt:  www.besser-als-marketing.de Hier gibt es Tipps, wie Unternehmen in der Baubranche ihre Sichtbarkeit erhöhen können. Und zwar ohne Geld in Werbung zu investieren. Das Motto: Einfach, unkompliziert und kostenfrei. Die ersten Videos sind bereits online im Youtube Channel Wer mehr über Heide Merkel erfahren möchte, findet sie auf den gängigen Social Media Plattformen und auf www.heide-hakt-nach.de

Das Känguru fragt: Flachdach in Holzbauweise auch nachweisfrei bauen?

Beim pro clima Live Nachmittag, als drei pro clima Online-Seminare hintereinander gesendet wurden, konnten zum Schluss Zuschauer den Referenten Fragen stellen. Eine davon lautete:

Kann ein Flachdach in Holzbauweise auch nachweisfrei gebaut werden?

Dazu antwortete Bauingenieur Michael Förster, der seit Jahren in verschiedenen Normenausschüssen, Expertengremien und Kongressen mitwirkt. Der Leiter der pro clima Anwendungstechnik plädiert für einfache, aber sichere Lösungen auf der Baustelle. Im Kurzvideo erzählt er von der Entwicklung der „7 goldenen Regeln für ein nachweisfreies Flachdach“. Dabei wirft er die Frage auf, ob nachweisfrei Sinn macht und wie Handwerker und Planer mithilfe der pro clima Technik-Hotline ohne großen Aufwand eine sichere Flachdachkonstruktion planen und ausführen können. Schließlich bietet das Technik-Team unter anderem eine kostenfreie hypothermische Simulation an.

Falls ihr Fragen zu Konstruktionen habt, könnt ihr die pro clima Technikhotline per E-Mail technik@proclima.de oder Telefon 06202/2782-45 kontaktieren. Weitere Informationen: https://de.proclima.com/service/technikhotline

Folgende Artikel geben Tipps und Fachwissen zu Flachdächern weiter:

Lust auf Bauwissen mal anders? Dann meldet euch für den pro clima Online-Seminar-Newsletter an:

Mit meiner Einwilligung erkläre ich mich einverstanden, dass die Firma MOLL bauökologische Produkte GmbH meine personenbezogenen Daten erhebt, speichert bzw. nutzt und mich regelmäßig per E-Mail über wichtige Branchen-News informiert. Mir ist bewusst, dass ich die Einwilligung in die Erhebung und Verwendung meiner Daten freiwillig und ohne Zwang abgebe. Diese Einwilligung ist jederzeit widerrufbar (widerruf@proclima.de).

100 % Luftdichtung – macht das Sinn? Ist das im Altbau überhaupt möglich?

Wer anfängt, sich mit Luftdichtung zu beschäftigen, landet in unterschiedlichen, z. T. heftigen Diskussionen. Beispielsweise, ob eine 100-prozentige Luftdichtung überhaupt sinnvoll sei. Oder, dass im Altbau eine absolut dichte Gebäudehülle nicht möglich sei.

Ja, Luftdichtung macht Sinn. Sie ist die Basis dafür, dass eine Wärmedämmung überhaupt funktioniert. Gäbe es keine dichte Gebäudehülle, würde aufwendig erzeugte Wärme einfach verpuffen. So als würden wir im Winter mit dicken Pullover, aber ohne winddichte Jacke Ski fahren. Wer fachgerecht und mit den richtigen Produkten luftdicht plant und verarbeitet, wird nicht von Feuchteschäden in der Konstruktion überrascht .

Aber ist 100% Luftdichtung im Bestand, also bei der Sanierung von Altbauen überhaupt möglich? Hier streiten sich die Experten. Jeder, der ein Sanierungsprojekt hat, wägt zuerst gemeinsam mit dem Auftraggeber ab, was finanziell und konstruktiv Sinn macht.

„Wer ein altes Gebäude komplett luftdicht haben will, muss

Zimmermeister Jochen Götz

Zimmermeister Jochen Götz

sich klar sein, dass der Aufwand sehr hoch ist“, sagt mein Kollege Jochen Götz, der als Zimmermeister 20 Jahre lang Häuser saniert hat. „So gibt es beispielsweise Decken, die luftdurchströmt sind, die man nicht so einfach erreicht. Hier müsste man sehr viel zurückbauen – beispielsweise die Wand freilegen oder den Boden öffnen. Da stellt sich dann die Frage, wann sich diese Investition wieder ausgleicht. Die meisten wollen ihr Dach oder Haus saniert haben, dass es weniger zieht und schön warm ist. Und Energiekosten drastisch reduzieren.“

Mein Kollege Philipp Küchler aus der Schweiz sagt: „Früher habe ich auch gedacht, dass ein Altbau nicht nachträglich komplett luftdicht saniert werden kann. Ich denke jedoch, dass mit der neuen sprühbaren Luftdichtung Aerosana Visconn auch das möglich ist.“

Welche Erfahrung habt ihr? Erstellt ihr selbst das Luftdichtheitskonzept? Was macht euch Spaß bei der Sanierung, wo sind die Schwierigkeiten? Ich freue mich auf eure Kommentare. Weiterlesen

Weniger Staubwischen und weil’s einfach gemütlicher ist: Passivhäuser – aber warum?

Wenn es um energieeffizientes Bauen geht, argumentieren die Befürworter meist mit harten Fakten: Jahresheizwärmebedarf, U-Werte der Fenster und Luftwechselrate n50

Passivhäuser haben jedoch auch Vorteile, die erlebbar sind. Beispielsweise ist die Gefahr der Bauschäden geringer, da die Qualität der Gebäudehülle unabhängig überprüft wird. Oder, weil nur nachgewiesen qualitative Produkte verbaut werden.

Alle Bewohner eines Passivhauses – die ich kenne – schwärmen von dieser Behaglichkeit. Sie sagen, es zieht nicht und die Wärme im Winter fühle sich ganz anders an. Und im Sommer sei es – auch bei Hitzewellen – angenehm in der Wohnung. Neulich hat mir ein Bekannter gesagt, dass er seit dem Einzug ins Passivhaus tatsächlich weniger Staubwischen müsse.

ProPassivhaus Mitgliederversammlung

Kürzlich (am 16. Oktober 2019) haben sich Passivhaus-Enthusiasten bei der Pro Passivhaus Mitgliederversammlung in Karlsruhe getroffen. Da pro clima den Verein als Fördermitglied unterstützt, bin ich auch auf der Tagung dabei gewesen und habe die Gelegenheit genutzt, um ein paar erfahrenen Passivhaus-Nutzern und Planern folgende Fragen zu stellen:

1. Warum muss ich weniger Staubwischen, wenn ich in einem Passivhaus wohne?
2. Wieso ist es im Winter auch vor großen Fensterflächen nicht kalt?
3. Bauschäden können bei jedem Projekt passieren. Wie sieht hier der Schutzmechanismus bei Passivhäusern aus?
4. Im Winter schön warm, aber im Sommer angenehm kühl? Welche Konstruktion macht dies möglich?

Mit diesen Menschen spreche ich in diesem Kurzvideo auf der Pro Passivhaustagung in Karlsruhe Weiterlesen

Praktisch bei großen Holzbauprojekten: diffusionsoffener Witterungsschutz

Staatl. geprüfter Bautechniker und Tischler aus der pro clima Anwendungstechnik Markus Kilian

Markus Kilian (links) arbeitet in der Anwendungstechnik bei pro clima.

Schnell ausgerollt, selbstklebend, wasserdicht und diffusionsoffen für zügiges Austrocknen von baubedingter Feuchte – das sind einige Eigenschaften der Witterungsschutzbahn Solitex Adhero.

„Natürlich gibt es hier schon verschiedene Lösungen, aber die Diffusionsoffenheit macht die Bahn einzigartig in der Baubranche“,

erzählte mir mein Kollege Markus Kilian neulich bei einer Holzbauveranstaltung.

Solitex Adhero ist recht beliebt in der Holzbaubranche. Aber warum eigentlich? Das habe ich meine Kollegen aus der pro clima Anwendungstechnik und Forschung und Entwicklung gefragt. Techniker Markus Kilian sprach mit mir über seine Baustellen-Erfahrungen und echten Rückmeldungen von Planern und Handwerken. Ingenieur Jens Lüder Herms von pro clima hat die Bahn mit entwickelt und erläuterte, welche Gedanken sich das Forschungs- und Entwicklungsteam dabei gemacht hat. Weiterlesen

Holzbau wird immer beliebter – sind die Holzbauer dafür bereit?

Bauen mit Holz ist inzwischen mitten in der Gesellschaft angekommen. Immer mehr Bauprojekte werden mit Holz geplant und umgesetzt. Berichte und Bilder über neue, außergewöhnliche Konstruktionen, bei denen hauptsächlich der Werkstoff Holz verbaut wurde, häufen sich in den Medien. Das freut vor allem die Holzbauer, die bereits seit 30 Jahren dafür kämpfen, diesen Werkstoff salonfähig zu machen.

Auf dem Netzwerktreffen der 81fünf high-tech & holzbau AG in Freiburg trafen sich im September Holzbaubetriebe, Planer und Handwerker. Sie tauschten sich über die aktuelle Auftragslage – die bei jedem aufgrund der Niedrigzinspolitik fantastisch ist – aus und beschäftigten sich unter anderem mit neuen Trends, Werten und wie Firmen Mitarbeiter anziehen und halten können. Weiterlesen

Live, ortsunabhängig und kostenfrei: Praktisches Fachwissen zu Flachdach, Fensteranschluss und Dachsanierung

Anmeldungen zum Live-Nachmittag der pro clima Wissenswerkstatt am 22. Oktober 2019 sind ab sofort möglich.

Flachdach, Fensteranschluss und Dachsanierung: Damit diese Konstruktionen einwandfrei funktionieren, ist eine fachgerecht hergestellte Luftdichtung notwendig. Wie bei jedem Bauprojekt liegt hier meist die Tücke im Detail. Daher kontaktieren Planer, Energieberater und Handwerker oft die pro clima Technik-Hotline, um bauphysikalisch auf der sicheren Seite zu sein.

Warum lohnt es sich, dem Fensteranschluss besondere Aufmerksamkeit zu widmen? Was führt zu einem erhöhten Schadensrisiko und wie lässt sich das vermeiden? Das sind nur einige Fragen, die am pro clima WISSEN live! Nachmittag beantwortet werden.

Aufgrund hoher Nachfrage haben die Referenten der pro clima Wissenswerkstatt nun die häufigsten Fragen mit aktuellen und praktischen Lösungen zusammengestellt. Sie werden diese unter dem neuen Format pro clima WISSEN live! am Dienstagnachmittag des 22. Oktober 2019 präsentieren. Die Zuschauer können dabei direkt nachhaken und weitere Fragen stellen. Der Live-Nachmittag ist kostenfrei. Anmeldungen sind ab sofort hier möglich.

Die Schlüssel für gutes Bauen sollten für jeden zugänglich sein

Seit der Gründung der Marke pro clima vor 25 Jahren hat der Hersteller für Luft- und Winddichtungssysteme sein Fachwissen durch verschiedene Medien und Kanäle – u. a. in Handbüchern, Workshops, Internetplattformen – weitergegeben. Denn es geht pro clima nicht nur um den Verkauf von Produkten, sondern um die Veränderung der Baukultur. „Jeder sollte seinen Beitrag zur Verbesserung der Bauqualität leisten. Damit werden Ressourcen geschont, energieeffizient und ohne Bauschäden gebaut. Die Voraussetzung ist für alle Beteiligten Wissen und Weiterbildung“, sagt Uwe Bartholomäi, Geschäftsführer der MOLL bauökologische Produkte GmbH, „pro clima vermittelt das kompakte Fachwissen für die sichere Gebäudehülle jetzt live und ortsunabhängig digital im Internet.“ Weiterlesen

Schnittstelle Baustelle: Dachterrasse mit barrierefreiem Zugang

Die gewerkeübergreifende Kompaktschulung ist 2018 durch 8 deutsche Städte getourt

Das Thema der Schnittstelle Baustelle 2018: Barrierefreier Zugang auf eine Dachterrasse.

8 deutsche Städte, 8 Termine, 1 Mission: Planer, Architekten, Energieberater und Handwerker zeigen, wie sie fachgerecht einen stufenlosen Zugang auf eine Dachterrasse herstellen können. Das ist eine Aufgabe, die nicht erst auf der Baustelle gelöst werden kann. Um die Details vernünftig ausführen zu können, ist eine gute Planung notwendig.

Das bestätigt auch der Leiter der Anwendungstechnik von pro clima, Michael Förster. In diesem Kurzinterview spricht er die Herausforderungen bei dieser speziellen Konstruktion:

Das Schnittstelle Baustelle Referententeam bestand aus Ingenieuren, Anwendungstechnikern und Praktikern. Sie arbeiteten an einem Modell, das den Maßen einer reellen Dachterrasse entsprach. Die Crew erklärte dabei den theoretischen Hintergrund und zeigte detailliert ihren Lösungsvorschlag für die fachgerechte Umsetzung einer Dachterrasse mit barrierefreiem Zugang. Weiterlesen

Geprüfte Fenstersysteme und Lösungen für die Unterfensterbank

Auf der Fensterbau Frontale dreht sich bei pro clima in Halle 4A Stand 204 alles um den perfekten Fensteranschluss

Auch wenn sie oft wenig beachtet werden, spielen die richtigen Anschlüsse beim Fenstereinbau eine zentrale Rolle. Denn am Übergang vom Fensterrahmen zu angrenzenden Bauteilen entscheidet sich, ob ein Fenster auf Dauer dicht hält und die Konstruktion vor Bauschäden geschützt bleibt. Der Wind- und Luftdichtungsspezialist MOLL pro clima zeigt auf der Fensterbau Frontale vom 20. bis zum 23. März in Nürnberg sein komplettes Sortiment für den sicheren Anschluss von Fenstern und Türen.

Beratung, Wissenstranfer und Fensterlösungen: Auf der Fensterbau
Frontale präsentiert sich pro clima in Halle 4 A, Stand 2014 mit
geprüften Fenstersystemen und Lösungen für die Unterfensterbank. Bildquelle: MOLL pro clima

Am pro clima Stand 204 in Halle 4A gibt es für jede Einbausituation und jede Materialkombination die passenden Anschlussprodukte: von Fugendichtungsfolien für innen und außen über Fugendichtungsbänder bis hin zu Lösungen für die Unterfensterbank. Sämtliche pro clima Fugendichtungsfolien wurden vom Institut für Fenstertechnik in Rosenheim geprüft und zertifiziert. CONTEGA IQ besitzt zusätzlich das RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft Fugendichtungskomponenten und –Systeme. Darüber hinaus gilt im Rahmen der pro clima System-Gewährleistung eine deutlich über die gesetzlichen Ansprüche hinausgehende Gewährleistung für die Qualität sämtlicher Produkte.

Fugendichtungsfolien eignen sich auch für raue Untergründe

Mit der Fugendichtungsfolie CONTEGA IQ kann man Fenster sowohl innen als auch außen sicher anschließen. Möglich macht das der feuchtevariable Diffusionswiderstand
des Materials. Die perfekte Eignung für den beidseitigen Fensteranschluss bestätigt unter anderem das RAL-Gütezeichen für Fugendichtungskomponenten und -systeme.

„Fugendichtungsfolien erleichtern Handwerkern und Planern die Arbeit, weil man sie sehr flexibel einsetzen kann“, erklärt Zimmerer und Bauingenieur Michael Förster, der die pro clima Anwendungstechnik leitet: „Sie eignen sich auch für raue Untergründe, lassen sich vor oder nach der Fenstermontage anbringen und vor allem können sie Bauteilbewegungen, wie sie an jedem Fenster auftreten, hervorragend aufnehmen. Dadurch funktioniert die Abdichtung besonders sicher.“

Für besondere Sicherheit vor allem Weiterlesen

DACH+HOLZ in Köln: Automatisierung und Digitalisierung in Holzbauunternehmen

Die Digitalisierung ist kein Zukunftsthema. Sie ist bereits da. Nicht nur in der Baubranche, sondern in erster Linie im Alltag. Daher wird es für Handwerksbetriebe und Holzbauunternehmen immer wichtiger, sich damit zu beschäftigen.

Digitalisierung und agiles Arbeiten

Eine, die das seit Jahren praktisch und theoretisch macht, ist die Ingenieurin Marlen Schlosser. Die 33-Jährige ist Mitgeschäftsführerin von Schlosser Holzbau und Schlosser plan.Projekt in Jagstzell. Im Unternehmen ist sie dafür verantwortlich, die 80 Mitarbeiter in Prozessinnovationen zu integrieren und das bedeutet vor allem: sie zu begeistern.

Für FrauenZimmer hat Marlen Schlosser auf dem DACH+HOLZ Forum in Köln dazu einen Vortrag gehalten. Die Unternehmerfrau hat anhand von Praxisbeispielen gezeigt, dass Digitalsierung, Prozessoptimierung und agiles Arbeiten mehr als Schlagworte sind.

pro clima TV hat den Vortrag aufgezeichnet, dieser ist ab sofort hier verfügbar.

Weiterlesen

Neu: Fensterseminar zu fachgerechten Anschlüssen

Ab sofort in Verden und Schwetzingen: Praxis und Theorie zu „Fenster sicher anschließen“

Fenster einbauen sieht leicht aus, aber hier können viele Fehler passieren. Denn: es kommt vor allem auf die richtigen Anschlüsse an. Handwerker und Planer müssen genau auf die Übergänge von Fensterrahmen auf Bauteile achten, damit die Gebäudehülle auch wirklich dicht ist. Die bauphysikalischen Hintergründe und Praxistipps gibt es ab sofort im neuen Seminar: „Fenster sicher anschließen“, das in der pro clima Wissenswerkstatt in Schwetzingen und Verden stattfindet.

Beim neuen Fensterseminar arbeiten die Referenten direkt mit den Teilnehmern an den Modellen. So können Handwerker, Energieberater und Planer die vorgestellten Anschlusslösungen gleich testen.

Das Fensterseminar umfasst grundlegende bauphysikalische Hintergründe: „ Je früher ich weiß, warum ich etwas tun muss, desto eher achte ich auch darauf. Fensteranschlüsse werden oft unterschätzt. Beispielsweise, dass mit ein bisschen Schaum nicht alles dicht ist“, sagt Cornelia Lässing von der pro clima Wissenswerkstatt, die das Seminar mitkonzipiert hat.

Der Fensteranschluss ist eine anspruchsvolle, knifflige Aufgabe, die leider nur selten als eigenständige Leistung gesehen wird“, ergänzt Bauingenieur Michael Förster, Leiter der pro clima Anwendungstechnik. „Immerhin muss die Fensteranschlussfuge auf engstem Raum das Gleiche leisten wie eine 40 Zentimeter dicke Außenwand: Von außen schützt sie vor Wind und Wetter, im Funktionsbereich geht es um Wärme- und Schallschutz und innen übernimmt sie die Aufgabe der Luftdichtung und Dampfbremse. Aber auch die Einbaulage eines Fensters oder Ansprüche seitens der Bauherren spielen eine Rolle.“ Weiterlesen

Wissen schützt vor Bauschäden – Qualität verringert Gefahr vor Sturmschäden

Die meisten Bauschäden entstehen durch Unwissenheit: Sei es auf der Seite der Handwerker, Planer, Energieberater oder der Auftraggeber. Meist ist es eine Kombination aus allem. Daher ist eine gute Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung zum aktuellen Stand der Technik wichtig.

Dach sollte sturmsicher sein – mit der richtigen Befestigung

„Der heftige Sturm, der derzeit durch Deutschland zieht, hat aufgezeigt, dass sehr wichtig ist, die Holzkonstruktion und Dachdeckung sicher zu befestigen“ , sagt Georg Lippacher aus Erding, „hier mangelt es manchmal noch am Bewusstsein auf Seiten der Bauherren und sogar der Handwerker. Ich möchte künftig mit Beiträgen aufklären – am Besten mit positiven Beispielen.“

Deshalb haben sich Januar zehn Mitarbeiter aus Holzbaubetrieben im Bildungszentrum Holzbau Baden-Württembergin Biberach – das auch als Zimmererzentrum bekannt ist – getroffen. Sie wolleni hr Know-How künftig verstärkt und auf unterschiedlichen Internetplattformen anzubieten.

Ökologisches Bauen in Trochtelfingen und Lindau

So ist beispielsweise Silke Winkler von Holzbau Klingenstein GmbH & Co.KG aus Trochtelfingen angereist: „Unser 24-köpfiges Team macht spannende Sanierungen und Neubauten. Dabei ist jede Baustelle anders. Wir wollen unseren Kunden und Kollegen zeigen, wie werthaltig und ökologisch Holzhäuser sein können. Dazu wollen wir auch Social Media Kanäle nutzen.“

Zimmerermeister Georg Bühler und Geschäftsführerin Bianca Stiehle lieben den Werkstoff Holz. Und die Verbindung von Tradition und Handwerk im Holzbau.

„Als Unternehmerfrau halte ich einerseits den Rücken meines Mannes Rolf Stiehle frei. Zudem bin ich bei Stiehle Holz & Solar Projekte zuständig für Buchhaltung, Personalführung und Marketing im Betrieb. Unsere Kunden mögen, dass unser Team gewissenhaft, ordentlich und mit Leidenschaft ihre Projekte ausführen. Diese Begeisterung möchte ich nun auch nach außen tragen“, sagt Geschäftsführerin Bianca Stiehle. Darüber hat auch der Blog “Unser Nestbau”  berichtet.

Praxistipps aus dem Baustellenalltag

Zimmerermeister Simon Riester ist u.a. staatlich geprüfter Restaurator im Zimmerehandwerk. “m Holzbaubetrieb der Hummler GmbH, Schemmerberg, steht der hohe Anspruch an fachlicher Kompetenz, der Einsatz hochwertiger Materialien und große Kundenzufriedenheit an erster Stelle. Um diesen Standard zu halten, gehört heute zwingend der Informationsweg der digitalen Medien dazu“, sagt Geschäftsführerin Angelika Hummler.

Als Georg Bühler aus Neu-Ulm vor 30 Jahren Zimmerermeister wurde, hat er hauptsächlich aus Fachbüchern und in der Berufsschule gelernt. „Heutzutage kann ich mich auch online weiterbilden und profitiere von dem Internet. Ich möchte jedoch auch mein Wissen und meine Erfahrung weitergeben – daher werde ich künftig Praxistipps von der Baustelle online stellen.“

Zimmerermeister und Restaurator Simon Riester (Riester Holzbau) setzt bereits auf Social Media in der Kommunikation – z.B. Facebook: „Das ist die Mundpropaganda im 21. Jahrhundert: Empfehlungen vom Nachbarn werden jetzt immer häufiger auch im digitalen Freundeskreis ausgesprochen. Unsere Erfahrung: Kunden schätzen diesen Blick hinter die Kulissen.“ Im Interview spricht Simon über die Freude an Restauration und Neubau.

Moderner Holzbau

Achim Reinhardt (rechts) ist Bauingenieur und wird in einiegen Jahren den elterlichen Holzkbaubetrieb in der 5. Generation übernehmen. Zimmerermeister Rainer Glemser ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger und will sein Wissen zur Qualitätssicherung weitergeben.

Ein Dach besteht fast immer aus Holz – Häuser komplett in Holz zu bauen, ist nicht überall in Deutschland verbreitet: „Somit ist das Internet auch eine gute Plattform für uns als überzeugte Holzliebhaber über den Werkstoff Holz und über das Potenzial zu informieren“, sagt Bauingineur Achim Reinhardt aus Blaufelden. Er wird in einigen Jahren den elterlichen Holzbaubetrieb in 5. Generation übernehmen: „Als Bauingenieur plane ich in unserer Firma die Projekte mit: vom Entwurf bis zu den Ausführungsdetails. Bei uns kommt alles aus einer Hand: Planung und Ausführung.“

Rainer Glemser ist Zimmerermeister, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger und Blower-Door-Messdienstleister aus Stuttgart: „Luftdichtheit ist normativ vorgegeben. Daher wird auch die Qualitätsüberprüfung oft Pflicht. Die Blower-Door-Messung hat zudem auch viele Vorteile: Sie dokumentiert, dass die Gebäudehülle luftdicht ausgeführt wurde. Das verringert das Potenzial von Bauschäden. Ich habe vor kurzem begonnen, auch Verarbeitungstipps und Baustellenbeispiele auf Facebook zu stellen. In dem Seminar heute lerne ich, welche Plattformen für mich Sinn machen, beispielsweise die wichtigen Infos erst auf die eigene Homepage bzw. Blog zu teilen und dann zu verbreiten.“

“Im Holzbaubetrieb der Hummler GmbH, Schemmerberg, steht der hohe Anspruch an

Sicherheit ist sowohl auf der Baustelle, als auch in der digitalen Welt ein muss – das sagen Rita Locher aus Nußloch und Georg Lippacher aus Erding.

fachlicher Kompetenz, der Einsatz hochwertiger Materialien und große Kundenzufriedenheit an erster Stelle. Um diesen Standard zu halten, gehört heute zwingend der Informationsweg der digitalen Medien dazu“, sagt Geschäftsführerin Angelika Hummler.

Rita Locher, Managerin im Holzbau, Zimmerei R. Locher GmbH aus Nußloch möchte die Vielfalt der digitalen Kommunikation kennenlernen, um diese für die Öffentlichkeitsarbeit im Betrieb einzusetzen.

Wissen, an die nächste Generation weitergeben

Alle Teilnehmer wollen auch Baustellenerfahrung und Fachwissen an die nachfolgenden Zimmerer und Holzbau-Generationen weitergeben – das motiviert sie, mehr digital zu kommunizieren: „Das Zimmererhandwerk ist traditionell und gleichzeitig sehr modern. Die Digitalisierung zieht auch hier durch alle Bereiche: Von der Automatisierung, über Bürodigitalisierung, CAD bis hin zu BIM. Oder auch Kommunikation mit Social Media.

Solke Winkler von der Klingenstein GmbH und Peter Mackowiack (Referat Kommunikation, Holzbau Baden-Württemberg) wissen, dass auch bei der digitalen Kommunikation der Inhalt- der Nutzen für Leser und Kunden in Vordergrund steht.

Nachwuchskräfte und künftige Auszubildende informieren sich meist in den Medien, die sich am meisten nutzen: „ Daher macht es Sinn, dass wir als Ausbildungsbetrieb mehr Hintergründe zum Ausbildungsberuf und den Abläufen zu erzählen“, ergänzt Rita Locher.

Fazit zum Seminar: „ Wir haben die vielfältigen Möglichkeiten und Kanäle kennengelernt, wie wir unsere Arbeit, unsere Dienstleistungen und den Holzbau noch effektiver darstellen können. Dabei lassen wir uns nicht mehr von den kommenden und gehenden Social Media Plattformen irritieren. Wir konzentrieren uns darauf, unsere Inhalte – den „Content“ – auf unserer Website bzw. im Blog anschaulich darzustellen.”

Das Zimmerzentrum bietet verschiedene Aus- und Weiterbildungen an: „Die Angebot hier in Biberach verschaffen unseren Innungsmitgliedern eine bessere Marksituation. Der Wissensvorsprung zeichnet sie aus“, stellt Kommunikationsberater Peter Mackowiack, Landesverband Holzbau Baden-Württemberg, fest.

So wurde im Januar Heide Merkel (pro clima) eingeladen. Sie gibt ihre Erfahrung und ihr Wissen über wirtschaftlichen Erfolg durch Digitale Präsenz weiter. Zudem hat sie praktische Tipps zum Umgang mit Fach- und Regionalpresse.
Dieses Seminar findet das nächste Mal am 24. April in Schwetzingen statt.

Alle Seminare des Kompetenzzentrums:
http://seminare.kompetenzzentrum-bc.de/

Lernen und Arbeiten bei pro clima: Ausbildungsplätze zum 1. September

Ein Motto von pro clima lautet: Lust auf Zukunft. Daher bildet pro clima bildet auch seit Jahren aus. Zum Industriekaufmann bzw. – kauffrau und seit 2 Jahren zur Veranstaltungskauffrau bzw. – kaufmann. Zum 1. September gibt es noch freie Ausbildungsplätze Bewerbungen sind ab sofort möglich: bewerbung@proclima.de

Beispiel: Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann/-kauffrau

Was das Arbeiten und Lernen bei pro clima ausmacht, das fasst Azubi Daniel Laubscher in 3 Minuten zusammen. Der 20-Jährige ist im 2. Lehrjahr. Neben der praktischen Ausbildung besucht er im Blockunterricht die Robert-Schuman-Schule in Baden-Baden.

Weitere Infos zu den Ausbildungsberufen bei pro clima