(Fachartikel): Praxisgerechte Lösungen für Durchdringungen

Der wichtigste Grundsatz bei der Planung von Durchdringungen lautet: vermeiden. Jede Durchdringung birgt die Gefahr, dass Leckagen entstehen oder bleiben. Somit bietet sich an, Installationen (Kabel, Rohre etc.) raumseitig der Luftdichtheitsebene zu verlegen. Sind Durchdringungen nicht zu vermeiden, gibt es vorgefertigte Detaillösungen und praktische Verarbeitungstipps mit denen die Luftdichtheit einfach, effizient und sicher herzustellen ist.

Die DIN 4108-7 schreibt dazu: „Die Luftdichtheitsschicht ist sorgfältig zu planen, auszuschreiben und auszuführen.“ Das beinhaltet auch die gewissenhafte Planung und Ausführung jedes einzelnen Details wie z.B. Durchdringungen der Luftdichtheitsebene. Und wer vorher plant, hat es auch später auf der Baustelle einfacher. Denn für viele schwierige Anschlusssituationen gibt es auch vorgefertigte Lösungen.

Kabel- und Rohrdurchdringungen

Manschetten für Kabel oder Rohre sind einfach und schnell montiert, sofern die Kabel bzw. Rohre noch nicht angeschlossen sind und eine Manschette über sie geschoben werden kann. Ein dehnbares Material dichtet zum Kabel bzw. Rohr hin ab und muss in der Regel nicht mit diesen verklebt werden. Somit ist ein nachträgliches Schieben der Installationen möglich. Zur luftdichten Ebene hin wird die Manschette fest verklebt.

Sicherer Anschluss, schnelle und einfache Dichtung innen und außen mit vorgefertigter Rohrmanschette

Sicherer Anschluss, schnelle und einfache Dichtung innen und außen mit vorgefertigter Rohrmanschette. Verarbeitungshinweise: http://www.wissenwiki.de/Verarbeitung_(ROFLEX_30-300)

Weiterlesen

Bauradio: Herausforderung Messungen großer Gebäude

Bauingenieurin Stefanie Rolfsmeier (links) mit Heide Gentner vom pro clima Bauradio

Bauingenieurin Stefanie Rolfsmeier (links) mit Heide Gentner vom pro clima Bauradio

pro clima Bauradio hat in Berlin bei der Tagung QUBE Qualitätssicherung Energie Bau Stefanie Rolfsmeier getroffen. Die Bauingenieurin führt Luftdichtheitsmessungen zur Überprüfung der Dichtigkeit der Gebäudehülle durch. Rolfsmeier ist zertifizierte Prüferin der Luftdichtheit, im Vorstand des Fachverbands für Luftdichtheit im Bauwesen FLiB und arbeitet in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der BlowerDoor GmbH.

Im Interview spricht Heide Gentner von pro clima Bauradio mit Stefanie Rolfsmeier, wo die Herausforderung bei der Messung großer Gebäude liegt, was alles schief gehen kann, inwiefern sich die Gebäudepräparation von einem Einfamilienhaus von einem Hochhaus unterscheidet. Zudem erzählt Rolfsmeier woran man als Auftraggeber erkennt, welches Messteam kompetent ist, um eine großes Gebäude zu messen.

Übersicht der Fragen:

1. Ab wann gilt bei Blower-Door-Messungen ein Gebäude als groß? Ab wie viel Kubikmeter?

2. Was für Gebäude sind das konkret?

3. Logistikhallen zeichnen sich dadurch aus, dass sie über viele Rolltore und Ladebrücken verfügen, die ja bekanntlich sehr undicht sind. Macht es dann überhaupt Sinn, die Luftdichtigkeit einer Logitiskhalle zu messen?

4. Macht es einen Unterschied, ob ich einen großen Ventilator nutze oder zwei normale Ventilatoren?

5. Wovon hängt es ab, wie viele Ventilatoren ich bei der Messung eines großen Gebäudes brauche?

6. Woher weiß ich als Messteam, wie viele Ventilatoren ich mitnehmen muss? Woher weiß ich vorher, wie dicht ein Gebäude in etwa sein wird?

7. Wo liegt die Herausforderung bei einer Messung mit mehreren Geräten? Was kann alles schief gehen?

8. Kann jedes Messteam ein großes Gebäude messen oder gibt es hier bestimmte Voraussetzungen?

9. Welchen Einfluss haben die anwesenden Menschen bei einer BlowerDoor-Messung?

10. Worin unterscheidet sich die Gebäudepräparation eines Einfamilienhauses  von einer großen Halle oder eines Hochhauses?

11. Je höher das Gebäude und je größer der Temperaturunterschied, desto schwieriger wird es eine normgerechte natürliche Druckdifferenz von 5 Pascal einzuhalten. Welche Möglichkeiten hat man hier als Messteam?

12. Was war die spannendste Großmessung, die Du bisher durchgeführt hast?

Links:

 

Bauradio: Sanierung mit einer Holzfassade – Audiointerview mit Tischler und pro clima Anwendungstechniker

DSC_0808

Der pro clima Anwendungstechniker und Tischler Martin Großekathöfer saniert gerade in seiner Freizeit sein Einfamilien-Steinhaus mit zwei Holzfassaden. Im Audiointerview erzählt der Ingenieur, warum er ein Steinhaus in ein Holzhaus umwandeln will, welchen energetischen Effekt dies erzeugt und welchen Herausforderungen er bei der Sanierung bisher begegnet ist.

Auszug der Fragen:

  • Wie ist das Einfamilienhaus ursprünglich konstruiert und wie wird es saniert?  Weiterlesen