Keine Angst vor der Sanierung zum Passivhaus: Vorteile für Bauherren und Architekten, Argumentationshilfen und Leitfäden

Bildschirmfoto 2015-08-26 um 17.15.13pro clima TV Interviews zum ersten Passivhaus-Sanierungs-Fachbuch

Schwetzingen – Passivhäuser zu realisieren gilt als Königsdisziplin in der Baubranche. Schließlich wird die erforderliche Energieeffizienz nur erreicht, wenn die Details korrekt ausgeführt werden. Sanierungsprojekte gelten als Herausforderungen, weil es meist keine Standardlösungen gibt. Daher sind viele Planer und Architekten oft unsicher, wenn Bestandsgebäude in den Passivhausstandard umgebaut werden sollen.

Für diese anspruchsvollen Sanierungen gibt es inzwischen immer mehr Hilfen für Planer und Verarbeiter. pro clima TV (http://proclima.tv/) hat dazu Ingenieur Roland Matzig interviewt, der kürzlich das erste Fachbuch mit dem Thema „Sanieren zum Passivhaus“ (http://tinyurl.com/nsm43p8) verfasst hat.

 

Optimale Energieeinsparung und spezielle Vergütung für Architekten

Matzig beschreibt in seinem Fachbuch die entscheidenden Faktoren bei der Sanierung und erläutert, wo die finanziellen Vorteile für Eigenheimbesitzer und Architekten liegen: „Die Gebäudehülle wird bei der Passivhausbauweise besonders detailliert, kontrolliert und korrekt ausgeführt, um die optimale Luftdichtung zu erreichen. Wer auf diesem Niveau saniert, wird in fünf und vermutlich auch noch in zehn Jahren auf dem aktuellen Stand der Technik sein“, sagt Autor Matzig. Mehrkosten würden sich durch die Energieeinsparung zügig amortisieren. Auch Architekten profitieren, wenn sie eine Sanierung in Passivhausbauweise anbieten, da die Arbeit nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) als Sonderleistung gilt und somit auch zusätzlich berechnet werden kann.

 

Passivhaus = hoher Wohnkomfort ohne Verzicht

„Wenn sie wüssten, wie viel höher die Wohn- und Lebensqualität in einem Passivhaus ist, würden alle Bauherren und Eigenheimbesitzer in diesen Standard investieren – was sie schließlich auch für schöne Küchen oder Bäder tun“, ergänzt Verleger Johannes Laible. Seit er selbst in einem Passivhaus lebt, setzt er sich leidenschaftlich für diese Bauweise ein. Er gründete die Fachzeitschrift Passivhaus Kompendium, sammelte Mythen und Vorurteile gegenüber der Passivbauweise und löste sie auf. Einige hat auch Matzig in seinem Buch übernommen: „Hartnäckig hält sich der Mythos, dass ein Passivhaus viel teurer sei, als eine herkömmliche Immobilie. Das stimmt so nicht. Es sind fünf bis zehn Prozent gegenüber dem gesetzlichen Mindeststandard. Gegenüber dem KfW-Effizienzhausstandard sind die Mehrkosten nur noch minimal. Diese werden sich jedoch durch die niedrigen Energiekosten spätestens nach zehn Jahren amortisiert haben“, sagen Matzig und Laible. Beide engagieren sich auch im Verein Pro Passivhaus.


Auch die MOLL bauökologische Produkte GmbH mit der Marke pro clima, Hersteller und Entwickler von Produkten für die Luftdichtung innen und Winddichtung außen, unterstützte die Passivhausbewegung schon von Beginn an. „Wir wollen mit unseren Systemen eine nachhaltige Bauweise mit hohem Komfort und niedrigem Energieverbrauch verwirklichen. Vor allem unsere Detaillösungen wie die Manschetten kommen hier auch gut an“, sagt Anwendungstechniker Jens-Lüder Herms von der pro clima Forschung und Entwicklung. Die Ingenieure der Technik-Hotline beraten Planer und Verarbeiter, prüfen und berechnen bauphysikalische Konstruktionen und geben diese verbindlich frei. Herms betreut auch mit seinem Export-Team pro clima Kunden in mehr als 35 Ländern: „Toll finde ich beispielsweise, dass trotz der großen Krise in Griechenland dort gerade das erste Passivhaus entsteht. Hier begleiten wir das Projekt mit unserem Know-how .“

Konstruktionshilfen im Fachbuch Sanieren zum Passivhaus
Bereits seit 40 Jahren baut und saniert Passivhausdozent Matzig Häuser. In seinem kürzlich erschienenen Fachbuch hat er Planungshilfen und Konstruktionshilfen maßstabsgetreu auf Papier und CD hinterlegt, welche die Planer sofort für ihre aktuellen Projekte einsetzen können: „Ich will, dass mein Wissen kopiert wird. Wenn man sich einmal das Wissen angeeignet hat, ist es nicht mehr so kompliziert“, fasst Matzig zusammen.

In den drei pro clima TV Folgen stellt Matzig sein Fachbuch vor, diskutiert die gängigsten Mythen zum Passivhaus, spricht über realistische Kostenkalkulationen und über Argumente für Eigenheimbesitzer und Architekten.

 

pro clima TV Folgen zum Thema Passivhaus

Sanieren zum Passivhaus – das Interview zum Fachbuch

Die schlimmsten Mythen zum Passivhaus – Interview mit Passivhausplaner Roland Matzig

Erfolgreiche und kostendeckende Sanierung zum Passivhaus


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Presskontakt

Heide Gentner
heide.gentner@proclima.de
06202/2782-56

Nach dem Interview im pro clima TV Studio: Architekt Roland Matzig (links) und Kameramann und pro clima TV Produzent Bertold Roth (rechts).

Nach dem Interview im pro clima TV Studio: Architekt Roland Matzig (links) und Kameramann und pro clima TV Produzent Bertold Roth (rechts).,

Über mich

Bildschirmfoto 2015-04-23 um 16.00.04Ich arbeite als Referentin der Unternehmenskommunikation für pro clima (Moll bauökologische Produkte GmbH) , Entwickler und Hersteller für Systeme zur Luftdichtung innen und Winddichtung außen. Ich suche ständig nach spannenden Menschen und Geschichten rund um das Bauen. Falls Sie ein interessantes Projekt kennen oder selbst betreuen, kontaktieren Sie mich bitte unter heide.gentner@proclima.de oder 06202/2782-56

In meiner Freizeit saniere ich ein altes Bauernhaus in den Vogesen, sportle mit Fit wie Herkules, frage Menschen aus mit Heidi hakt nach und blogge für das Luftdichtungsmagazin airtight-junkies.de
Weitere Informationen über mich finden Sie auf XING
https://www.xing.com/profile/HeideHaruyo_Gentner

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