Bewusst bauen und wohnen – Wie viel Energie sparen wir wirklich?

Energie einsparen, Bauschäden vermeiden und wohngesund leben – dieses Ziel verfolgt Uwe Bartholomäi, Geschäftsführer von pro clima, seit über 30 Jahren. Im Gespräch erklärt er, wo wir heute stehen und wie sich ökologische und wirtschaftliche Interessen vereinbaren lassen.
UWE
Öko-Visionär seit über 30 Jahren: pro clima Geschäftsführer Uwe Bartholomäi

Für viele bedeutet ökologisch gleich teuer. Widersprechen sich Ökologie und Ökonomie?

Uwe Bartholomäi: Beide Begriffe sind von dem altgriechischen Wort »Oikos« abgeleitet. Es steht für die Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft, und kann demnach nicht getrennt voneinander, sondern nur zusammen betrachtet werden. Auf lange Sicht können wir ökonomisch nur dann erfolgreich sein, wenn wir ökologisch handeln.

Ökologisches Bewusstsein ist in der Gesellschaft und in der Wirtschaft angekommen. Betrachten wir aber die Zahlen in Bezug auf Wohnraum, spiegelt sich das nicht wider. Warum?

Uwe Bartholomäi: 1950 hatte eine Person in Deutschland im Durchschnitt 14 qm Wohnfläche zur Verfügung. Im Jahr 2004 waren es dann 42 qm. Das hat mit mehr Wohlstand und gestiegenen Ansprüchen zu tun – entsprechend viel wurde gebaut. 2014, also innerhalb von nur 10 Jahren, ist die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf auf 46 qm gestiegen. Die Prognose für das Jahr 2030 liegt bei 56 qm. Diese Zahlen müssen wir auch kritisch betrachten: In 50% aller Haushalte in Deutschland lebt nur eine Person. Im Zuge des demografischen Wandels sind darunter viele ältere Menschen, die nach dem Auszug der Kinder Eigenheime von über 100 qm zu zweit oder alleine bewohnen.

Wie sieht es dabei mit dem Energieverbrauch aus?

Uwe Bartholomäi: Der Raumwärmebedarf pro Quadratmeter Wohnfläche sinkt seit Jahren stetig. Spätestens mit dem Ölschock Anfang der 1970er Jahren kam die Erkenntnis: Wir müssen Gebäude wärmedämmen, um Energie einzusparen. Im Vergleich zu 1970 wird der Energiebedarf pro Quadratmeter im Jahr 2030 um zwei Drittel gesunken sein. Das ist im Grunde ein gutes Ergebnis. Auf der anderen Seite aber haben wir nun den riesigen Zuwachs an Wohnfläche pro Person. Betrachten wir die Steigerung bis 2030 bedeutet das in der Summe den gleichen Energieverbrauch wie 1970. Wir haben effektiv pro Person kein besseres Ergebnis. Wenn wir über Ökologie sprechen, müssen wir darüber nachdenken: Wie viel Wohnraum braucht ein Mensch überhaupt? Erst wenn wir einen Durchschnitt von rund 40 statt 56 qm pro Person erreichen, haben wir tatsächlich Energie eingespart.Darüber hinaus stellt sich die Frage: Wie können wir in der Zukunft Häuser bauen, die Energie erzeugen, statt zu verbrauchen? Wir müssen innovative Technologien entwickeln, neue Möglichkeiten entdecken und letztendlich vollkommen neu denken.

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Netzwerk Wissen: Gemeinsam einen Schritt voraus

Qualität am Bau und technische Weiterentwicklungen basieren auf Wissensaustausch
und -verbreitung: Im digitalen und persönlichen Dialog miteinander Erfahrungen und
Know-How zu teilen, eröffnet spannende, neue Sichtweisen. pro clima hat für die
Vermittlung von Fachkompetenzen verschiedene Methoden und Plattformen entwickelt.
»Mit je mehr Begeisterung ich lerne, desto mehr bleibt im Gedächtnis und lässt sich
in der Praxis anwenden.« Hier setzen die verschiedenen Wissensvermittlungs-Formate
von pro clima an.
Kompakt, kompetent, kreativ:
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»Wenn ein Bauherr bauphysikalische Zusammenhänge, wie z. B. den Taupunkt, ganz  genau erklärt haben will, ist das sicher eine Herausforderung«, sagt Zimmerermeister Carsten Aulhorn von der Zimmerei Donath aus Glashütte. »Im beruflichen Alltag ist es
nicht einfach, nebenbei Fachwissen zu vertiefen und immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.«
Sicher dichten

Bei “Sicher dichten” wird die Ausführung der Luftdichtung an 1:1 Modellen im pro clima Schulungshaus geübt.

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Nordbau 2014 – pro clima mit Sanierungslösungen in Halle 5

nordbauscreenshotpro clima ist auch dieses Jahr auf der Nordbau in Neumünster vertreten, auf einer der größten Baumessen in Nordeuropa. In Halle 5, am Messestand 5.222, berät Zimmermann Joachim Groß mit seinem Team-Nord vom 10. bis 14. September bei Fragen rund um die  Dachsanierung.

„Bei uns erhalten die Besucher klare Antworten auf konkrete Fragen. Wir zeigen an unseren Modellen, wie verschiedene Dachsanierungslösungen ausgeführt werden können. Beispielsweise wie der Sub-and-Top-Zangentrick funktioniert“, sagt Joachim Groß, pro clima Außendienst Nord.

Jan Lüth (links), pro clima Außendienst Ost mit dem pro clima Außendienst Nord-Team: Jan Krebs und Frank Brockmann.

Jan Lüth (links), pro clima Außendienst Ost mit dem pro clima Außendienst Nord-Team: Jan Krebs und Frank Brockmann.

Neben der Beratung, zu Systemen der Luftdichtung innen und Winddichtung außen, demonstriert das pro clima Team, wie Planer und Handwerker ihre Weiterlesen

Wälderhaus in Hamburg: „Beeindruckend, minimalistisch, ehrlich“

Besucher können bereits erahnen, was für eine besondere Beton-Holzkonstruktion hier entsteht: Beim  Hamburger Holzforum am 9. Mai wurde das Wälderhaus vorgestellt.  „Es ist minimalistisch, beeindruckend und gleichzeitig ehrlich“, sagt Joachim Groß von Baupraxis. Der pro clima Regionalvertreter hat den Rohbau des Wälderhauses besichtigt: Weiterlesen