Holzbaucampus: Entwürfe bis zur Detailebene

Sie zeichneten, bauten und lernten: Zwei Wochen lang sind Studenten aus ganz Deutschland in die Welt des Holzbaus eingetaucht. Beim ersten Holzbaucampus in Berlin, der von Architekt Tom Kaden initiiert wurde, entwickelten angehende Architekten und Ingenieure Konzepte für die Zukunft: „Meine Erwartungen sind übertroffen worden. Ich war überrascht, wie intensiv sich die Studenten mit dem Projekt beschäftigt haben“, sagt Kaden, der mit seinem Partner Tom Klingbeil derzeit im Architekturforum aedes in Berlin ausstellt.

Statt Berlin im April zu entdecken und in der Hauptstadt zu feiern, konzentrierten sich die Workshopteilnehmer auf das Thema Holzbau und Holzkonstruktionen. In der ersten Woche bearbeiteten sie einen städtebaulichen Entwurf für ein Baufeld in Neukölln, das in der Nähe des stillgelegten Flughafens Tempelhof liegt. Sie untersuchten die bereits vorhandenen, sanierungsbedürftigen und abzureißenden Gebäude, fotografierten und diskutierten Konzepte. „In der zweiten Woche erarbeiteten die Studenten Konstruktionssysteme in Holzbauweise für den Wohnungsbau“, erklärt Kaden. Die Vorentwürfe bis zur Detailebene stellten sie zum Abschluss Gastdozenten vor: Professoren aus verschiedenen deutschen Universitäten.

„Ich habe selten in kurzer Zeit so weit entwickelte Ergebnisse gesehen“, sagt pro clima Grafiker Albert Bomerski, der selbst auch Architektur studiert hat und den Workshop mit pro clima Außendienst Jan Lüth  (3d Bauservice) besuchte. „Den Studenten gefiel der Workshop wegen der intensiven Betreuung durch die verschiedenen Dozenten“, sagt Kaden.

Die Vorschläge der Studenten seien so gut, dass das Architekturbüro Kaden Klingbeil daran anknüpfen will:  „Wir wollen mit den Studenten und deren Ergebnissen gegebenenfalls weiterarbeiten. Ob das funktioniert hängt von der finanzierenden Bank, der Wohnungsbaugenossenschaft, den Baugruppen und den Investoren ab“, erklärt Kaden.

Sicher jedoch ist, dass Kaden den Holzbaucampus wiederholen möchte: „Ich war nach den zwei Wochen traurig, dass es vorbei war. Wir wollen künftig den Workshop einmal im Jahr anbieten.“

 

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