Anschlüsse clever und gut lösen (7/8) – Besondere Tücken bei der Sanierung

Fortsetzung von Teil 6: Problem bei Dachflächenfenstern: Eckverklebungen

Besonders herausfordernd ist die Luftdichtung bei der Sanierung, denn schiefe Wände und unebene Untergründe sind üblich. Gerne wird mit einer vorgestellten Leichtbauwand aus Gipskarton in Sanierungssituationen eine saubere neue Oberfläche geschaffen. Meist ohne sich vorher um Undichtigkeiten, wie unverputztes Mauerwerk in der Gebäudehülle zu kümmern.
Solche Konstruktionen können hinterströmt sein und Nachbesserung erfordern. Die Parole muss lauten: Schmieren vor Verkleiden. Es genügt, einen Glattstrich auf unverputzte oder poröse Mauerwerksbereiche aufzubringen, um Luftströmungen zu verhindern. Alternativ kann z.B. auch ein sprühbarer Kunststoffdichtstoff vollflächig aufgebracht werden. Für mehr Sicherheit: ein baubegleitender Blowerdoor-Test zeigt hier frühzeitig vorhandene Fehlstellen.

Diese Serie fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können. Zudem gibt sie einen Überblick, für welche Details vorgefertigte Lösungen existieren, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

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Anschlüsse clever und gut lösen (4/8) – Heraus­forderung: Rohr­durch­dringungen

Fortsetzung von Teil 3: Herausforderung: Kabel über Unterzug

Die Anzahl der Rohrdurchdringungen durch die luftdichte Ebene steigt stetig. Das altbekannte Dunstrohr für den Sanitärabfluss bleibt schon lange nicht mehr alleine. Die Installateure von Brauchwassererwärmung, Photovoltaik und Lüftungsanlagen nehmen hier oftmals keine Rücksicht. Durch konkrete Planung und frühzeitiges Eingreifen können hier Schäden vermieden werden. Hier gibt es inzwischen auch viele vorgefertige Lösungen, die schnell und kostengünstig umsetzbar sind.

Diese Serie fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können. Zudem gibt sie einen Überblick, für welche Details vorgefertigte Lösungen existieren, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

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Anschlüsse clever und gut lösen (3/8) – Heraus­forderung: Kabel über Unterzug

Fortsetzung von Teil 2: Herausforderung: Abdichten von Kabelbäumen

Kabelbaum über Unterzug abdichten
Bei Unterzügen und Mittelpfetten, bei denen die Kabel auf der anderen Seite wieder herauskommen, empfiehlt sich einen Kabeltunnel anzufertigen.

Werden Kabelbündel über Innenwände, Mittelpfetten oder Unterzüge geführt und damit die luftdichte Ebene zwei Mal durchbrochen, müssen die Kabel auf beiden Seiten luftdicht verklebt werden. Alternativ bietet sich an, durch vorgefertigte Formteile oder durch eine Box aus luftdichten Holzwerkstoffplatten einen Kabeltunnel anzufertigen. Der Arbeitsaufwand ist hierbei deutlich geringer und das Ergebnis besser.

Diese Serie fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können. Zudem gibt sie einen Überblick, für welche Details vorgefertigte Lösungen existieren, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

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Anschlüsse clever und gut lösen (2/8) – Heraus­forderung: Abdichten von Kabelbäumen

Fortsetzung von Teil 1: Typische Leckage: Kabeldurchdringungen bei Elektroinstallationen

Die Durchdringung durch einzelne Kabel und Rohre ist relativ leicht zu lösen. Wird mit Klebeband gearbeitet, haben sich folgende Schritte bewährt: das Klebeband erst auf das Kabel, dann auf die Luftdichtungsbahn verkleben, sodass eine beidseitig L-förmige Verklebung entsteht. Je mehr Leerrohre oder Kabel die luftdichte Ebene durchdringen, desto aufwändiger wird die handwerkliche Verklebung mittels Klebeband und Kartuschenkleber. Weiterer Nachteil: Sobald man daran zieht, reißt die Verklebung ab.

Diese Serie fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können. Zudem gibt sie einen Überblick, für welche Details vorgefertigte Lösungen existieren, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

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Anschlüsse clever und gut lösen (1/8) – Typische Leckage: Kabel­durch­dringungen bei Elektro­installationen

Eine korrekt ausgeführte Luftdichtung ist die Basis für ein energieeffizientes und bauschadensfreies Gebäude. Zudem haften Planer und Handwerker auch für eventuell später auftretende Schäden bei fehlerhafter Planung und Verarbeitung. Blower-Door-Tests während der Bauphase und nach Fertigstellung zeigen, ob die in den Regelwerken (EnEV; DIN) geforderten Werte eingehalten werden. Sie zeigen zusätzlich, wo Leckagen in der Gebäudehülle vorhanden sind.

Diese Serie fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können. Zudem gibt sie einen Überblick, für welche Details vorgefertigte Lösungen existieren, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

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(Serie) Winddichtung außen: Behelfsdeckung richtig planen

Eine Behelfsdeckung dient dem temporären Witterungsschutz der Dachkonstruktion während der Bauzeit. Behelfs­deckungen können bei besonders schützenswerten Konstruktionen (z. B. ausgebautes Dachgeschoss) erforderlich sein. Behelfsdeckungen können durch Abplanen, Einhausen oder durch regensichernde Zusatzmaßnahmen (Unterspannungen, Unterdeckungen oder Unterdächer) geschaffen werden.

Zu beachten ist, dass ganz allgemein eine Behelfsdeckung nicht die Regensicherheit bieten kann, wie ein fertig eingedecktes Dach in Einheit mit einer regensichernden Zusatzmaßnahme darunter. Das hängt z. B. damit zusammen, dass Anschlüsse nur behelfsmäßig hergestellt werden können und Nageldurchdringungen in der wasserführenden Ebene vorhanden sind. Die Regenbelastung der Behelfsdeckung ist ungleich höher, als später die der regensichernden Zusatzmaßnahme im eingedeckten Zustand. Die Behelfsdeckung stellt also bestimmungsgemäß eine behelfsmäßige Maßnahme während der Bauzeit dar. Weiterlesen

(Fachartikel): Praxisgerechte Lösungen für Durchdringungen

Der wichtigste Grundsatz bei der Planung von Durchdringungen lautet: vermeiden. Jede Durchdringung birgt die Gefahr, dass Leckagen entstehen oder bleiben. Somit bietet sich an, Installationen (Kabel, Rohre etc.) raumseitig der Luftdichtheitsebene zu verlegen. Sind Durchdringungen nicht zu vermeiden, gibt es vorgefertigte Detaillösungen und praktische Verarbeitungstipps mit denen die Luftdichtheit einfach, effizient und sicher herzustellen ist.

Die DIN 4108-7 schreibt dazu: „Die Luftdichtheitsschicht ist sorgfältig zu planen, auszuschreiben und auszuführen.“ Das beinhaltet auch die gewissenhafte Planung und Ausführung jedes einzelnen Details wie z.B. Durchdringungen der Luftdichtheitsebene. Und wer vorher plant, hat es auch später auf der Baustelle einfacher. Denn für viele schwierige Anschlusssituationen gibt es auch vorgefertigte Lösungen.

Kabel- und Rohrdurchdringungen

Manschetten für Kabel oder Rohre sind einfach und schnell montiert, sofern die Kabel bzw. Rohre noch nicht angeschlossen sind und eine Manschette über sie geschoben werden kann. Ein dehnbares Material dichtet zum Kabel bzw. Rohr hin ab und muss in der Regel nicht mit diesen verklebt werden. Somit ist ein nachträgliches Schieben der Installationen möglich. Zur luftdichten Ebene hin wird die Manschette fest verklebt.

Sicherer Anschluss, schnelle und einfache Dichtung innen und außen mit vorgefertigter Rohrmanschette

Sicherer Anschluss, schnelle und einfache Dichtung innen und außen mit vorgefertigter Rohrmanschette. Verarbeitungshinweise: http://www.wissenwiki.de/Verarbeitung_(ROFLEX_30-300)

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Live von der Baustelle: Was tun bei Durchdringungen wie Kabeln in der Luftdichtung?

Verarbeiter der luftdichten Ebene werden auf Baustellen mit unterschiedlichen Durchdringungen konfrontiert. Wie können Kabel und Rohre luftdicht verklebt werden? Das beantwortet Holger Merkel, pro clima Außendienst Süd-West und Blower-Door-Messdienstleister, im pro clima TV Interview. Das pro clima TV Team hat eine Baustelle in Mannheim-Seckenheim besucht. Hier wird gerade ein Dachgeschoss modernisiert.

Weitere Informationen:

Serie “Detaillösungen” – Durchdringungen mit KAFLEX post

Es heißt ja, Bilder sagen mehr als Worte.                                                                             Deswegen bringen wir immer wieder Bilder mit Detaillösungen von pro clima Produkten.

 

Heute ist die Kabel-Manschette KAFLEX post an der Reihe. Sie ist eigentlich gedacht als,

  • eine gute Lösung für die nachträgliche Abdichtung vorhandener Kabel.
  • Auf dem Bild rechts oben wurde Sie mit Erfolg auch zur nachträglichen Abdichtung von Windrispenbändern verwendet. Dies ist bis zu einer Breite der Windrispe von ca. 60mm möglich.
  • Möglich ist die Anwendung von KAFLEX post auch für Durchdringungen außen im Unterdach  und in der Fassade. So zum Beispiel für vorhandene Abstrebung von Dachständern, Sat-Kabeln und ähnlichem. Durch den wasserfesten Solidkleber und die Freibewitterungszeit von 3 Monaten, ist dies eine sichere Lösung.

 

 

 

Neben der KAFLEX post, gibt es übrigens noch diverse KAFLEX– und ROFLEX Manschetten.                                                                          Vom Einzelkabel, über Mehrfachdurchdringungen bis zu den großen Rohrdurchdringungen mit bis zu 320 mm Durchmesser gibt es viele nützliche Hilfsmittel, um die Verarbeitung von Luft- und Winddichtungen sicherer und einfacher zu machen .

Besten Dank an Kollege Jens-Lüder Herms für die anschaulichen Bilder in diesem Blog.

Serie “Detaillösungen” – Der Kabelbaum

Man sagt, Bilder sagen mehr als Worte. Deswegen bringen wir ab sofort regelmässig Bilder mit Detaillösungen von pro clima Produkten.

Heute ist die Kabelbaum-Manschette KAFLEX multi an der Reihe. Sie bietet

  • Eine sichere Lösung für bis zu 16 Kabel von 6-12 mm auf einer Fläche von 14×14 cm,
  • Ist besonders geeignet die luftdichte Durchführung von SAT-Kabeln wie auf dem Bild
  • Sie besteht aus hochwertigem EPDM und ist extrem flexibel und dehnbar,
  • Ist auch für Durchdringungen im Unterdach geeignet
  • Die Kabel können nachträglich geschoben oder gezogen werden

Je nach Anzahl Kabel werden mit dem Stanzwerkzeug entsprechende Durchdringungen erstellt. Die beiliegende Stanzschablone sorgt für die Einhaltung der Abstände der Kabel untereinander und zum Rand. Die Kabel werden anschließend durch die Löcher geführt und durch das dehnfähige EPDM dauerhaft dicht angeschlossen.Die Manschette wird dann mit dem beigefügten Klebeband TESCON No.1  auf geeignetem Untergrund verklebt.

Neben der KAFLEX multi, gibt es übrigens noch eine ROFLEX 20 multi für bis zu 9 Leerrohre & dicke Kabel von 15-30 mm