Wissen schützt vor Bauschäden – Qualität verringert Gefahr vor Sturmschäden

Die meisten Bauschäden entstehen durch Unwissenheit: Sei es auf der Seite der Handwerker, Planer, Energieberater oder der Auftraggeber. Meist ist es eine Kombination aus allem. Daher ist eine gute Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung zum aktuellen Stand der Technik wichtig.

Dach sollte sturmsicher sein – mit der richtigen Befestigung

„Der heftige Sturm, der derzeit durch Deutschland zieht, hat aufgezeigt, dass sehr wichtig ist, die Holzkonstruktion und Dachdeckung sicher zu befestigen“ , sagt Georg Lippacher aus Erding, „hier mangelt es manchmal noch am Bewusstsein auf Seiten der Bauherren und sogar der Handwerker. Ich möchte künftig mit Beiträgen aufklären – am Besten mit positiven Beispielen.“

Deshalb haben sich Januar zehn Mitarbeiter aus Holzbaubetrieben im Bildungszentrum Holzbau Baden-Württembergin Biberach – das auch als Zimmererzentrum bekannt ist – getroffen. Sie wolleni hr Know-How künftig verstärkt und auf unterschiedlichen Internetplattformen anzubieten.

Ökologisches Bauen in Trochtelfingen und Lindau

So ist beispielsweise Silke Winkler von Holzbau Klingenstein GmbH & Co.KG aus Trochtelfingen angereist: „Unser 24-köpfiges Team macht spannende Sanierungen und Neubauten. Dabei ist jede Baustelle anders. Wir wollen unseren Kunden und Kollegen zeigen, wie werthaltig und ökologisch Holzhäuser sein können. Dazu wollen wir auch Social Media Kanäle nutzen.“

Zimmerermeister Georg Bühler und Geschäftsführerin Bianca Stiehle lieben den Werkstoff Holz. Und die Verbindung von Tradition und Handwerk im Holzbau.

„Als Unternehmerfrau halte ich einerseits den Rücken meines Mannes Rolf Stiehle frei. Zudem bin ich bei Stiehle Holz & Solar Projekte zuständig für Buchhaltung, Personalführung und Marketing im Betrieb. Unsere Kunden mögen, dass unser Team gewissenhaft, ordentlich und mit Leidenschaft ihre Projekte ausführen. Diese Begeisterung möchte ich nun auch nach außen tragen“, sagt Geschäftsführerin Bianca Stiehle. Darüber hat auch der Blog “Unser Nestbau”  berichtet.

Praxistipps aus dem Baustellenalltag

Zimmerermeister Simon Riester ist u.a. staatlich geprüfter Restaurator im Zimmerehandwerk. “m Holzbaubetrieb der Hummler GmbH, Schemmerberg, steht der hohe Anspruch an fachlicher Kompetenz, der Einsatz hochwertiger Materialien und große Kundenzufriedenheit an erster Stelle. Um diesen Standard zu halten, gehört heute zwingend der Informationsweg der digitalen Medien dazu“, sagt Geschäftsführerin Angelika Hummler.

Als Georg Bühler aus Neu-Ulm vor 30 Jahren Zimmerermeister wurde, hat er hauptsächlich aus Fachbüchern und in der Berufsschule gelernt. „Heutzutage kann ich mich auch online weiterbilden und profitiere von dem Internet. Ich möchte jedoch auch mein Wissen und meine Erfahrung weitergeben – daher werde ich künftig Praxistipps von der Baustelle online stellen.“

Zimmerermeister und Restaurator Simon Riester (Riester Holzbau) setzt bereits auf Social Media in der Kommunikation – z.B. Facebook: „Das ist die Mundpropaganda im 21. Jahrhundert: Empfehlungen vom Nachbarn werden jetzt immer häufiger auch im digitalen Freundeskreis ausgesprochen. Unsere Erfahrung: Kunden schätzen diesen Blick hinter die Kulissen.“ Im Interview spricht Simon über die Freude an Restauration und Neubau.

Moderner Holzbau

Achim Reinhardt (rechts) ist Bauingenieur und wird in einiegen Jahren den elterlichen Holzkbaubetrieb in der 5. Generation übernehmen. Zimmerermeister Rainer Glemser ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger und will sein Wissen zur Qualitätssicherung weitergeben.

Ein Dach besteht fast immer aus Holz – Häuser komplett in Holz zu bauen, ist nicht überall in Deutschland verbreitet: „Somit ist das Internet auch eine gute Plattform für uns als überzeugte Holzliebhaber über den Werkstoff Holz und über das Potenzial zu informieren“, sagt Bauingineur Achim Reinhardt aus Blaufelden. Er wird in einigen Jahren den elterlichen Holzbaubetrieb in 5. Generation übernehmen: „Als Bauingenieur plane ich in unserer Firma die Projekte mit: vom Entwurf bis zu den Ausführungsdetails. Bei uns kommt alles aus einer Hand: Planung und Ausführung.“

Rainer Glemser ist Zimmerermeister, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger und Blower-Door-Messdienstleister aus Stuttgart: „Luftdichtheit ist normativ vorgegeben. Daher wird auch die Qualitätsüberprüfung oft Pflicht. Die Blower-Door-Messung hat zudem auch viele Vorteile: Sie dokumentiert, dass die Gebäudehülle luftdicht ausgeführt wurde. Das verringert das Potenzial von Bauschäden. Ich habe vor kurzem begonnen, auch Verarbeitungstipps und Baustellenbeispiele auf Facebook zu stellen. In dem Seminar heute lerne ich, welche Plattformen für mich Sinn machen, beispielsweise die wichtigen Infos erst auf die eigene Homepage bzw. Blog zu teilen und dann zu verbreiten.“

“Im Holzbaubetrieb der Hummler GmbH, Schemmerberg, steht der hohe Anspruch an

Sicherheit ist sowohl auf der Baustelle, als auch in der digitalen Welt ein muss – das sagen Rita Locher aus Nußloch und Georg Lippacher aus Erding.

fachlicher Kompetenz, der Einsatz hochwertiger Materialien und große Kundenzufriedenheit an erster Stelle. Um diesen Standard zu halten, gehört heute zwingend der Informationsweg der digitalen Medien dazu“, sagt Geschäftsführerin Angelika Hummler.

Rita Locher, Managerin im Holzbau, Zimmerei R. Locher GmbH aus Nußloch möchte die Vielfalt der digitalen Kommunikation kennenlernen, um diese für die Öffentlichkeitsarbeit im Betrieb einzusetzen.

Wissen, an die nächste Generation weitergeben

Alle Teilnehmer wollen auch Baustellenerfahrung und Fachwissen an die nachfolgenden Zimmerer und Holzbau-Generationen weitergeben – das motiviert sie, mehr digital zu kommunizieren: „Das Zimmererhandwerk ist traditionell und gleichzeitig sehr modern. Die Digitalisierung zieht auch hier durch alle Bereiche: Von der Automatisierung, über Bürodigitalisierung, CAD bis hin zu BIM. Oder auch Kommunikation mit Social Media.

Solke Winkler von der Klingenstein GmbH und Peter Mackowiack (Referat Kommunikation, Holzbau Baden-Württemberg) wissen, dass auch bei der digitalen Kommunikation der Inhalt- der Nutzen für Leser und Kunden in Vordergrund steht.

Nachwuchskräfte und künftige Auszubildende informieren sich meist in den Medien, die sich am meisten nutzen: „ Daher macht es Sinn, dass wir als Ausbildungsbetrieb mehr Hintergründe zum Ausbildungsberuf und den Abläufen zu erzählen“, ergänzt Rita Locher.

Fazit zum Seminar: „ Wir haben die vielfältigen Möglichkeiten und Kanäle kennengelernt, wie wir unsere Arbeit, unsere Dienstleistungen und den Holzbau noch effektiver darstellen können. Dabei lassen wir uns nicht mehr von den kommenden und gehenden Social Media Plattformen irritieren. Wir konzentrieren uns darauf, unsere Inhalte – den „Content“ – auf unserer Website bzw. im Blog anschaulich darzustellen.”

Das Zimmerzentrum bietet verschiedene Aus- und Weiterbildungen an: „Die Angebot hier in Biberach verschaffen unseren Innungsmitgliedern eine bessere Marksituation. Der Wissensvorsprung zeichnet sie aus“, stellt Kommunikationsberater Peter Mackowiack, Landesverband Holzbau Baden-Württemberg, fest.

So wurde im Januar Heide Merkel (pro clima) eingeladen. Sie gibt ihre Erfahrung und ihr Wissen über wirtschaftlichen Erfolg durch Digitale Präsenz weiter. Zudem hat sie praktische Tipps zum Umgang mit Fach- und Regionalpresse.
Dieses Seminar findet das nächste Mal am 24. April in Schwetzingen statt.

Alle Seminare des Kompetenzzentrums:
http://seminare.kompetenzzentrum-bc.de/

Warum das Zimmererhandwerk spannend ist – pro clima TV Interview

Sehr viele junge Menschen entscheiden sich, das Handwerk des Zimmerers zu lernen. Markus Weitzmann, Leiter des Bildungszentrums Holzbau in Biberach, spricht in pro clima TV über die Attraktivität des Handwerks und den Wandel der Anforderungen. Dabei erklärt er, was das Besondere bei der Ausbildung in Biberach ist.

Weitere Informatinen zum Bildungszentrum Holzbau Biberach:
www.zimmererzentrum.de

Holzbauunternehmen tauchen im Bildungszentrum Biberach in die digitale Welt ein

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Die Teilnehmer des Seminars “Neue Aufträge mit Neuen Medien und Pressearbeit” im Bildungszentrum Biberach.

Fachwissen, Erfahrung und Praxistipps den kommenden Generationen weitergeben: Das ist das Anliegen vieler Zimmereien und Holzbaubetriebe. „Spannend ist die Verbindung von Handwerk und Moderne: Sowohl am Objekt als auch in der Darstellung“, sagt Markus Weitzmann, Leiter des Bildungszentrums Holzbau Biberach.

Hierfür haben sich neun Holzbauunternehmen Anfang November im Bildungszentrum Holzbau Biberach getroffen. Im Seminar zu Neuen Medien lernten sie die multimediale Berichterstattung auf verschiedenen Plattformen. Christa Jehle, Holzbau Jehle, aus Bald

Christa Jehle von Jehle Holzbau aus Bald Waldsee-Gaisbeuren.

Christa Jehle von Jehle Holzbau aus Bald Waldsee-Gaisbeuren.

Waldsee-Gaisbeuren: „Mit unseren Social Media Kanälen wollen wir Interessierte zum Holzbau informieren.“

Die Teilnehmer wollten vor allem lernen, wie sie die Möglichkeiten des Holzbaus und Vielfältigkeit des Werkstoffs Holz mit Internet darstellen können. „Wir wurden mehrmals als Fachbetrieb ausgezeichnet. Wir setzen ökologische Akzente – das möchte ich auch mehr kommunizieren“, sagt Andreas Leiser von Leiser Holzbau aus Ubstadt-Weiher. Weiterlesen

Qualität durch Qualifizierung: Der aktuelle Jahrgang Brückenkurs zum Zimmermeister im Bildungszentrum Biberach

Die aktuelle Meisterklasse in Biberach mit ihrem Kursleiter Maximilian Schneider.

Die aktuelle Meisterklasse in Biberach mit ihrem Kursleiter Maximilian Schneider.

Wer Qualität anbieten will, der sollte auch eine möglichst intensive und gute Ausbildung durchlaufen. Dieser Meinung sind auch die 20 Teilnehmer der aktuellen Zimmerermeister-Ausbildung in Biberach, die seit November 2015 am Bildungszentrum lernen.

Eric Herrmann

Eric Herrmann

Stefan Weihing.

Stefan Weihing.

„Die Voraussetzung hierfür sind Praxiserfahrung, der Wille zur Horizonterweiterung und der Antrieb, im Leben voranzukommen. Wir wollen die Qualität im Handwerk sichern: Je mehr sich weiterbilden desto bessere Arbeit können wir den Kunden bieten“, sagen Eric Herrmann und Stefan Weihing. Sie sagen, dass die Begeisterung für ihr Handwerk sie verbindet und sie Spaß haben, ihr Können zu verfeinern.

Armin Prechter

Armin Prechter

Rene Rützel

Rene Rützel

Armin Prechter, Rene Rützel und Jürgen Wiest ergänzen: „Wir haben das Bildungszentrum Biberach gewählt, da die Ausbildung besonders gut ist: Man kann hier modulweise lernen. Das bedeutet, wir können im Sommer arbeiten und im Winter pauken. Das Spektrum ist sehr weit: Von der Kalkulation über Praxis bis zum Erwerb des Ausbilderscheins.“ Weiterlesen

Newsblog des Bildungszentrums Holzbau Baden-Württemberg

Bildschirmfoto 2015-08-10 um 12.55.03Das Bildungszentrum Holzbau Baden-Württemberg – bekannt auch als Zimmererausbildungszentrum Biberach – informiert in seinem Newsblog u.a. über Seminare, Aktionen und Referenzprojekte. Hier durfte ich auch einen Gastbeitrag veröffentlichen, für den ich Ausbilder Helmut Schuler interviewt hatte:
http://zimmererzentrum.de/service/news/artikel/article/aufklaeren-damit-know-how-der-zimmerer-auf-hohem-niveau-bleibt/ Weiterlesen

Ausbildung im Bildungszentrum Holzbau in Biberach

Das Schmetterlingsmodell von der anderen Seite. Es simuliert ein bewohntes Gebäude, bei dem der Dachstuhl saniert werden sollen. Vor allem kritisch sind hier die Lehrrohre und Durchdringen. „Wir empfehlen zudem den Folienstoß auf dem Sparren zu machen und nicht quer. Wichtig sind auch die Randanschlüsse rechts an der OSB platte. Und unten links wird mit Primer und Flüssigkleber die Luftdichtungsebene an den Putz angeschlossen.

Das Schmetterlingsmodell von einer Seite. Es simuliert ein bewohntes Gebäude, bei dem der Dachstuhl saniert werden soll. Kritisch sind hier vor allem die Leerrohre und Durchdringen. „Wir empfehlen zudem den Folienstoß auf dem Sparren zu machen und nicht quer. Wichtig sind auch die Randanschlüsse rechts an der OSB-Platte. Und unten links wird mit Primer und Flüssigkleber die Luftdichtungsebene an den Putz angeschlossen, erläutert Helmut Schuler, Zimmerermeister und Ausbilder am Bildungszentrum Biberach.

Aufklären, damit Know-how der Zimmerer auf hohem Niveau bleibt

In Systemen, statt nur in Produkten, denken, auf Anschlussdetails achten und immer vorher wissen, was man tut – diesen Anspruch und diese Denkweise möchte das Bildungszentrum Holzbau Biberach seinen Seminarteilnehmern näher bringen.

Wie lässt sich diese Folie falten und einschneiden, wo liegen die Vor- und Nachteile? Wer während seiner Zimmererausbildung im Bildungszentrum Holzbau in Biberach an Kursen teilnimmt, muss genau erklären können, wie seine Verarbeitungsentscheidungen zustande kommen. „Auf der Baustelle muss der Lehrling später als Geselle oder Meister Auftraggeber und Planer überzeugen. Daher wollen wir, dass sich die Auszubildenden genau mit Systemen der verschiedenen Hersteller auseinandersetzen“, erklärt Helmut Schuler. Der Zimmerermeister bildet seit 21 Jahren Lehrlinge aus und legt als Spezialist für Gebäudesanierung, modernen Holzhausbau und luftdichte Gebäudehülle die Seminarinhalte fest.

Die Bedeutung der Luftdichtung haben noch nicht alle erkannt
Ein Schwerpunkt der Ausbildung in Biberach ist die Planung und Verarbeitung der luftdichten Ebene bei Neubau und Sanierung. „Das ist nicht bei allen Ausbildungszentren Bestandteil, weil noch nicht überall erkannt wurde, wie wichtig die luft- und winddichte Gebäudehülle für die Energieeffizienz und die Bauschadensfreiheit einer Konstruktion ist“, erklärt Helmut Schuler. Mehr als 500 Lehrlinge besuchen jährlich die Kurse bei Schuler und seinen Kollegen:„Das Schöne am Feedback der Betriebe ist, dass sie die Azubis gern zu uns schicken. Manche sagen zudem, dass sie von dem neu gelernten Wissen ihrer Lehrlinge dann auf der Baustelle profitieren. Schließlich vermitteln wir hier immer den aktuellen Stand der Technik und wir konzentrieren uns darauf, wie man schwierige und wichtige Details löst.“ Weiterlesen

Vortrag im Zimmerer Ausbildungszentrum in Biberach: Großes Interesse beim Thema Flachdach

Im Zimmerer Ausbildungszentrum in Biberach.

Im Zimmerer Ausbildungszentrum in Biberach.

Am 03.09.14 hat uns das Zimmerer Ausbildungszentrum in Biberach an der Riß die Möglichkeit gegeben, im Rahmen einer Ausbildungstagung einen Vortrag zu halten. Das Publikum bestand aus gestandenen Zimmerermeistern, die im Bereich der überbetrieblichen Ausbildung von Zimmererlehrlingen tätig sind.
Behandelt haben wir die Themen:
– Feuchteschutz allgemein
– Unterschiede zw. Glaserverfahren und instationären Simulationsverfahren (WUFI)
– Dachsanierung von außen – Lösungen für die Fläche und Details
– Feuchteschutz bei Flachdächern

Die wichtigen und aktuellen Themen sowie das große Interesse und die umfangreichen Kenntnisse der Zuhörer ergaben, dass sich aus meinem Vortrag spannende Diskussionsbeiträge entwickelten.
Besonders interessiert waren die Zimmerermeister am Thema Flachdach. Bei diesen komplexen Bauteilen gilt es einiges zu beachten, um dauerhaft sichere Konstruktionen zu erstellen. Wir können hier mit unseren feuchtevariablen Dampfbremsen sehr gute Lösungen sowie einen umfangreichen und hochwertigen technischen Support anbieten! Weiterlesen