Wie genau funktioniert eine Blower-Door-Messung?

Blower-Door-Tests werden während der Bauphase und nach Fertigstellung des Hauses durchgeführt. Sie zeigen, wie luftdicht ein Gebäude ist und wo Löcher sind, die der Konstruktion langfristig schaden könnten.

Regel Nummer 1: Niemand geht raus oder rein

Regel Nummer eins bei Blower-Door-Messungen: Während die Geräte eingeschaltet sind, darf keiner raus oder rein. Alle Fenster und Außentüren des Hauses werden geschlossen, die Innentüren geöffnet. Dann wird ein Gebläse in eine Tür – manchmal aber auch in ein Fenster – eingebaut, mit dem man Luft heraussaugen oder hineinpumpen kann. Dadurch entsteht ein Unter- oder Überdruck im Haus.
Diese Luft strömt dann durch Löcher im Gebäude nach. Diese Löcher nennt man Leckagen. Wenn man sie suchen will, stellt man am Gebläse einen Druck von meistens 50 Pascal ein. Das sind ungefähr fünf Kilo pro Quadratmeter oder Windstärke fünf. Weiterlesen

Neuerungen für Blower-Door-Messdienstleister

Jedes Jahr treffen sich die Mitglieder des Fachverbandes Luftdichtheit im Bauwesen FLiB, um in Workshops und Vorträgen den aktuellen Stand bei Blower-Door-Messungen zu diskutieren. Es geht dabei u.a. um die Umsetzung von Normen, Bewertung von Leckagen, Gebäudepräparation und Praxistipps.

pro clima TV hat Oliver Solcher, Geschäftsführer des FliB, auf der Mitgliederversammlung im Mai in München interviewt. Oliver Solcher spricht über die drei Neuerungen für BlowerDoor-Messdienstleister: Die ISO 9972, das zweite Buch des Fachverbandes und Fortschritte beim Luftdichtheitskonzept.

Links:
www.flib.de
www.luftdichtinfo.de