Sichere Innendämmung mit Faserdämmstoffen – Was ist zu beachten?

Die Sparziele die mit dem Klimavertrag von Paris vereinbart wurden sind ehrgeizig.
Die globale Erwärmung des Klimas soll auf maximal zwei Grad begrenzt bleiben.
Deswegen sollen in der EU alle Neubauten ab spätestens 2020 energieneutral
beheizbar sein. Zur Sanierung der Altbauten bestehen vielfältige Förderprogramme.
Leider werden in Deutschland aber nur ca. 1 % der Altbauten pro Jahr energetisch
erneuert. Der durchschnittliche Heizenergiebedarf der noch nicht renovierten
Altbauten liegt bei 160 KWh, was umgerechnet 16 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr.
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Thermografie einer Fachwerkwand vor der Sanierung

Dämmtechnisch wäre ohne weiteres eine Verbesserung um den Faktor 10, auf nur
noch 15 KWh bzw. 1,5 l möglich. Der verbleibende Verbrauch kann durch
Eigenproduktion zum Beispiel mit Photovoltaik und eine thermische Solaranlage
ausgeglichen werden. Als Resultat ergibt sich so ein Nullenergiehaus.
Diese Sparziele scheitern jedoch häufig an Schwierigkeiten bei der praktischen
Umsetzung im Bestand. Altbauten schränken oft schon durch ihre Baukonstruktion
die Sanierungsmöglichkeiten ein.
So werden beispielsweise Wände am effektivsten von außen gedämmt. Das ist aber

nicht möglich, wenn die Fassade erhalten bleiben muss oder ein Sichtfachwerk erhalten bleiben soll. Im Sanierungsfall kommt dann eine Innendämmung zum Zug.

Welche Innendämm-Systeme gibt es überhaupt?
Es sind verschiedenste Systeme für Innendämmungen auf dem Markt. So gibt es
beispielsweise kapillaraktive Systeme mit Mineralschaum oder Holzfaserplatten.
Diese werden raumseitig verputzt und mit der bestehenden Wand mineralisch
verklebt und verdübelt. Die Feuchteregulierung erfolgt bei diesen Systemen durch
einen kapillaren Feuchtetransport nach innen. Leider sind dadurch die maximal
erzielbaren Dämmstärken auf 100 mm beschränkt. Hinzukommt, dass die meisten
dort eingesetzten Dämmstoffe aufgrund der notwendigen erhöhten Festigkeit als
Putzträger keine so optimale Dämmwirkung erzielen können.
Als effektiver in Dämmwirkung und Aufbau haben sich Konstruktionen mit Holz- oder

Metallständern und dazwischen eingebauten faserförmigen Dämmstoffen erwiesen, weshalb es in der Folge hauptsächlich um diese Konstruktionen geht.

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Sichere Innendämmung mit Faserdämmstoffen – Was ist zu beachten?

Aufhänger

Innendämmung einer Riegelwand mit feuchtevariabler Dampfbremse

Die Sparziele, die mit dem Klimaver­trag von Paris vereinbart wurden, sind ehrgeizig. Die globale Erwärmung des Klimas soll auf maximal zwei Grad begrenzt bleiben. Deswegen sollen in der EU alle Neubauten ab spätestens 2020 energieneutral beheizbar sein. Zur Sanierung der Altbauten bestehen vielfältige Förderprogramme. Leider werden in Deutschland aber nur ca. 1 % der Altbauten pro Jahr ener­getisch erneuert. Der durchschnitt liche Heizenergiebedarf der noch nicht renovierten Altbauten liegt bei 160 KWh, was umgerechnet 16 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr entspricht. Dämmtechnisch wäre ohne weiteres eine Verbesserung um denFaktor 10, auf nur noch 15 KWh bzw. 1,5 Liter möglich. Der verbleibende Verbrauch kann durch Eigenproduktion, zum Beispiel mit Photovoltaik und einer thermischen Solaranlage, ausgeglichen werden. Als Resultat ergibt sich so ein Null­energie haus. Diese Sparziele scheitern jedoch häufig an Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung im Bestand. Altbauten schränken oft schon durch ihre Baukonstruktion die Sanierungs­möglichkeiten ein. So werden beispielsweise Wände am effektivsten von außen gedämmt. Das ist aber nicht möglich, wenn die Fas­sade erhalten bleiben muss oder ein Sichtfachwerk erhalten bleiben soll. Im Sanierungsfall kommt dann eine Innendämmung zum Zug.

Welche Innendämm-Systeme gibt es überhaupt?

Es sind verschiedenste Systeme für Innendämmungen auf dem Markt. So gibt es beispielsweise kapillaraktive Systeme mit Mineralschaum oder Holzfaserplatten. Diese werden raum­seitig verputzt und mit der bestehen den Wand mineralisch verklebt und
verdübelt. Die Feuchteregulierung er­folgt bei diesen Systemen durch einen kapillaren Feuchtetransport nach in­nen. Leider sind dadurch die maximal erzielbaren Dämmstärken auf 100 mm beschränkt. Hinzu kommt, dass die meisten dort eingesetzten Dämmstoffe aufgrund der notwendigen erhöhten Festigkeit als Putzträger keine so opti­male Dämmwirkung erzielen können. Als effektiver in Dämmwirkung und

Aufbau haben sich Konstruktionen mit Holz­ oder Metallständern und dazwischen eingebauten faserförmigen Dämmstoffen erwiesen, weshalb es in der Folge hauptsächlich um diese Konstruktionen geht.

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