Serie – Grenzen der Innendämmung (8) : Wärmebrücken berücksichtigen

Abbildung: Luftdichter Anschluss der Dampfbremse an das Fenster

Bei einer Innendämmung ab 100 mm Dämmstärke, sollte beachtet werden, dass Wärmebrücken an einbindenden Innenwänden oder Decken entstehen können. Optimal sind durchgehende Dämmschichten. Wo dies im Bestand nicht möglich ist, können keilförmig zulaufende Anschlussstücke der Dämmung Abhilfe schaffen.

Auch Fensterlaibungen können je nach Lage der Fenster eine Wärmebrücke darstellen. Dort kann die Wand meist nicht in der gleichen Stärke wie in der Hauptfläche gedämmt werden. Hier kann, falls notwendig, eine Flankendämmung, z. B. mit 2-3 cm Stärke aufgebracht werden. Auch die Dampfbremse wird hier lückenlos bis zum Fenster um die Ecke gezogen und luftdicht mit einem Eck-Klebeband – beispielsweise mit dem TESCON PROFIL – angeschlossen (siehe Abbildung: Luftdichter Anschluss der Dampfbremse an das Fenster). Weiterlesen

Serie – Grenzen der Innendämmung (7) : Dämmstärken nicht unbegrenzt möglich: Bei mehr als 120 mm Risiko von Bauschäden

Die Dämmstärke sollte im Allgemeinen, bei diffusionsoffenen Dämmungen mit raumseitig verlegter feuchtevariabler Dampfbremse, auf maximal 120 mm beschränkt werden. So besteht auch Sicherheit bei Wänden, beispielweise mit Nordorientierung ohne direkte Besonnung, aber Streulicht.

Bei Südorientierung sind bei diffusionsoffenen Bestandswänden im Einzelfall auch höhere Dämmstärken möglich. Dies bedarf jedoch einer aufwendigen Einzelprüfung mit einer dynamischen Feuchtesimulation, wie sie nur von versierten Bauphysikern erstellt werden kann, zum Beispiel mit der Unterstützung der Software Wufi. Weiterlesen

Serie – Grenzen der Innendämmung (6) : Was passiert mit der Bestandswand?

Kritischster Punkt in Bezug auf den Feuchteanfall ist besonders die Grenzfläche zwischen Wärmedämmung und bestehender Wand. Vorhandene Fliesenbeläge sind zu entfernen. Auch Tapetenreste oder dampfdichte Anstriche, beispielsweise von Latexfarben, sind ungünstig. Bestehende Innenputze müssen frostunempfindlich sein. So können beispielsweise Gipsputze nach mehreren Frostwechseln faulen. Weiterlesen

Serie – Grenzen der Innendämmung (5) : Welche U-Werte sind machbar?

Die Erhöhung der Dämmstärke bei Innendämmungen ist zwar energiepolitisch wünschenswert, aber feuchte-physikalisch problematisch. Je höher die Dämmstärke, umso weniger Wärme dringt vom Innenraum zur bestehenden Wand durch. Das hat zur Folge, dass die Wand im Winter kälter wird und das Frostrisiko steigt. Zusätzlich wird die Austrocknung dieser Wand nach aussen bei unvorhergesehenen Feuchteeinträgen – beispielsweise durch Schlagregen – erschwert. Aus diesem Grund sind je nach Dämmwirkung der Bestandswand, U-Werte des fertig sanierten Bauteils zwischen 0,25 und 0,30 W/m²K, meist ohne grössere Gefahr für die Konstruktion zu erreichen. Weiterlesen

Serie – Grenzen der Innendämmung (4) : Was bei der Ausführung einer Innendämmung zu beachten ist

Folgnde Punkte sollten bei der Ausführung einer Innendämmung beachtet werden:

  • Alte Wand muss trocken sein (aufsteigende Feuchte unterbinden/frische Putze durchtrocknen lassen).

  • Die Dämmung sollte faserförmig und diffusionsoffen sein.

  • Die Dämmstärke sollte je nach Konstruktion nicht mehr als 120 mm betragen. Höhere Dämmstärken nur mit Einzelprüfung. Weiterlesen

Serie – Grenzen der Innendämmung (3): Unter welchen Voraussetzungen Innendämmung moeglich ist

Unter folgenden Voraussetzungen ist eine Innendaemmung moeglich:

  • Aussen muss der Schlagregenschutz gewährleistet sein. Grosse Dachüberstande oder Wasser ableitende Aussenverkleidungen sind von Vorteil. Sichtriegel ohne Dachüberstand auf der Wetterseite sind problematisch.

  • Bei aussen verputzen Wänden ist die Wasseraufnahme durch Putz und Anstrich und dessen Belastung vor Ort zu prüfen (Wo ist die Wetterseite? Sind Putz und Anstrich rissfrei?).

  • Bestandswand muss trocken sein. Aufsteigende Feuchtigkeit in der Wand muss verhindert werden. Weiterlesen

Serie Grenzen der Innendämmung (2) – Welche Gründe für eine Innendämmung sprechen

Gründe für eine Innendämmung:

  • Fassade muss erhalten bleiben (z.B. wegen des Denkmalschutzes)

  • Aussendämmung ist technisch oder rechtlich nicht möglich (z.B. wegen des Grenzabstands)

  • Innenraum soll schnell erwärmt werden (beispielsweise beim Wochenendhaus, Kirche) Weiterlesen