Serie – Grenzen der Innendämmung (6) : Was passiert mit der Bestandswand?

Kritischster Punkt in Bezug auf den Feuchteanfall ist besonders die Grenzfläche zwischen Wärmedämmung und bestehender Wand. Vorhandene Fliesenbeläge sind zu entfernen. Auch Tapetenreste oder dampfdichte Anstriche, beispielsweise von Latexfarben, sind ungünstig. Bestehende Innenputze müssen frostunempfindlich sein. So können beispielsweise Gipsputze nach mehreren Frostwechseln faulen.

Dichtung der Gebäudehülle mit Innenputz

Ein nicht verputztes Mauerwerk ist nicht luftdicht. Erst ein vollflächig aufgebrachter Innenputz sorgt hier für Luftdichtheit des alten Bestands. Dies hat verschiedene Vorteile. Zum einen wird die Durchströmung der Wärmedämmung vermindert, wodurch sich die Energieeffizienz verbessert. Zum anderen sind Materialien von Vorteil, die Feuchte an der kritischsten Stelle der Konstruktion aufnehmen können. So wird unvorhergesehene Feuchte gepuffert und z. B. Schlagregeneinträge in die Dämmung reduziert. Das Befestigungsmaterial, das für die neue Wandkonstruktion verwendet wird und in die alte Wand eindringt, sollte rostfrei sein.

Was die angrenzende Wärmedämmung anbetrifft, sollte sie auf jeden Fall vollflächig und hohlraumfüllend verlegt sein. Dadurch wird neben der optimalen Dämmwirkung vor allem eine Konvektion (Luftbewegung) in der Dämmebene vermindert.

Weitere Artikel der Serie Grenzen der Innendämmung:

1. Alte und neue Standards – ein Praxisbeispiel

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Über Heide Merkel

Fachjournalistin, Referentin, Steuerung Presse & Digitale Medien bei Moll bauökologische Produkte GmbH (pro clima). Als Japanologin und ausgebildete Redakteurin ist Heide eher zufällig in der Baubranche gelandet. Seit 2011 arbeitet sie für pro clima. Ihr Wissen zu effektiver Kommunikation gibt sie in Seminaren, Artikeln und Vorträgen weiter. Für den pro clima Blog, proclima.tv und das pro clima Bauradio interviewt sie interessante Menschen aus der Baubranche. Auf  luftdichtheit-geprüft.de bloggt Heide über Leckagen, Luftdichtung und Qualitätsüberprüfung mit Blower-Door-Tests. Ihre Freizeit verbringt sie u.a. in den Vogesen, wo sie seit mehr als fünf Jahren ein altes Bauernhaus saniert. Ihr neuestes Projekt:  www.besser-als-marketing.de Hier gibt es Tipps, wie Unternehmen in der Baubranche ihre Sichtbarkeit erhöhen können. Die ersten Videos sind bereits online im Youtube Channel Wer mehr über Heide Merkel erfahren möchte, findet sie auf den gängigen Social Media Plattformen.

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