Serie – Grenzen der Innendämmung (5) : Welche U-Werte sind machbar?

Die Erhöhung der Dämmstärke bei Innendämmungen ist zwar energiepolitisch wünschenswert, aber feuchte-physikalisch problematisch. Je höher die Dämmstärke, umso weniger Wärme dringt vom Innenraum zur bestehenden Wand durch. Das hat zur Folge, dass die Wand im Winter kälter wird und das Frostrisiko steigt. Zusätzlich wird die Austrocknung dieser Wand nach aussen bei unvorhergesehenen Feuchteeinträgen – beispielsweise durch Schlagregen – erschwert. Aus diesem Grund sind je nach Dämmwirkung der Bestandswand, U-Werte des fertig sanierten Bauteils zwischen 0,25 und 0,30 W/m²K, meist ohne grössere Gefahr für die Konstruktion zu erreichen.

Die Umsetzung von Werten < 0,20 W/m²K, wie sie zum Beispiel mit dem Gebäudeprogramm gefördert werden, sind ohne höheres Bauschadensrisiko, nur mit sorgfältiger Vorplanung und bauphysikalischer Überprüfung zu empfehlen.

Weitere Artikel der Serie Grenzen der Inendämmung:

1. Alte und neue Standards

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Über Heide Merkel

Fachjournalistin, Referentin, Steuerung Presse & Digitale Medien bei Moll bauökologische Produkte GmbH (pro clima). Als Japanologin und ausgebildete Redakteurin ist Heide eher zufällig in der Baubranche gelandet. Seit 2011 arbeitet sie für pro clima. Ihr Wissen zu effektiver Kommunikation gibt sie in Seminaren, Artikeln und Vorträgen weiter. Für den pro clima Blog, proclima.tv und das pro clima Bauradio interviewt sie interessante Menschen aus der Baubranche. Auf  luftdichtheit-geprüft.de bloggt Heide über Leckagen, Luftdichtung und Qualitätsüberprüfung mit Blower-Door-Tests. Ihre Freizeit verbringt sie u.a. in den Vogesen, wo sie seit mehr als fünf Jahren ein altes Bauernhaus saniert. Ihr neuestes Projekt:  www.besser-als-marketing.de Hier gibt es Tipps, wie Unternehmen in der Baubranche ihre Sichtbarkeit erhöhen können. Die ersten Videos sind bereits online im Youtube Channel Wer mehr über Heide Merkel erfahren möchte, findet sie auf den gängigen Social Media Plattformen.

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