Serie – Grenzen der Innendämmung (7) : Dämmstärken nicht unbegrenzt möglich: Bei mehr als 120 mm Risiko von Bauschäden

Die Dämmstärke sollte im Allgemeinen, bei diffusionsoffenen Dämmungen mit raumseitig verlegter feuchtevariabler Dampfbremse, auf maximal 120 mm beschränkt werden. So besteht auch Sicherheit bei Wänden, beispielweise mit Nordorientierung ohne direkte Besonnung, aber Streulicht.

Bei Südorientierung sind bei diffusionsoffenen Bestandswänden im Einzelfall auch höhere Dämmstärken möglich. Dies bedarf jedoch einer aufwendigen Einzelprüfung mit einer dynamischen Feuchtesimulation, wie sie nur von versierten Bauphysikern erstellt werden kann, zum Beispiel mit der Unterstützung der Software Wufi. Weiterlesen

Serie – Grenzen der Innendämmung (5) : Welche U-Werte sind machbar?

Die Erhöhung der Dämmstärke bei Innendämmungen ist zwar energiepolitisch wünschenswert, aber feuchte-physikalisch problematisch. Je höher die Dämmstärke, umso weniger Wärme dringt vom Innenraum zur bestehenden Wand durch. Das hat zur Folge, dass die Wand im Winter kälter wird und das Frostrisiko steigt. Zusätzlich wird die Austrocknung dieser Wand nach aussen bei unvorhergesehenen Feuchteeinträgen – beispielsweise durch Schlagregen – erschwert. Aus diesem Grund sind je nach Dämmwirkung der Bestandswand, U-Werte des fertig sanierten Bauteils zwischen 0,25 und 0,30 W/m²K, meist ohne grössere Gefahr für die Konstruktion zu erreichen. Weiterlesen