
{"id":5694,"date":"2016-08-08T16:38:00","date_gmt":"2016-08-08T14:38:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.proclima.com\/de\/?p=5694"},"modified":"2021-10-07T11:30:32","modified_gmt":"2021-10-07T09:30:32","slug":"luftdichtung-dachsanierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/2016\/08\/luftdichtung-dachsanierung\/","title":{"rendered":"Die Luftdichtung bei der Dachsanierung von au\u00dfen \u2013 Die Qual der Variantenwahl"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/1_Bild_1_Ausgangssituation.jpg\" rel=\"attachment wp-att-5696\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"200\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/1_Bild_1_Ausgangssituation-300x200.jpg\" alt=\"Die Dachsanierung stellt viele Herausforderungen an den Verarbeiter. Der Traufanschluss w\u00e4re hier bei vor\u00fcbergehender Demontage der Aufschliebinge sowohl mit der Sub-and-Top-Variante als auch mit fl\u00e4chigen Verlegung m\u00f6glich gewesen. Letztendlich wurde die fl\u00e4chige Verlegung gew\u00e4hlt, da es sich um ein Walmdach handelt und die Bahn \u00fcber die spitz zulaufenden Gefache an den Graten hinweg verlegt werden konnte. \" class=\"wp-image-5696\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/1_Bild_1_Ausgangssituation-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/1_Bild_1_Ausgangssituation-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/1_Bild_1_Ausgangssituation-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/1_Bild_1_Ausgangssituation-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/1_Bild_1_Ausgangssituation-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/1_Bild_1_Ausgangssituation-384x256.jpg 384w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Die Dachsanierung stellt viele Herausforderungen an den Verarbeiter. Der Traufanschluss w\u00e4re hier bei vor\u00fcbergehender Demontage der Aufschliebinge sowohl mit der Sub-and-Top-Variante als auch mit fl\u00e4chigen Verlegung m\u00f6glich gewesen. Letztendlich wurde die fl\u00e4chige Verlegung gew\u00e4hlt, da es sich um ein Walmdach handelt und die Bahn \u00fcber die spitz zulaufenden Gefache an den Graten hinweg verlegt werden konnte.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Dachsanierung von au\u00dfen ist neben der nachtr\u00e4glichen W\u00e4rmed\u00e4mmung der W\u00e4nde und dem Austausch der Fenster eine der h\u00e4ufigsten und effizientesten Ma\u00dfnahmen zur energetischen Ert\u00fcchtigung von Bestandsgeb\u00e4uden. Durch unterschiedlichste Alter und Bauweisen der Bestandsbauten sind hier oft stark variierende Ausgangssituationen (z.B. Aufbauten und Anschl\u00fcsse) anzutreffen. Daher ist grunds\u00e4tzlich eine gewissenhafte Bestandsaufnahme empfehlenswert. Nur so kann die l\u00fcckenlose Luftdichtung des Geb\u00e4udes bzw. Bauteils (siehe dazu z.B. EnEV und DIN 4108-7 \u2013 <i>Luftdichtheit von Geb\u00e4uden<\/i>) wie gefordert sorgf\u00e4ltig geplant und ausgef\u00fchrt werden. Au\u00dferdem bietet eine detaillierte Bestandsaufnahme Sicherheit f\u00fcr Planer, Verarbeiter und Bauherren. Unvorhergesehene \u201eb\u00f6se \u00dcberraschungen\u201c, die Mehraufwand und damit -kosten bzw. Schwierigkeiten bei der Verarbeitung verursachen, k\u00f6nnen so weitestgehend ausgeschlossen werden. Der Aufwand einer sorgf\u00e4ltigen Bestandsaufnahme relativiert sich durch das Plus an Planungs- und Verarbeitungssicherheit, das minimierte Risiko von Mehraufwand und eine schnellere und sichere Ausf\u00fchrung &#8211; was gerade bei Arbeiten, die der Witterung ausgesetzt sind, eine gro\u00dfe Rolle spielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Bestandsaufnahme, werden sichere L\u00f6sungen zur Herstellung von Luftdichtheit und Tauwasserschutz mit zus\u00e4tzlichen Reserven f\u00fcr unvorhergesehene Unwegbarkeiten gefordert. Dar\u00fcber hinaus sind nat\u00fcrlich gewisse Kenntnisse von Planern und\/oder Handwerkern \u00fcber Einsatzbereiche, Vor- und Nachteile der verschiedenen M\u00f6glichkeiten entscheidende Faktoren f\u00fcr die Planung und Durchf\u00fchrung von wirtschaftlichen, rentablen und zugleich sicheren Sanierungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im folgenden Artikel werden die beiden mittlerweile meist verbreiteten Varianten zur Herstellung der Luftdichtheit bei der Dachsanierung von au\u00dfen mit Zwischensparrend\u00e4mmung genauer beleuchtet: die sog. Sub-and-Top-Verlegung und die fl\u00e4chige Verlegung einer Bahn auf der Sparrenoberseite mitten in der D\u00e4mmebene.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die beiden Varianten prinzipiell<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei der <strong>Sub-and-Top-Sanierung<\/strong> wird eine geeignete Sanierungsdampfbremse schlaufenf\u00f6rmig von au\u00dfen verlegt. Das bedeutet, die Bahn wird in den Sparrengefachen nach unten, unter die sp\u00e4tere Gefachd\u00e4mmung gef\u00fchrt und im Sparrenbereich \u00fcber den Balken geschlauft.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der <strong>fl\u00e4chigen Verlegung<\/strong> wird eine geeignete Bahn auf den Sparren \u00fcber der Gefachd\u00e4mmung fl\u00e4chig\/plan verlegt und anschlie\u00dfend mit geeigneter Aufdachd\u00e4mmung \u00fcberd\u00e4mmt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bauphysikalische Zusammenh\u00e4nge<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei der <strong>Sub-and-Top-Verlegungsweise<\/strong> wird eine Bahn im Gefach weitestgehend raumseitig der W\u00e4rmed\u00e4mmung verlegt. Die Bahn muss hier die Funktion einer Dampfbremse erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_Sub_and_Top.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-size=\"2362x1379\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_Sub_and_Top-300x175.png\" alt=\"2_b_Bild_2b_Systemschnitt_SubTop\" class=\"wp-image-6262\" width=\"620\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_Sub_and_Top-300x175.png 300w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_Sub_and_Top-1024x598.png 1024w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_Sub_and_Top-768x448.png 768w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_Sub_and_Top-1536x897.png 1536w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_Sub_and_Top-2048x1196.png 2048w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_Sub_and_Top-384x224.png 384w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><figcaption>Bei der Sub-and-Top-Verlegung verl\u00e4uft die Bahn im Gefach unterhalb der W\u00e4rmed\u00e4mmung. Das ist bauphysikalisch optimal auf der raumbeheizten Seite.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Auf den Sparren verl\u00e4uft die Bahn sehr weit auf der Kaltseite der Konstruktion. Dies ist der kritischer Punkt dieser Verlegungsweise. Hier droht die Gefahr von Kondensatbildung, wenn Feuchtigkeit aus dem beheizten Innenraum z.B. entlang der Sparrenflanken bis zur Oberseite der Konstruktion aufsteigen kann. Daher darf auf keinen Fall eine Dampfbremse mit konstant hohem Diffusionswiderstand (z.B. PE-Folie) f\u00fcr diese Verlegungsweise verwendet werden. Derartige Bahnen lassen auf der Sparrenoberseite kaum Feuchtigkeit austrocknen, sodass ein Feuchteschaden beinahe vorprogrammiert ist.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/2_Bild_2_System_DASATOP.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/2_Bild_2_System_DASATOP-1024x768.jpg\" alt=\"2_Bild_2_System_DASATOP\" class=\"wp-image-6090\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/2_Bild_2_System_DASATOP-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/2_Bild_2_System_DASATOP-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/2_Bild_2_System_DASATOP-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/2_Bild_2_System_DASATOP-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/2_Bild_2_System_DASATOP-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/2_Bild_2_System_DASATOP-384x288.jpg 384w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>3D-Systemdarstellung der Sub-and-Top-Verlegung: Hier muss man nicht unbedingt eine zus\u00e4tzliche Aufdachd\u00e4mmung vorsehen. Dieses System eignet sich besonders, wenn Anschlussh\u00f6hen vorgegeben sind oder eine zus\u00e4tzliche Aufdachd\u00e4mmung nicht m\u00f6glich bzw. gew\u00fcnscht ist (Kosten\/Statik).<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Es gibt mehrere M\u00f6glichkeiten, das Problem zu l\u00f6sen:<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Dampfbremsbahn mit (moderatem) konstantem Diffusionswiderstand und entsprechender \u00dcberd\u00e4mmung durch zus\u00e4tzliche Aufdachd\u00e4mmung in entsprechender Mindestst\u00e4rke<\/li><li>Dampfbremsbahn mit konstantem Diffusionswiderstand aber partiell abziehbarer Dampfbremsschicht<\/li><li>feuchtevariable Dampfbremsbahn<\/li><\/ol>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Sub_and_top_mit-Abziehstreifen.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"203\" data-size=\"2282x1543\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Sub_and_top_mit-Abziehstreifen-300x203.png\" alt=\"Sub_and_Top_mit Abziehstreifen\" class=\"wp-image-6264\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Sub_and_top_mit-Abziehstreifen-300x203.png 300w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Sub_and_top_mit-Abziehstreifen-1024x692.png 1024w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Sub_and_top_mit-Abziehstreifen-768x519.png 768w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Sub_and_top_mit-Abziehstreifen-1536x1039.png 1536w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Sub_and_top_mit-Abziehstreifen-2048x1385.png 2048w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Sub_and_top_mit-Abziehstreifen-384x260.png 384w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Bei dieser Variante eines Sub-and-Top-Systemes m\u00fcssen dampfbremsende Abziehstreifen entfernt werden &#8211; Nachteile: erh\u00f6hter Arbeitsaufwand und Probleme bei nicht rechtwinklig angeordneten Bauteilen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Varianten im Vergleich<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei <strong>Variante 1<\/strong> ist die Sicherheit durch eine dampfbremsende Schicht auf der Sparrenoberseite stark von der Dicke der \u00dcberd\u00e4mmung abh\u00e4ngig. Die Ausf\u00fchrung ohne Zusatzd\u00e4mmung ist im Regelfall nicht m\u00f6glich. Man ist also bez\u00fcglich der Aufdachd\u00e4mmst\u00e4rke eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei <strong>Variante 2<\/strong> wird die Funktion ma\u00dfgeblich vom Entfernen der dampfbremsenden Schicht bestimmt. Daher muss die Bahn idealerweise m\u00f6glichst rechtwinklig zur Sparrenlage verlegt werden, damit die Abziehstreifen parallel zum Sparren verlaufen. Bei quer verlaufenden H\u00f6lzern (z.B. Wechseln) k\u00f6nnen die vorgesehenen Streifen nicht verwendet werden. Nat\u00fcrlich besteht auch die Gefahr, dass das Abziehen aufgrund von Unachtsamkeit oder Unwissenheit nicht erfolgt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/kkk.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"154\" data-size=\"1789x921\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/kkk-300x154.png\" alt=\"Bild - Funktionsweise einer feuchtevariablen Dampfbremse f\u00fcr die Sub-and-Top-Verlegungsweise\" class=\"wp-image-6272\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/kkk-300x154.png 300w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/kkk-1024x527.png 1024w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/kkk-768x395.png 768w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/kkk-1536x791.png 1536w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/kkk-384x198.png 384w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/kkk.png 1789w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Funktionsweise einer feuchtevariablen Dampfbremse f\u00fcr die Sub-and-Top-Verlegungsweise &#8211; Die Bahn bietet optimalen Schutz f\u00fcr den kritischen Sparrenbereich<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Eine geeignete feuchtevariable Dampfbremse (<strong>Variante 3<\/strong>) bietet ein hohes Ma\u00df an Sicherheit auch bei geringer oder sogar gar keiner \u00dcberd\u00e4mmung. Der Diffusionswiderstand passt sich quasi \u201eautomatisch\u201c den bauphysikalischen Anforderungen an \u2013 innen im Gefach dampfbremsend, auf der Sparrenoberseite diffusionsoffen. Die Verlegerichtung bzw. -ausrichtung zu den Tragh\u00f6lzern spielt dabei keine Rolle. Feuchtevariabel ist jedoch nicht gleich feuchtevariabel! Der Verlauf des Diffusionswiderstands in Abh\u00e4ngigkeit der Luftfeuchte muss auf diese Verlegung abgestimmt sein. Im feuchten Bereich muss die Bahn einen m\u00f6glichst geringen s<sub>d<\/sub>-Wert aufweisen, um auf der Sparrenoberseite maximale Sicherheit zu bieten \u2013 vergleichbar mit einer diffusionsoffenen Unterdeckbahn.<\/p>\n\n\n\n<p>Prinzipiell empfiehlt es sich (unabh\u00e4ngig von der vorgesehenen Variante) mit dem Hersteller abzukl\u00e4ren, ob und unter welchen Voraussetzungen die gew\u00fcnschte Bahn f\u00fcr diese Verlegungsweise empfohlen wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vorteile der Sub-and-Top-Dachsanierung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Luftdichtungs- und Dampfbremsebene verl\u00e4uft im Gefach bauphysikalisch optimal warmseitig der W\u00e4rmed\u00e4mmung. Dadurch sind die Feuchtegehalte im Gefachd\u00e4mmstoff extrem niedrig. Das Erfordernis einer zus\u00e4tzlichen Aufdachd\u00e4mmung, ist abh\u00e4ngig von der Diffusionscharakteristik der Bahn bzw. den Anforderungen durch den W\u00e4rmeschutz. Zum Teil lassen sich Anschl\u00fcsse (z.B. an der Traufe oder beim \u00dcbergang auf die Kehlbalkenlage nach innen) bei der Sub-and-Top-Dachsanierung einfacher herstellen, da die Bahn im Gefachbereich bereits dort verl\u00e4uft, wo der Anschluss auch erfolgen muss. Au\u00dferdem handelt es sich bei der Sub-and-Top-Verlegung um eine weit verbreitete, anerkannte L\u00f6sung. Es herrscht also weitestgehend Erfahrung und Sicherheit beim Umgang.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der <strong>fl\u00e4chigen Verlegung einer Luftdichtungsbahn auf den Sparren<\/strong> wird ebenfalls das Sparrengefach ged\u00e4mmt, die Luftdichtungsbahn jedoch erst anschlie\u00dfend dar\u00fcber plan auf der Sparrenoberseite verlegt und anschlie\u00dfend mit einer Aufdachd\u00e4mmung \u00fcberd\u00e4mmt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_2zu1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2362\" height=\"1410\" data-size=\"2362x1410\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_2zu1.png\" alt=\"Bild Systemschnitt_flaechige_Verlegung\" class=\"wp-image-6268\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_2zu1.png 2362w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_2zu1-300x179.png 300w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_2zu1-1024x611.png 1024w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_2zu1-768x458.png 768w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_2zu1-1536x917.png 1536w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_2zu1-2048x1223.png 2048w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Dachsanierung_2zu1-384x229.png 384w\" sizes=\"auto, (max-width: 2362px) 100vw, 2362px\" \/><\/a><figcaption>Aufbau bei der fl\u00e4chigen Verlegung. Vorteil dieser Variante ist die einfache Verlegung der Fl\u00e4che. Die ebene Verlegung bietet au\u00dferdem einen guten Witterungsschutz.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei derartigen Aufbauten liegt die Luftdichtungsebene weit auf der Kaltseite der Konstruktion (w\u00e4hrend der Tauperiode) \u2013 sogar au\u00dfenseitig des Taupunktes bei Norm-Winterklimabedingungen. Daher sind hier diffusionsoffene Bahnen erforderlich, um Konstruktionen mit hohem Sicherheitsniveau auszuf\u00fchren. Bei Verwendung einer Dampfbremse, k\u00f6nnte raumseitig der Bahn Kondensat entstehen. Ausreichender Feuchteschutz wird bei derartigen L\u00f6sungen dadurch erzielt, dass die sog. Konvektion (Feuchtetransport \u00fcber Luftstr\u00f6mung) verhindert wird und Diffusionsfeuchte, die im Vergleich zur Konvektionsfeuchte mengenm\u00e4\u00dfig deutlich geringer ausf\u00e4llt, \u00fcber Diffusion z\u00fcgig nach au\u00dfen gelangt und zum Teil auch in sorptiven (feuchteaufnahmef\u00e4higen) Materialien gepuffert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bauteilsicherheit h\u00e4ngt bei dieser Methode von mehreren Faktoren ab. Zum Einen spielt die Wahl der Luftdichtungsbahn eine entscheidende Rolle. Hoch diffusionsoffene Luftdichtungsbahnen (s<sub>d<\/sub>-Wert ca. 0,02 m) mit aktivem Feuchtetransport durch monolithischen Funktionsfilm bieten ein hohes Ma\u00df an Sicherheit. Zum Anderen wirken sich D\u00e4mmmaterial und -verh\u00e4ltnis zwischen Gefach- und Aufdachd\u00e4mmung stark auf den Feuchtehaushalt aus. Wie generell bez\u00fcglich der Luftdichtung gilt: je weiter sich diese auf der Warmseite befindet, desto g\u00fcnstiger. Anders gesagt: je mehr \u00dcberd\u00e4mmung im Aufdachbereich, desto besser! Bei der D\u00e4mmung muss nat\u00fcrlich diffusionsoffenes Material verwendet werden (z.B. Holzfaser-Unterdeckplatten).<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich spielen auch Luftdichtheit und Diffusionswiderstand der im Bestand vorhandenen Innenbekleidung eine wesentliche Rolle. Ist hier beispielsweise eine Holzdecke oder gar eine Dampfbremsbahn vorhanden, begrenzt der raumseitige Diffusionswiderstand den Feuchteeintrag \u00fcber Diffusion in die D\u00e4mmebene. Vollfl\u00e4chige Verkleidung reduzieren au\u00dferdem den Feuchteeintrag \u00fcber Luftstr\u00f6mung.<br>Je nach Systemanbieter werden hier unterschiedliche Ans\u00e4tze verfolgt bzw. Empfehlungen ausgesprochen. Bei manchen L\u00f6sungen bleibt die vorhandene Innenbekleidung g\u00e4nzlich unber\u00fccksichtigt, wohingegen andere L\u00f6sungen verschiedene Innenbekleidungen unterscheiden. Dies spiegelt sich dann in der Regel in der erforderlichen Mindest\u00fcberd\u00e4mmung der Luftdichtungsbahn wieder. Bei relativ allgemein gehaltenen L\u00f6sungen, wird meist mehr \u00dcberd\u00e4mmung empfohlen, um bei unterschiedlichsten Randbedingungen ausreichende Sicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Bei differenzierteren L\u00f6sungen (beispielsweise in Abh\u00e4ngigkeit der Innenbekleidung) ist unter Umst\u00e4nden weniger \u00dcberd\u00e4mmung m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Generell ist es empfehlenswert, sich stets an die System- und Aufbauempfehlungen des jeweiligen Herstellers zu halten. Diese haben in der Regel zur Ermittlung ihrer Empfehlungen instation\u00e4re Berechnungen (beispielsweise mit der Software WUFI des Fraunhofer IBP) erstellt oder erstellen lassen. Bei diesen instation\u00e4ren Berechnungen lassen sich (im Gegensatz zum sog. Glaserverfahren nach DIN 4108-3) realistische Klimadaten und eine Vielzahl an zus\u00e4tzlichen (auch variablen) Materialeigenschaften, wie z.B. Sorptionsf\u00e4higkeit und auch konvektiver Feuchteeintrag (\u00fcber Luftstr\u00f6mung) ber\u00fccksichtigen. Der Nachweis mit dem Glaserverfahren ist bei derartigen Aufbauten nicht sinnvoll. Das primitive Verfahren ber\u00fccksichtigt ausschlie\u00dflich Diffusionsvorg\u00e4nge. Ein praktisches Beispiel: Setzt man bei einer Glaserberechnung eine Sichtholzdecke an, wird der Aufbau aufgrund des Diffusionswiderstands des Holzes rechnerisch vermutlich in Ordnung sein. Hierbei wird jedoch von einer geschlossenen Holzschicht ausgegangen. Das \u00fcber die Fugen jedoch wesentlich gr\u00f6\u00dfere Feuchtigkeitsmengen \u00fcber Luftstr\u00f6mung in die D\u00e4mmebene gelangen, ist allgemein bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle sei auch erw\u00e4hnt, dass die Empfehlungen der Systemanbieter was vor allem die St\u00e4rke der erforderlichen \u00dcberd\u00e4mmung anbelangt, teilweise weit auseinander liegen. Die Frage, die man sich in diesem Zusammenhang stellen sollte, ist dann nicht unbedingt: \u201eWas geht und was nicht?\u201c sondern \u201eWas funktioniert bei welchen Randbedingungen und mit welcher Sicherheit?\u201c. Gro\u00dfer Vorteil der fl\u00e4chig verlegten Luftdichtungsbahn auf den Sparren, ist der stark reduzierte Arbeits- und Materialaufwand insbesondere bei stark gegliederten Dachfl\u00e4chen sowie der Witterungsschutz. Der ist schnell hergestellt und sehr wirksam, da die Bahn eben auf der Dachfl\u00e4che verl\u00e4uft und Wasser an der Traufe ablaufen kann. Au\u00dferdem kann unter Umst\u00e4nden vorhandener D\u00e4mmstoff, sofern noch funktionst\u00fcchtig, im Aufbau verbleiben und weiterhin genutzt werden. Im Einzelnen dazu unten folgend mehr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum \u00dcberd\u00e4mmung der Luftdichtung?<\/h2>\n\n\n\n<p>Immer wieder wird die Frage gestellt, warum man keine Luftdichtung auf der Au\u00dfenseite der W\u00e4rmed\u00e4mmung verwenden kann? &#8230;oder anders gefragt: Wozu wird die \u00dcberd\u00e4mmung in entsprechender St\u00e4rke ben\u00f6tigt?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dazu gibt es zwei Hintergr\u00fcnde:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Auch bei sorgf\u00e4ltiger Verarbeitung, lassen sich in der Baupraxis gewisse Restleckagen in der Luftdichtung nicht ganz ausschlie\u00dfen. Das Tauwasserrisiko steigt dann, je weiter sich die Luftdichtung auf der Au\u00dfenseite befindet, da sich die Konvektion und damit die anfallende Feuchte an der Stelle der Leckage in der Luftdichtung konzentriert und je nach Temperatur an dieser Stelle eine entsprechend hohe Luftfeuchtigkeit oder gar Kondensat entsteht.<\/li><li>Auch bei theoretisch hundertprozentiger Dichtheit der Luftdichtheitsebene besteht die Gefahr, dass (feucht-warme) Innenluft raumseitig\/innerhalb der Luftdichtung str\u00f6mt \u2013 durch den thermisch bedingten Druckunterschied zwischen unterschiedlichen H\u00f6henlagen (Geschossen) im Geb\u00e4ude. Gelangt diese \u201eInnenluftstr\u00f6mung\u201c aufgrund einer weit au\u00dfenliegenden Luftdichtung weit auf die Kaltseite der W\u00e4rmed\u00e4mmung, besteht Tauwassergefahr \u2013 auch bei dichter Ausf\u00fchrung der eigentlichen Luftdichtheitsebene!<\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Verarbeitung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die beiden erw\u00e4hnten Varianten unterscheiden sich grundlegend in der Verlegungsweise.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sub-and-Top-Verlegung<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei der <b>Sub-and-Top-Verlegung<\/b> muss die Bahn \u00fcber die Konstruktionsh\u00f6lzer geschlauft und in die Gefache dazwischen eingelegt werden. Dass hat mehrere Konsequenzen. Zun\u00e4chst einmal ist die Verlegung zeit- und materialaufwendig. Je nach Sparrenh\u00f6he und Sprungma\u00df werden unter Umst\u00e4nden ca. 50% mehr Bahnenmaterial ben\u00f6tigt. Kostenintensiver ist jedoch in der Regel die Arbeitszeit, die bei einer sorgsamen Verlegung anf\u00e4llt. Die Bahn muss bei der Sub-and-Top-Verlegung stets satt anliegend, m\u00f6glichst faltenfrei an den Sparren nach unten bzw. nach oben gef\u00fchrt werden. Das erfordert ein gewisses Geschick und Zeit. Bei einfachen Dachkonstruktionen (ohne Walmfl\u00e4chen, Kehlen, Graten etc.), l\u00e4sst sich die Verlegung gut bewerkstelligen. Vorab verklebte gro\u00dffl\u00e4chige \u201ePlanen\u201c abgerollt von Ortgang zu Ortgang k\u00f6nnen die Arbeiten beschleunigen. Sp\u00e4testens bei Konstruktionen mit vielen Schiftern oder Wechseln wird es jedoch schwierig.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zu beachten sind bei der Sub-and-Top-Sanierung unter anderem folgende Punkte:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/halteleiste.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-size=\"733x532\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/halteleiste-300x218.jpg\" alt=\"Bild - Halteleisten\" class=\"wp-image-6277\" width=\"346\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/halteleiste-300x218.jpg 300w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/halteleiste-384x279.jpg 384w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/halteleiste.jpg 733w\" sizes=\"auto, (max-width: 346px) 100vw, 346px\" \/><\/a><figcaption>Bei der Sub-and-Top-Sanierung muss die Bahn durch Halteleisten seitlich am Sparren fixiert werden, damit so dort dauerhaft satt anliegt.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Bahn muss m\u00f6glichst satt an Sparren und Innenbekleidung anliegen. Das hat den Hintergrund, dass Hohlr\u00e4ume verhindert werden sollen \u2013 an den Sparrenflanken und auf der Gefachoberseite. Diese Hohlr\u00e4ume stellen nicht nur Fehlstellen in der W\u00e4rmed\u00e4mmung und damit W\u00e4rmebr\u00fccken dar, sondern sind auch im Hinblick auf Tauwasserbildung kritisch zu bewerten! Zur ordentlichen Fixierung an den Sparrenflanken haben sich Halteleisten (Halblatten oder vorgefertigte Streifen aus Hartfaser oder Sperrholz), angebracht im unteren Drittel der Sparrenh\u00f6he, bew\u00e4hrt!<br>Die Fixierung mit Tackerklammern alleine ist nicht ausreichend. Die Verklebung am Sparen ist ebenfalls nicht empfehlenswert, da hier auf schwierigen Untergr\u00fcnden verklebt wird und die Verklebung statisch weniger belastbar ist, als eine mechanische Sicherung.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Schutzmatte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-size=\"733x531\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Schutzmatte-300x217.jpg\" alt=\"Bild - Schutzd\u00e4mmmatte\" class=\"wp-image-6273\" width=\"346\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Schutzmatte-300x217.jpg 300w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Schutzmatte-384x278.jpg 384w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Schutzmatte.jpg 733w\" sizes=\"auto, (max-width: 346px) 100vw, 346px\" \/><\/a><figcaption>Eine Schutzd\u00e4mmmatte sch\u00fctzt die sub-and-top verlegte Luftdichtungsbahn vor Perforation und bietet zus\u00e4tzlich eine ebene Unterlage f\u00fcr Verlegung und Verklebung.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Bahn muss vor Perforation durch hervorstehende Befestigungsmittel der vorhandenen Innenbekleidung gesch\u00fctzt werden. Dazu k\u00f6nnen z.B. die herausstehenden N\u00e4gel, Schrauben, Klammern etc. restlos abgezwickt werden. Das ist jedoch sehr arbeitsintensiv!<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Praxistipp<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Es bietet sich an, zun\u00e4chst die l\u00e4ngsten Stifte abzutrennen und anschlie\u00dfend eine d\u00fcnne D\u00e4mmmatte aus ausreichend druckfestem Material als Schutzlage in das Gefach einzulegen, in der dann die restlichen hervorstehenden Befestigungsmittel verschwinden. Ein zus\u00e4tzlicher Vorteil ist, dass eine ebene Unterlage zur Verlegung der Bahn gegeben ist. Das erleichtert Verlegung und Verklebung der St\u00f6\u00dfe (sofern nicht bereits vorab verklebt).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Witterungsschutz<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Oft sind die f\u00fcr die Sub-and-Top-Verlegung empfohlenen Bahnen zwar \u00fcber einen gewissen Zeitraum freibewitterbar, jedoch ist eine Freibewitterung des gesamten offenen Daches mit verlegter Sanierungsdampfbremse nicht sehr empfehlenswert. Bedingt durch die Verlegungsweise entstehen Bereiche, in denen Wasser nicht oder nur schlecht ablaufen kann (z.B. bei Wechseln). Stehendes Wasser erh\u00f6ht die Gefahr von Wassereintritt. Daher empfiehlt es sich, entweder die Konstruktion zus\u00e4tzlich zu sch\u00fctzen (z.B. durch Abplanen) oder abschnittsweise vorzugehen und Teilbereiche bis zur Behelfsdeckung fertigzustellen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fl\u00e4chige Verlegung der Luftdichtungsbahn auf den Sparren<\/h3>\n\n\n\n<p>Die <strong>fl\u00e4chige Verlegung<\/strong><b> einer Luftdichtungsbahn auf den Sparren<\/b> erfordert gegen\u00fcber der Sub-and-Top-Verlegung weniger Arbeitszeit und Material. Da die Bahn plan \u00fcber die Sparren gef\u00fchrt wird, entf\u00e4llt je Sparren die doppelte Sparrenh\u00f6he an Materiall\u00e4nge sowie die relativ aufwendige Verlegung. Au\u00dferdem entf\u00e4llt der Arbeitsgang sowie das Material f\u00fcr die bei der Sub-and-Top-Verlegung erforderlichen Halteleisten g\u00e4nzlich.<br>Deutliche Vorteile bringt die einfache Verlegung in der Fl\u00e4che vor allem bei stark gegliederten Dachfl\u00e4chen (Kehlen, Graten etc.) oder wenn viele Auswechslungen (Schornsteine, Dachfl\u00e4chenfenster etc.) vorhanden sind. Dann kann die Bahn hier einfach fl\u00e4chig dar\u00fcber hinweg gespannt werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Foto.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-size=\"800x585\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Foto-300x219.png\" alt=\"Hier bringt die fl\u00e4chige Verlegung einer Luftdichtungsbahn Vorteile, da die Bahn nicht in die spitz zulaufenden Gefache eingarbeitet werden muss.\" class=\"wp-image-6278\" width=\"837\" height=\"611\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Foto-300x219.png 300w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Foto-768x562.png 768w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Foto-384x281.png 384w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/Foto.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 837px) 100vw, 837px\" \/><\/a><figcaption>Hier bringt die fl\u00e4chige Verlegung einer Luftdichtungsbahn Vorteile, da die Bahn nicht in die spitz zulaufenden Gefache eingearbeitet werden muss.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Witterungsschutz<\/h4>\n\n\n\n<p>Optimal ist auch der <b>Witterungsschutzes<\/b> der Konstruktion w\u00e4hrend der Bauzeit. Dieser wird nicht nur durch die einfache Verlegung zeitlich schnell erreicht, sondern ist auch aufgrund der fl\u00e4chigen, ebenen Verlegungsweise auf den Sparren (vergleichbar mit einer Behelfsdeckung durch eine Unterdeckbahn) deutlich wirksamer und sicherer als bei der Sub-and-Top-Verlegung. Unter Umst\u00e4nden gelten jedoch im Vergleich zu Unterdeckungen verk\u00fcrzte Freibewitterungsempfehlungen seitens der Systemanbieter. Das hat jedoch nicht unbedingt einen materialbedingten, sondern einen bauphysikalischen Hintergund. W\u00e4hrend der Freibewitterung fehlt schlie\u00dflich noch die \u00dcberd\u00e4mmung der Luftdichtung, was wie oben erw\u00e4hnt bei einem l\u00e4ngeren Zeitraum zu Kondensat unterhalb der Luftdichtungsbahn f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nutzung von vorhandenem D\u00e4mmstoff<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/alte-D\u00e4mmung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"240\" data-size=\"548x439\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/alte-D\u00e4mmung-300x240.jpg\" alt=\"Bild - Erg\u00e4nzung der D\u00e4mmung\" class=\"wp-image-6280\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/alte-D\u00e4mmung-300x240.jpg 300w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/alte-D\u00e4mmung-384x308.jpg 384w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/08\/alte-D\u00e4mmung.jpg 548w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption>Ist im Bestand D\u00e4mmung vorhanden, die weiterhin genutzt werden soll, sollte das restliche Sparrengefach hohlraumfrei mit zus\u00e4tzlicher D\u00e4mmung gef\u00fcllt werden .<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Prinzipiell k\u00f6nnen unter bestimmten Voraussetzungen auch im Bestand vorhandene Gefachd\u00e4mmungen ohne Ausbau weiter genutzt werden. Da jedoch bestimmte D\u00e4mmstoffe gesundheitssch\u00e4dlich sein k\u00f6nnen oder im Verdacht stehen, dies zu sein (z.B. \u201ealte\u201c, krebserzeugende Mineralwolle im Sinne der <a href=\"http:\/\/www.baua.de\/de\/Themen-von-A-Z\/Gefahrstoffe\/TRGS\/pdf\/TRGS-521.pdf;jsessionid=8BB135936289FB6E9DA53D761C110182.1_cid353?__blob=publicationFile&amp;v=3\">TRGS 521<\/a> \u2192 Einbau vor 1996) und die Bewertung bezgl. des W\u00e4rmeschutzes der vorhandenen D\u00e4mmung schwierig ist, sollte dennoch \u00fcber einen Austausch der Altd\u00e4mmung nachgedacht werden.<br>&#8230;zumal eine Luftdichtung bzw. ordentliche r\u00e4umliche Abtrennung zwischen altem W\u00e4rmed\u00e4mmstoff und Innenraum oft nicht gegeben ist (z.B. bei Sichtholzdecken aus Profilholzbrettern).<\/p>\n\n\n\n<p>Soll dennoch im Bestand vorhandener W\u00e4rmed\u00e4mmstoff weiter genutzt werden, empfiehlt es sich, das restliche Sparrengefach mit D\u00e4mmstoff aufzuf\u00fcllen, der ca. 1-2 cm st\u00e4rker ist, als der vorhandene Hohlraum. Dadurch wird auch beim Nachgeben der alten D\u00e4mmung durch Einlegen des neuen D\u00e4mmstoffes eine hohlraumfreie D\u00e4mmung des Gefaches sichergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu beachten sind bei der fl\u00e4chigen Verlegung der Luftdichtung oberhalb der Sparren unter anderem folgende Punkte:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Spielt die Innenbekleidung bei den Systemempfehlungen eine Rolle, muss im Rahmen der Bestandsaufnahme gepr\u00fcft werden, was hier vor Ort vorhanden ist. Unter Umst\u00e4nden gibt es unterschiedliche oder in Teilbereichen \u00fcberhaupt keine Innenbekleidungen.<\/li><li>Zu kl\u00e4ren ist auch, ob die die Dachfl\u00e4che bis zum First oder nur bis zur Kehlbalkenlage ged\u00e4mmt werden soll. Soll nur bis zur obersten Geschossdecke ged\u00e4mmt werden, muss die Luftdichtung an dieser Stelle nach innen gef\u00fchrt und mit der Luftdichtungsebene der Kehlbalkenlage verbunden werden. Dieser \u00dcbergang ist technisch\/handwerklich anspruchsvoll!<\/li><li>Die Luftdichtungsbahn muss nat\u00fcrlich, wie auch beim \u00dcbergang zur Kehlbalkenlage, mit den luftdichten Ebenen der angrenzenden Bauteile verbunden werden. Das bedeutet z.B. im Bereich des Traufanschlusses, dass die Bahn von Sparrenoberkante auf die Drempelwand gef\u00fchrt werden muss. Auch hier ist erh\u00f6hte Aufmerksamkeit und Sorgfalt erforderlich.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Anschlussdetails<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ortgang<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Anschluss an dieser Stelle unterscheidet sich bei beiden Varianten nicht ma\u00dfgeblich. Sowohl bei der Sub-and-Top-,\u00a0als auch bei der fl\u00e4chigen Verlegung wird die Bahn auf der Mauerkrone der Giebelw\u00e4nde angeschlossen. Dazu muss die Oberfl\u00e4che nat\u00fcrlich geeignet sein. Unter Umst\u00e4nden ist erforderlich, dass die Giebelw\u00e4nde vor luftdichtem Anschluss ert\u00fcchtigt werden. Das kann mehr oder weniger aufwendig sein. Bei abgetreppt gemauerten Giebelw\u00e4nden (wurde meist ausgef\u00fchrt, als noch keine Steins\u00e4gen verf\u00fcgbar waren) muss zun\u00e4chst das Mauerwerk erg\u00e4nzt und eine ebene Oberfl\u00e4che geschaffen werden. Auf der Mauerkrone (sowohl bereits eben gemauert, als auch mit Steinen erg\u00e4nzt) muss (wenn nicht vorhanden) ein Glattstrich aufgebracht werden, auf dem dann die Luftdichtungsbahn angeschlossen werden kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Das sind Arbeiten bzw. Leistungen, die in der Regel nicht vom Gewerk der eigentlichen Dachsanierung ausgef\u00fchrt werden. Dementsprechend ist unter Umst\u00e4nden mindestens ein zus\u00e4tzliches Gewerk erforderlich. Au\u00dferdem verz\u00f6gert die Ert\u00fcchtigung des Mauerwerks nat\u00fcrlich die Arbeiten. Bei sorgf\u00e4ltiger Bestandsaufnahme vorab kann man dies einplanen. So besteht beispielsweise die M\u00f6glichkeit, zun\u00e4chst nur die Giebelw\u00e4nde freizulegen, Mauer- und Putzarbeiten vorab durchf\u00fchren zu lassen und am Folgetag die eigentliche Dachsanierung anzugehen. Ist die Mauerkrone fachgerecht vorbereitet worden, sollte der Anschluss m\u00f6glichst weit auf der Warm-\/Innenseite erfolgen, damit feuchte Luft nicht weit auf die Kaltseite der Konstruktion gelangt. <\/p>\n\n\n\n<p>Ist f\u00fcr die Au\u00dfenw\u00e4nde ein Vollw\u00e4rmeschutz\/W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsystem vorgesehen, kann der luftdichte Anschluss der Luftdichtungsbahn auf der Dachfl\u00e4che unter Umst\u00e4nden auch an den alten Au\u00dfenputz der Giebelw\u00e4nde erfolgen, da sp\u00e4ter eine \u00dcberd\u00e4mmung des Anschlusses erfolgt. Gleiches gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die L\u00e4ngsw\u00e4nde bzw. den Traufanschluss.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu empfehlen ist f\u00fcr den Ortgang au\u00dferdem eine \u00dcberd\u00e4mmung der Au\u00dfenwand auf der Mauerkrone vorzusehen. Wenn nat\u00fcrlich ohnehin auf der Dachfl\u00e4che eine Aufdachd\u00e4mmung vorgesehen ist (bei der fl\u00e4chigen Verlegung obligatorisch), macht es Sinn, diese Aufdachd\u00e4mmung auch im Bereich der Dachvorspr\u00fcnge fortzusetzen. Dann ergibt sich die \u00dcberd\u00e4mmung der Au\u00dfenw\u00e4nde zwangsl\u00e4ufig und die Details fallen unter Umst\u00e4nden unkomplizierter aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer wieder in der Diskussion steht auch der Spalt zwischen Randsparren und Giebelwand. Bei der fl\u00e4chig verlegten Luftdichtungsbahn auf den Sparren ist dieser Bereich sicherlich unproblematisch, anders ggf. bei der Sub-and-Top-Verlegung einer Dampfbremse. Hier empfiehlt es sich, wenn m\u00f6glich die Dampfbremse in Schlaufenform einzulegen. Bei einem Abstand von mind. 40 mm ist dies m\u00f6glich, wenn man die Dampfbremse mit einem D\u00e4mmstreifen in entsprechender Dicke in das Gefach nach unten schiebt. Ist der Spalt kleiner, ist zu empfehlen, diesen sorgsam mit Faserd\u00e4mmstoff (nicht Bauschaum!), auszuf\u00fcllen und die Sub-and-Top-Dampfbremse in diesem Bereich fl\u00e4chig dar\u00fcber zu spannen.<br> <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Traufe<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch im Bereich der Traufe stellt sich wieder die Frage, was auf der Baustelle an \u00f6rtlichen Gegebenheiten vorzufinden ist. Prinzipiell gilt \u00c4hnliches wie beim Ortganganschluss. Die Luftdichtheitsbahn im Dachbereich muss mit der luftdichten Ebene der Au\u00dfenwand verbunden werden. Soll sp\u00e4ter ein Vollw\u00e4rmeschutz aufgebracht werden, kann auch hier evtl. am Au\u00dfenputz angeschlossen werden. Ist dies nicht der Fall, w\u00e4re zu \u00fcberlegen, ob dennoch am Au\u00dfenputz angeschlossen wird und der Anschluss au\u00dfenseitig ausreichend \u00fcberd\u00e4mmt wird. Die zus\u00e4tzliche W\u00e4rmed\u00e4mmung k\u00f6nnte dann beispielsweise durch ein Kastengesims verkleidet werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Sparren muss umlaufend einzeln abgedichtet werden. Die Sub-and-Top-Verlegungsweise bietet dann den Vorteil, dass die Bahn bereits entlang der Sparren und der Fu\u00dfpfette verl\u00e4uft. Hier kann dann umlaufend mithilfe von past\u00f6sen Anschlussklebern angeschlossen werden. Nat\u00fcrlich muss dann entsprechend auch die Fuge zwischen Fu\u00dfpfette und Drempelwand bzw. Decke luftdicht verschlossen werden! Bei der fl\u00e4chigen Verlegung einer Luftdichtungsbahn auf den Sparren, muss die Bahn im Bereich des Anschlusses zwischen den Sparren nach unten gef\u00fchrt werden. Hierzu bieten sich beispielsweise vorgefertigte Montagewinkel an, die einerseits als Anschlag f\u00fcr die Bahn dienen und anderseits gleichzeitig die luftdichte Verklebung an Bahn und Sparren erm\u00f6glichen. Dadurch wird ein Verkleben \u201ein der Luft\u201c ohne Anschlag vermieden.<br><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Praxistipp Traufanschluss<\/strong>:  <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/Tipp.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"245\" height=\"300\" data-size=\"449x550\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/Tipp-245x300.png\" alt=\"Bild - Entfernung Dachvorsprung\" class=\"wp-image-6180\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/Tipp-245x300.png 245w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/Tipp-313x384.png 313w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/Tipp.png 449w\" sizes=\"auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px\" \/><\/a><figcaption>Kann der alte Dachvorsprung abgetrennt werden, ist ein einfacher Anschluss der Luftdichtungsbahn an den L\u00e4ngsw\u00e4nden m\u00f6glich.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Sofern m\u00f6glich (konstruktiv und von Seiten des Bauherrens gew\u00fcnscht), bietet es sich an, die Dachsparren Vorderkante Fu\u00dfpfette b\u00fcndig abzukappen, die Luftdichtung \u00fcber die gesamte Traufl\u00e4nge einfach nach unten zu schlagen und dort luftdicht an der Au\u00dfenwand anzuschlie\u00dfen. Der Dachvorsprung kann dann mit aufgedoppelten H\u00f6lzern sp\u00e4ter wieder neu hergestellt werden. Je nachdem, wie die Schubsicherung der Aufdachd\u00e4mmung erfolgt, sind unter Umst\u00e4nden ohnehin sog. Schubh\u00f6lzer erforderlich, die dann die Schubkr\u00e4fte aufnehmen und in den Sparren ableiten. <\/p>\n\n\n\n<p>Alternativ kann auch eine Schubsicherung \u00fcber sog. Schubschrauben \u00fcber die gesamte Sparrenl\u00e4nge erfolgen. Dann m\u00fcssen jedoch Schrauben mithilfe einer Schablone in einem zuvor festgelegten Winkel eingeschraubt werden. Diese aufwendige Verschraubung kann man sich bei Ausf\u00fchrung mit Schubholz unter Umst\u00e4nden sparen. Wenn dann aus statischen Gr\u00fcnden (Schubsicherung der neuen Aufdachd\u00e4mmung) ohnehin zus. H\u00f6lzer auf den Sparren erforderlich werden, kann man diese ja auch gleich zur Herstellung des neuen Dachvorsprungs nutzen. Dann erscheint die Ma\u00dfnahme \u201eAbkappen des Dachvorsprungs\u201c pl\u00f6tzlich nicht mehr so radikal und macht unter mehreren Gesichtspunkten Sinn!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcbergang Kehlbalkenlage<\/h3>\n\n\n\n<p>Soll die Luftdichtung nur bis zur Kehlbalkenlage in der Dachfl\u00e4che verlaufen und anschlie\u00dfend in der Ebene der Decke zum unbeheizten Dachgeschoss, kann bei der Sub-and-Top-Dachsanierung einfacher die Ebene gewechselt werden. Dazu wird an der Sparrenunterseite von innen ein Streifen aus OSB-Platten befestigt. Die Plattenst\u00f6\u00dfe werden mithilfe von geeignetem Klebeband luftdicht verklebt. Bei der Montage der Plattenstreifen werden im Bereich der Sparren mit ausreichendem Abstand zwei parallel verlaufende Kleberaupen mittels past\u00f6sem Anschlusskleber zwischen OSB-Platten und Sparren aufgebracht. Die Sub-and-Top verlegte Dampfbremse wird dann von au\u00dfen an die OSB-Platten im Gefach und entlang der Abwicklung am Sparren angeklebt. Der Anschluss muss dann zwischen den beiden zuvor gezogenen Kleberaupen zw. OSB-Platte und Sparren verlaufen. J<\/p>\n\n\n\n<p>etzt kann die Dampfbrems- und Luftdichtungsbahn, welche in der Ebene der Kehlbalkenlage verlegt wird, von innen mittels Klebeband an den OSB-Plattenstreifen angeklebt werden. Bei der fl\u00e4chigen Verlegung einer Luftdichtungsbahn auf den Sparren, ist der Wechsel nach innen im Bereich der Kehlbalkenlage aufwendiger herzustellen. Die Bahn muss in jedem Sparrengefach nach innen gef\u00fchrt und luftdicht angeschlossen werden. Hier k\u00f6nnen die oben erw\u00e4hnten Montagewinkel wieder hilfreich sein!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Welche Verlegungsweise ist nun vorzuziehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Antwort: Es kommt darauf an! Beide Verlegungsweisen haben Vor- und Nachteile.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Auswahl des Sanierungssystems und der daraus resultierenden Verlegungsweise der Bahn, spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise der Regelaufbau (m\u00f6gliche \u00dcberd\u00e4mmung), Anschlussdetails und letztendlich die W\u00fcnsche und finanziellen M\u00f6glichkeiten des Kunden. Es wird also nicht \u201edie L\u00f6sung\u201c geben, sondern jeweils Einzelfallentscheidungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgende Grafik soll bei der Auswahl der jeweils optimal geeigneten Sanierungsvariante Hilfestellung leisten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/Entscheidungshilfe_lang_E-Paper.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/Entscheidungshilfe_lang_E-Paper-554x1024.jpg\" alt=\"Entscheidungshilfe_lang_E-Paper\" class=\"wp-image-5885\" width=\"748\" height=\"1385\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/Entscheidungshilfe_lang_E-Paper-162x300.jpg 162w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/07\/Entscheidungshilfe_lang_E-Paper-208x384.jpg 208w\" sizes=\"auto, (max-width: 748px) 100vw, 748px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wichtige Entscheidungsgrundlagen f\u00fcr die Auswahl sind die Bestandsaufnahme und die Kommunikation mit dem Auftraggeber. Nur bei m\u00f6glichst genauer Kenntnis \u00fcber die \u00f6rtlichen Gegebenheiten und M\u00f6glichkeiten, sowie die Anforderungen und W\u00fcnsche des Kunden, kann eine sichere, wirtschaftliche und f\u00fcr alle Beteiligten zufriedenstellende L\u00f6sung erarbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"western\">Die Entscheidungshilfe im Download als PDF: <a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/05\/Entscheidungshilfe_lang_E-Paper.pdf\">Entscheidungshilfe<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Autor<br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/7_Bild_7_StefanHueckstaedt.jpg\" rel=\"attachment wp-att-5698\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"261\" height=\"300\" data-size=\"1370x1572\" src=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/7_Bild_7_StefanHueckstaedt-261x300.jpg\" alt=\"7_Bild_7_StefanHueckstaedt\" class=\"wp-image-5698\" srcset=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/7_Bild_7_StefanHueckstaedt-261x300.jpg 261w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/7_Bild_7_StefanHueckstaedt-892x1024.jpg 892w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/7_Bild_7_StefanHueckstaedt-768x881.jpg 768w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/7_Bild_7_StefanHueckstaedt-1339x1536.jpg 1339w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/7_Bild_7_StefanHueckstaedt-335x384.jpg 335w, https:\/\/blog.proclima.com\/de\/files\/2016\/03\/7_Bild_7_StefanHueckstaedt.jpg 1370w\" sizes=\"auto, (max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/><\/a><figcaption>Dipl-Ing. (FH) Stefan H\u00fcckst\u00e4dt ist Anwendungstechniker bei pro clima (MOLL bau\u00f6kologische Produkte GmbH).<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Sie erreichen Stefan H\u00fcckst\u00e4dt und die Kollegen der pro clima Technik unter: <\/span><\/p>\n\n\n\n<div class=\"textLayer\">\n<ul>\n<li>Telefon:&nbsp; 0 62 02 \u2013 27 82.45<strong><br><\/strong><\/li>\n<li>E-Mail: technik@proclima.de<\/li>\n<li>Kontaktformular: <a href=\"https:\/\/de.proclima.com\/service\/technikhotline\">https:\/\/de.proclima.com\/service\/technikhotline<\/a><\/li>\n<li>Bauteilanfragen: <a href=\"https:\/\/de.proclima.com\/media\/downloads\/pro_clima_Bauteilanfrage.pdf\">https:\/\/de.proclima.com\/media\/downloads\/pro_clima_Bauteilanfrage.pdf<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Weitere Artikel von Stefan H\u00fcckst\u00e4dt:<\/span><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Partnertag beim Ortenauer Baunetzwerk: <a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/2015\/07\/ortenauer-baunetzwerk\/\">https:\/\/blog.proclima.com\/de\/2015\/07\/ortenauer-baunetzwerk\/<\/a> <\/span><\/li><li><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Vortrag im Zimmerer Ausbildungszentrum in Biberach: Gro\u00dfes Interesse beim Thema Flachdach<br><a rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/2014\/09\/ausbildzungszentrum-biberach\/\" target=\"_blank\">https:\/\/blog.proclima.com\/de\/2014\/09\/ausbildzungszentrum-biberach\/<\/a> <\/span><\/li><li><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Oxfam-Trailwalker 2014: So war f\u00fcr mich der 100-Kilometer-Lauf<br><a rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/2014\/07\/stefan-hueckstaedt-oxfam\/\" target=\"_blank\">https:\/\/blog.proclima.com\/de\/2014\/07\/stefan-hueckstaedt-oxfam\/<\/a> <\/span><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Dachsanierung von au\u00dfen ist neben der nachtr\u00e4glichen W\u00e4rmed\u00e4mmung der W\u00e4nde und dem Austausch der Fenster eine der h\u00e4ufigsten und effizientesten Ma\u00dfnahmen zur energetischen Ert\u00fcchtigung <a href=\"https:\/\/blog.proclima.com\/de\/2016\/08\/luftdichtung-dachsanierung\/\" rel=\"bookmark\">&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":8740,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1403],"tags":[1197,312,464,1193,1199,6107,1192,112,1195,1198,542,998,205,1196,1194],"class_list":["post-5694","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-luftdichtung","tag-anschlussdetails","tag-dachsanierung","tag-dampfbremse","tag-diffusionswiderstand","tag-entscheidungshilfe","tag-featured","tag-flaechigen-verlegung","tag-luftdichtung","tag-praxistipp","tag-sanierungssystems","tag-stefan-huckstadt","tag-sub-and-top","tag-verarbeitung","tag-waermedaemmstoff","tag-witterungsschutz"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Luftdichtung bei der Dachsanierung von au\u00dfen \u2013 Die Qual der Variantenwahl &#187; 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F\u00fcr die pro clima Wissenswerkstatt fungiert er als Referent bei den Seminaren \u201cSicher dichten\u201d und \u201cPraxisgerecht sanieren\u201c sowie bei diversen Online-Seminaren. Er schreibt Fachartikel zu einschl\u00e4gigen Themen und ist weiterhin in verschiedenen Verb\u00e4nden und Fachgremien aktiv t\u00e4tig - z.B. 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